Gießen und Co..
München hebt Wasser-Einschränkungen zum 1. August auf
Stand 30.07.26 - 11:52 Uhr
Die Stadt München verlängert ihre Allgemeinverfügung zur Einschränkung der Wassernutzung nicht. Auch die Wasser-Sparanordnung der Stadtwerke München läuft aus. Entspannung gibt es aber nur teilweise - denn die Lage beim Grundwasser bleibt weiter angespannt.
©Bild von Andreas Lischka auf Pixabay
Wasserverbrauch ist zurückgegangen
Die Entscheidung basiert auf der aktuellen Einschätzung der Stadtwerke München (SWM). Demnach hat sich die Versorgungslage stabilisiert und bewegt sich derzeit auf einem beherrschbaren Niveau.
Seit dem Erlass der Allgemeinverfügung und der Wasser-Sparanordnung am 14. Juli ist der Wasserverbrauch in München spürbar gesunken. Im Schnitt liegt er aktuell wieder bei rund 330 Millionen Litern pro Tag.
Für die kommenden Tage rechnen die SWM zwar wegen der heißen Temperaturen mit einzelnen Verbrauchsspitzen. Insgesamt erwarten sie mit Beginn der Sommerferien aber einen weiteren Rückgang.
Deshalb laufen die Regelungen jetzt aus
Die bis einschließlich 1. August 2026 geltende Allgemeinverfügung wird von der Stadt München nicht verlängert. Damit endet auch die Wasser-Sparanordnung der SWM, die nicht nur für München, sondern auch für weitere versorgte Gemeinden und Ortsteile in der Region galt.
Die Einschränkungen waren Mitte Juli notwendig geworden, weil:
- die Wassergewinnung durch die Niedrigwassersituation eingeschränkt war
- der tägliche Wasserverbrauch zeitweise auf über 400 Millionen Liter gestiegen war
- Stadt und SWM die Wasserversorgung stabilisieren wollten
Das war zuletzt eingeschränkt
Die Allgemeinverfügung hatte unter anderem diese Nutzungen eingeschränkt:
- das Befüllen privater Pools
- die Bewässerung von Rasenflächen
- das Waschen von Fahrzeugen außerhalb gewerblicher Waschanlagen
- weitere wasserintensive Nutzungen
Oberbürgermeister dankt den Münchnerinnen und Münchnern
Oberbürgermeister Dominik Krause erklärt: „Mit dem Beginn der Sommerferien und der Reisezeit sinkt erfahrungsgemäß der Wasserverbrauch in München. Wir können die Allgemeinverfügung deshalb zum 1. August auslaufen lassen. Der sparsame Umgang mit Trinkwasser bleibt aber weiter wichtig, denn die hohen Temperaturen und die anhaltende Trockenheit stellen nach wie vor eine Belastung für unsere Wasserversorgung dar.“
Lage bleibt trotz Entspannung angespannt
Auch wenn die akute Lage derzeit keine Verlängerung nötig macht, bleibt die hydrologische Situation in Bayern angespannt. Nach einem außergewöhnlich trockenen Winter und Frühjahr sowie anhaltend niedrigen Grundwasserständen ist ein sparsamer Umgang mit Trinkwasser weiterhin notwendig.
Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Umwelt liegt im laufenden Abflussjahr ein Niederschlagsdefizit von rund 32 Prozent vor. Bereits 2025 war zu trocken, im Juni 2026 wurde außerdem die bislang längste Hitzewelle seit Beginn der Beobachtungen beschrieben.
Aktuell zeigen:
- 81 Prozent der oberflächennahen Grundwassermessstellen und Quellen in Bayern niedrige Werte
- 74 Prozent der Messstellen in tieferen Grundwasserstockwerken ebenfalls niedrige Verhältnisse
Stadt und SWM beobachten die Entwicklung weiter
Die Landeshauptstadt München und die SWM betonen, dass ein bewusster Umgang mit Trinkwasser auch nach dem Ende der Allgemeinverfügung wichtig bleibt.
Sollte sich die Lage erneut deutlich verschärfen, sind weitere Maßnahmen nicht ausgeschlossen. Parallel arbeiten die Verantwortlichen an einer langfristigen Strategie, um die Wasserversorgung Münchens auch bei Trockenheit und Hitzeperioden dauerhaft zu sichern.
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