Reiserecht bei Waldbrand
Urlaub in Südeuropa: Was bei Waldbränden für Reisende gilt
Stand 30.07.26 - 10:50 Uhr
Waldbrände in Südeuropa sorgen für Unsicherheit: Das müssen Urlauber jetzt zu ihren Rechten wissen.

©Unsplash/Karsten Winegeart
Hohe Waldbrandgefahr in mehreren Reiseländern
Waldbrände sorgen im Sommer 2026 in mehreren beliebten Urlaubsländern Europas für Unsicherheit. Wer eine Reise nach Frankreich, Spanien, Griechenland oder Portugal geplant hat, sollte seine Rechte kennen und die Lage vor Ort genau im Blick behalten.
- Anzeige -In Teilen Südeuropas ist die Gefahr durch Wald- und Buschbrände derzeit besonders groß. Hitze, Trockenheit und starker Wind verschärfen die Lage zusätzlich. Vor allem in Frankreich, Spanien, Griechenland und Portugal kommt es immer wieder zu Bränden, Evakuierungen und Einschränkungen für Urlauber.
Diese Länder sind besonders betroffen
In Frankreich steigt das Risiko im Sommer vor allem im Süden deutlich an. Auch an der Atlantikküste im Südwesten gab es zuletzt größere Brände. In Spanien können Feuer grundsätzlich in vielen Regionen auftreten. Reisende sollten sich deshalb vor der Abfahrt über die aktuelle Lage am Urlaubsort informieren. In Griechenland gehören Waldbrände in den heißen Sommermonaten seit Jahren zu den großen Risiken. In Portugal gilt die Gefahr vor allem für den Norden und das Zentrum des Landes. Auch auf Madeira kann sich die Lage zuspitzen.
Kostenlose Stornierung nur bei konkreter Gefahr
Nicht jede Befürchtung reicht aus, um eine Reise kostenlos abzusagen. Entscheidend ist, ob der Urlaubsort tatsächlich betroffen ist oder die Reise durch einen Waldbrand erheblich beeinträchtigt wird. Bei einer Pauschalreise bestehen gute Chancen auf eine Erstattung, wenn außergewöhnliche Umstände die Reise unzumutbar machen oder der Veranstalter selbst absagt.
Pauschalreise bietet mehr Schutz
Wer eine Pauschalreise gebucht hat, ist im Ernstfall meist besser abgesichert. Der Reiseveranstalter muss sich dann zum Beispiel um Ersatzunterkünfte oder die Rückreise kümmern. Anders sieht es bei einer Individualreise aus. Hier gelten die einzelnen Verträge mit Hotel, Fluggesellschaft oder Vermieter. Fällt eine Unterkunft wegen eines Waldbrands aus, muss diese in vielen Fällen den Preis erstatten. Weitere Kosten oder eine frühere Rückreise müssen Reisende aber oft selbst organisieren.
Das sollten Urlauber jetzt beachten
Vor der Abreise lohnt sich ein täglicher Blick auf die Reisehinweise des Auswärtigen Amts und auf lokale Warnmeldungen. Wer vor Ort Probleme hat, sollte diese sofort beim Veranstalter, Hotel oder Vermieter melden. Wichtig ist außerdem, Rechnungen, Fotos und Nachrichten als Nachweise aufzubewahren. Sinnvoll ist auch die Eintragung in die Krisenvorsorgeliste Elefand, damit Behörden im Notfall schneller Kontakt aufnehmen können.
Aktuelle Gefahrenzonen in Europa
Stand: 30. Juli 2026
Frankreich
Besonders betroffen ist derzeit der Südwesten an der Atlantikküste, vor allem die Präfekturen Gironde und Landes. Auch Südfrankreich und Korsika gelten im Sommer als besonders gefährdet.
Spanien
Die Waldbrandgefahr besteht landesweit. Besonders wichtig ist der Blick auf aktuelle Brandlagen. Für Katalonien gibt es eine gesonderte Übersicht zu aktiven Feuerzonen.
Griechenland
In mehreren Landesteilen ist das Risiko hoch. Vor allem im Sommer können sich Brände dort innerhalb kurzer Zeit stark ausbreiten.
Portugal
Eine erhöhte Gefahr besteht vor allem im Norden und im Zentrum des Landes. Auch Madeira zählt zu den Regionen mit erhöhtem Risiko.
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