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Coronavirus in Europa

Ab in den Sommerurlaub – Was geht und was geht nicht?

Aktualisiert 02.07.2021 - 10:15 Uhr

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Wasserratten, Wanderfreunde und Großstadt-Fans können diesen Sommer viel unternehmen. Angesichts weniger Neuinfektionen empfangen europĂ€ische LĂ€nder gerne Touristen. Doch wo gelten welche Regeln?

Ab in den Sommerurlaub – Was geht und was geht nicht?

Reisende an einem Flughafen. Symbolbild. Foto: Felix KĂ€stle/dpa

Was gilt in welchem Urlaubsland?

Berlin (dpa) – WĂ€hrend Deutschland zuletzt von Unwettern durchgeschĂŒttelt wurde, steht fĂŒr viele der Sommerurlaub vor der TĂŒr – zumal die großen Ferien in einigen BundeslĂ€ndern schon begonnen haben. Die Corona-Lage in Europa ist derzeit recht entspannt. Doch in einigen LĂ€ndern greift vor allem die Delta-Variante des Virus um sich. Ein Überblick:

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Baltische Staaten

Estland, Lettland und Litauen haben ihre lange strengen Corona-Regeln stark gelockert. Das öffentliche Leben hat sich weitgehend normalisiert. Weiter gibt es aber Corona-Auflagen in vielen Bereichen – teils mit Vorrechten fĂŒr nachweislich Geimpfte und Genese. Zugleich ist eine zunehmende Verbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante und eine Verlangsamung der Impfungen zu beobachten. Wer von Deutschland oder aus anderen EU-LĂ€ndern einreist, muss sich registrieren. Nicht-Geimpfte mĂŒssen in Lettland und Litauen einen negativen Corona-Test vorweisen. Umgekehrt werden die baltischen Staaten von Deutschland als Risikogebiete eingestuft. Wer einen negativen Test vorweisen kann, muss sich nicht isolieren. 

Belgien

In dem Land mit 11,5 Millionen Einwohnern wird die Corona-Lage immer besser. Zuletzt infizierten sich binnen zwei Wochen etwa 45 Menschen je 100 000 Einwohner. Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung sind zumindest einmal geimpft. Die Gastronomie darf mit begrenzter KapazitĂ€t sowohl innen als auch außen öffnen. Auch Hotels oder VergnĂŒgungsparks empfangen unter Auflagen GĂ€ste. Einreisende aus Deutschland unterliegen keiner Test- oder QuarantĂ€nepflicht, gleiches gilt fĂŒr die RĂŒckreise ĂŒber den Landweg. Auch Erleichterungen fĂŒr Geimpfte und Genesene aus Regionen mit mehr Infektionen gibt es.

Bulgarien

Das Urlaubsland am Schwarzen Meer gilt aus deutscher Sicht nicht mehr als Risikogebiet. Bulgariens Badeorte sind auch fĂŒr auslĂ€ndische FeriengĂ€ste wieder geöffnet, doch viele große Hotels sind noch weitgehend leer. Geimpfte, getestete und von Covid-19 genesene Reisende aus EU-Staaten dĂŒrfen ohne QuarantĂ€ne einreisen. Deutsche Touristen mĂŒssen bei der RĂŒckkehr aus Bulgarien nicht in Isolation. Die Impfquote ist bei knapp 14 Prozent der Bevölkerung mit Erstimpfung und gut 11 Prozent vollstĂ€ndig Geimpften im EU-Vergleich sehr niedrig. Geimpfte Touristen haben keine Vorrechte. CafĂ©s und Restaurants, Einkaufs- und Fitnesszentren, Diskotheken und Casinos sind unter Auflagen geöffnet. Auch Theater, Kinos und Museen können besucht werden. In SupermĂ€rkten, Apotheken und Banken sowie in Kirchen und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt Maskenpflicht.


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DĂ€nemark

DĂ€nemark stuft Deutschland als grĂŒnes Land ein, somit können Deutsche wieder in DĂ€nemark Urlaub machen – auch, wenn sie noch nicht geimpft sind. An der Grenze mĂŒssen Reisende jedoch einen negativen Corona-Test vorzeigen. Innerhalb DĂ€nemarks gibt es recht wenige BeschrĂ€nkungen: GeschĂ€fte, Restaurants und Kneipen sind offen, Fitnessstudios, Museen und Kinos ebenso. Man muss auch keine Maske mehr tragen, abgesehen von Bus, Bahn oder Metro. Vielerorts muss man aber seinen Corona-Pass vorlegen, mit dem man negative Tests, Impfungen und ĂŒberstandene Infektionen nachweisen kann. Rund 56 Prozent der Bevölkerung haben ihre erste Impfdosis bekommen, 32 Prozent sind vollstĂ€ndig geimpft.

