Teufelsrad
Wiesn: Teufelsrad-Figuren nach Kritik der Stadt München übermalt
Stand 28.08.26 - 13:11 Uhr
Dekolleté-Eklat auf dem Oktoberfest: Auf Druck der Stadt München mussten die traditionellen Pappmaché-Figuren am Teufelsrad züchtig übermalt werden - aus Sorge vor einem Wiesn-Verbot

Foto: Von Psemdel – Eigenes Werk, Wikipedia Commons
Zu viel Ausschnitt auf der Wiesn? Teufelsrad-Figuren nach Kritik der Stadt übermalt
Seit 80 Jahren begrüßen vier Pappmaché-Figuren die Besucher am legendären Teufelsrad auf dem Oktoberfest. Zur Wiesn 2026 zeigen die Damen jedoch deutlich weniger Haut: Der Stadt München waren die Darstellungen zu freizügig.
- Anzeige -Wer vor dem Kult-Fahrgeschäft steht, sieht heuer einen neuen Look: Hochgeschlossene weiße Blusen und lange Hosen ersetzen die bisherigen Mini-Röcke und tiefen Ausschnitte. Auch die zuvor barfüßige Figur im Bastrock bekam ein Top und angemalte Schuhe verpasst.
Angst um die Wiesn-Zulassung
Auslöser für die Neugestaltung war ein Schreiben der Münchner Gleichstellungsstelle für Frauen im Rahmen der Bewerbung. Bei den Figuren seien die Ausschnitte zu tief und die Röcke zu kurz gewesen.
Aus Sorge um ihre Zulassung für das Volksfest handelte die 80-jährige Betreiberin Elisabeth Polaczy rasch und ließ die Deko kurzfristig von einem Maler überarbeiten. Sie betont allerdings, dass Dirndl mit Ausschnitt fest zur Wiesn-Kultur gehören. Gegen echte Übergriffe wie das unbefugte Filmen unter den Rock („Upskirting“) geht sie ohnehin schon seit Jahren mit Kameras, Warnschildern und Leih-Radlerhosen vor.
Das städtische Wirtschaftsreferat lobte die Anpassungen und betonte, man suche bei solchen Darstellungen stets das konstruktive Gespräch mit den Schaustellern.
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