Frankreich

GeschĂ€fte, Kinos, SchwimmbĂ€der – in Frankreich sind viele Einrichtungen mit Hygienebestimmungen offen. Eine nĂ€chtliche Ausgangssperre gibt es nicht mehr, im Freien gilt keine allgemeine Maskenpflicht. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Menschen innerhalb einer Woche betrug zuletzt etwa 18. Die HĂ€lfte der französischen Bevölkerung ist mindestens einmal geimpft. FĂŒr Reisende aus Deutschland und anderen LĂ€ndern reicht zur Einreise ein aktueller Schnelltest. Auch mit einem Impfnachweis können Menschen einreisen. Wer aus Frankreich auf dem Landweg zurĂŒck nach Deutschland reist, muss keine EinreisebeschrĂ€nkungen beachten. Bei Flugreisen muss ein negativer Test, ein Impf- oder Genesungsnachweis vorgezeigt werden.

Griechenland

Angesichts rĂŒcklĂ€ufiger Fallzahlen hat Griechenland mittlerweile die meisten Corona-Auflagen abgeschafft. Seit dieser Woche gibt es keine Maskenpflicht mehr im Freien, auch das nĂ€chtliche Ausgangsverbot wurde aufgehoben. Zudem soll es ab Mitte Juli Vorteile fĂŒr Geimpfte geben. Griechenland-Besucher mĂŒssen vor der Einreise auf der Website https://travel.gov.gr/#/ ihre Daten angeben und erhalten einen QR-Code zur Nachverfolgung. Außerdem mĂŒssen sie bei der Einreise einen negativen Schnelltest vorlegen oder voll geimpft sein. Das gilt auch fĂŒr Kinder ab zwölf Jahren. Griechenland ist kein Risikogebiet mehr. FĂŒr die RĂŒckreise nach Deutschland per Flugzeug reichen deshalb ein negativer Test oder ein Impfnachweis.


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Großbritannien

Die hochansteckende Delta-Variante treibt die Fallzahlen im Vereinigten Königreich in die Höhe, die Inzidenz fĂŒr sieben Tage lag zuletzt bei rund 157. Allerdings steigt die Zahl der Einlieferungen ins Krankenhaus und der TodesfĂ€lle deutlich weniger stark als in vorherigen Wellen – ein Erfolg der fortgeschrittenen Impfkampagne. Mehr als 62 Prozent der britischen Erwachsenen sind vollstĂ€ndig geimpft, knapp 85 Prozent haben eine Dosis bekommen. Die britische Regierung verlĂ€sst sich auf diese Schutzwirkung und plant fĂŒr England weitreichende Lockerungen Mitte Juli. Dann könnten trotz hoher Fallzahlen auch Nachtclubs öffnen und KontaktbeschrĂ€nkungen fallen. Im Juni waren die Lockerungen zunĂ€chst verschoben worden – Ă€hnlich wie in Schottland, Wales und Nordirland.

FĂŒr Einreisende aus Europa gibt es weiter hohe HĂŒrden: In den meisten FĂ€llen ist eine fĂŒnf- bis zehntĂ€gige QuarantĂ€ne notwendig – bei HochrisikolĂ€ndern sogar auf eigene Kosten im Hotel. Vor der Einreise braucht man in jedem Fall einen negativen Test, außerdem mĂŒssen am zweiten und achten Tag nach der Einreise teure PCR-Tests gemacht werden. Ausnahmen fĂŒr Geimpfte gibt es bislang nicht. Die Bundesregierung hat Großbritannien wegen der Delta-Variante erneut als Virusvariantengebiet eingestuft, sodass nach der Einreise von der Insel nach Deutschland 14 Tage QuarantĂ€nepflicht gelten.

Irland

Irland hat wegen der zunehmenden Ausbreitung der Delta-Variante ebenfalls geplante Lockerungen aufgeschoben. Die Innengastronomie, die ursprĂŒnglich Anfang Juli komplett öffnen sollte, wird nun zunĂ€chst nur Geimpften und Genesenen zugĂ€nglich sein. Auch in anderen Bereichen gibt es auf der Insel bereits mehr Freiheiten fĂŒr vollstĂ€ndig Geimpfte: So gelten fĂŒr sie etwa lockerere Bestimmungen bei Verabredungen oder QuarantĂ€ne-Regeln.

Von nicht notwendigen Reisen nach Irland wird weiterhin abgeraten. Einreisende mĂŒssen einen negativen PCR-Test vorweisen und sich in QuarantĂ€ne begeben. FĂŒr Einreisende aus LĂ€ndern mit besonders hohen Corona-Fallzahlen oder gefĂ€hrlichen Varianten gilt ebenfalls verpflichtende Isolation im Hotel.


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Italien

FĂŒr ganz Italien gelten besonders lockere Corona-Regeln. Die Regierung hat der Maskenpflicht im Freien ein Ende gesetzt. Die Menschen mĂŒssen den Schutz lediglich dann tragen, wenn sie den Mindestabstand nicht einhalten können, mit Bus und Bahn fahren oder in InnenrĂ€umen sind. Mehr als ein Drittel der Menschen ist vollstĂ€ndig gegen Covid-19 geimpft. Wer in das Land reist, soll ein digitales Einreiseformular ausfĂŒllen (https://app.euplf.eu). Italien nutzt den sogenannten GrĂŒnen Pass fĂŒr die Einreise. Dieses digitale Zertifikat bekommen Menschen, die gegen Covid-19 geimpft sind, einen negativen Test oder eine Genesung nachweisen können. Wer auf dem Landweg nach Deutschland reist, muss keine BeschrĂ€nkungen beachten.

Kroatien

Das beliebte Urlaubsland hat am Donnerstag ohne VorankĂŒndigung seine Einreisebestimmungen geĂ€ndert. Die Grenzbeamten verlangen von allen Reisenden das neue, EU-weit gĂŒltige Corona-Zertifikat («GrĂŒner Pass»), unabhĂ€ngig davon, woher sie kommen. Akzeptiert werden aber auch noch die von den einzelnen LĂ€ndern ausgestellten Bescheinigungen, die belegen, dass der Betroffene geimpft, genesen oder getestet ist, teilte die kroatische Polizei mit. Die Hotels empfangen GĂ€ste aber ohne EinschrĂ€nkungen. GaststĂ€tten dĂŒrfen GĂ€ste in ihren Innenbereichen empfangen, ausgenommen sind CafĂ©s ohne Speisenangebot, die nur draußen bedienen dĂŒrfen.

Luxemburg

Bei der Einreise nach Luxemburg gibt es derzeit keine EinschrĂ€nkungen. Nur Flugreisende mĂŒssen einen negativen Corona-Test (PCR- oder Schnelltest) vorlegen. Impf- oder Genesenen-Nachweis gelten ebenfalls. Hotels und Gastronomie sind geöffnet. In der Außengastronomie können GĂ€ste ohne Test Platz nehmen, im Inneren mĂŒssen Gruppen ab fĂŒnf Personen nachweisen, dass alle negativ getestet, geimpft oder genesen sind. Der Kultur- und Sportbereich ist geöffnet. Bei der RĂŒckreise nach Deutschland sind keine Auflagen zu erfĂŒllen, da Luxemburg seit Sonntag kein Risikogebiet mehr ist.


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Malta

Im kleinsten EU-Land dĂŒrfen sich Corona-Geimpfte im Freien ohne Mund-Nasen-Schutz bewegen, wenn sie alleine oder zu zweit unterwegs sind. Die Maskenpflicht gilt ĂŒberall, außer an StrĂ€nden. Malta fĂ€hrt im EU-Vergleich einen der striktesten Schutzmasken-Kurse. Die Fallzahlen sind konstant niedrig, mit nicht mehr als sechs gemeldeten Neuinfektionen am Tag. Etwa 60 Prozent der Bevölkerung sind voll gegen Covid-19 geimpft. Bars, Restaurants und Kinos sind offen. Wer aus Deutschland nach Malta reist, braucht entweder den sogenannten GrĂŒnen Pass oder einen negativen PCR-Test.

Niederlande

Das öffentliche Leben lĂ€uft fast normal. Museen, Theater Zoos und Kinos sind geöffnet. Das gilt auch fĂŒr Restaurants und GeschĂ€fte. Im Prinzip mĂŒssen auch keine Masken mehr getragen werden – Ausnahmen gelten fĂŒr Busse und Bahnen und FlughĂ€fen. Die Grundregel ist der Abstand von 1,5 Metern. In Discos und Nachtclubs oder bei Festivals und Konzerten, wo der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann, wird von Besuchern ein negatives Testergebnis verlangt oder ein Impfnachweis. WĂ€hrend der Fußball-EM dĂŒrfen Kneipen Spiele auf Videoschirmen zeigen. Deutsche können das Land ohne EinschrĂ€nkung besuchen, auch bei der Heimkehr nach Deutschland gibt es keine Auflagen mehr – mit Ausnahme von Flugreisenden.

Norwegen

Norwegen verlangt von nicht Geimpften aus den meisten europĂ€ischen LĂ€ndern immer noch Tests und QuarantĂ€ne, also auch von Deutschen. Das wird sich wahrscheinlich in KĂŒrze Ă€ndern. SpĂ€testens am Freitag will die Regierung mitteilen, ob Deutschland als grĂŒnes Land eingestuft wird. Das wĂŒrde bedeuten, dass vom 5. Juli an der Urlaub in Norwegen fĂŒr Deutsche wieder möglich ist. Allerdings muss man sich bei der Einreise testen und registrieren lassen. Die GeschĂ€fte und Restaurants sind fast ĂŒberall uneingeschrĂ€nkt geöffnet. In Bussen und Bahnen muss man einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Neuinfektionen sind niedrig und rund die HĂ€lfte der Bevölkerung hat mindestens eine Impfdosis bekommen.

Österreich

Beim Einkaufen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und Museen muss noch ein einfacher Mund-Nasen-Schutz getragen werden, aber ansonsten ist die Maskenpflicht fast ĂŒberall entfallen. So kann das Personal in GaststĂ€tten und Hotels im wahrsten Sinne aufatmen – und die GĂ€ste auch. Außerdem gibt es keine Sperrstunde mehr, so dass selbst Diskotheken und Nachtgastronomie nach rund eineinhalb Jahren Zwangspause wieder öffnen dĂŒrfen. Es sind obendrein volle Stadien, KonzertsĂ€le und Kinos erlaubt. Aber Achtung: Alle Freiheiten gelten nur fĂŒr jene, die getestet, genesen oder geimpft sind. Das gilt auch fĂŒr die Einreise. Testpflicht herrscht ab einem Alter von zwölf Jahren. Wer von Österreich nach Deutschland zurĂŒckfĂ€hrt, braucht keine besonderen Auflagen mehr beachten. Flugreisende mĂŒssen jedoch einen negativen Test vorlegen.

Polen

Im Nachbarland sind Einkaufszentren, Hotels, Museen und Kunstgalerien unter Auflagen geöffnet. Restaurants dĂŒrfen in Außenbereichen GĂ€ste bedienen, in InnenrĂ€umen gilt dies mit 75 Prozent KapazitĂ€t. Geimpfte werden bei den KapazitĂ€tsbeschrĂ€nkungen nicht mitgezĂ€hlt – sie können also gegebenenfalls auf ein freies Hotelzimmer oder einen freien Tisch im Restaurant zĂ€hlen. Bei Feiern sind maximal 150 GĂ€ste erlaubt. In InnenrĂ€umen sowie in Bussen und Bahnen gilt Maskenpflicht. Rund 28,6 Millionen Menschen des 38-Millionen-Einwohnerlands haben mindestens eine Impfdosis erhalten.

Bei der Einreise aus Deutschland und anderen EU-LĂ€ndern gilt eine QuarantĂ€nezeit von zehn Tagen. Dies gilt nicht fĂŒr Reisende, die bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorlegen. Auch vollstĂ€ndig Geimpfte und Genesene sind von der QuarantĂ€ne befreit. Bei der Einreise per Flugzeug nach Deutschland besteht weiter die Pflicht zur Vorlage eines negativen Tests, die auf dem Landweg entfĂ€llt.

Portugal

In Portugal hat sich die Lage stark verschlechtert. Die landesweite 14-Tage-Inzidenz, die vor einem knappen Monat noch bei 55 lag, stieg auf gut 158. Das liegt vor allem an der Delta-Variante. In einigen Landesteilen soll sie schon 80 Prozent der Neuinfektionen ausmachen. Deutschland erklĂ€rte das beliebte Urlaubsland deshalb zum Virusvariantengebiet. Damit dĂŒrfen nur noch Deutsche oder in Deutschland wohnende AuslĂ€nder von Portugal nach Deutschland reisen. FĂŒr alle RĂŒckkehrer gilt eine 14-tĂ€gige QuarantĂ€nepflicht, die nicht verkĂŒrzt werden kann. Besucher aus Deutschland dĂŒrfen einreisen, mĂŒssen aber ab einem Alter von zwei Jahren einen negativen PCR- oder Antigentest vorlegen. In dem Land mit 10,3 Millionen Einwohnern haben bisher 52 Prozent mindestens eine Impfung erhalten, rund ein Drittel ist vollstĂ€ndig geimpft.

RumÀnien

In dem sĂŒdosteuropĂ€ischen Land ist die Außengastronomie uneingeschrĂ€nkt geöffnet. Im Freien und damit an StrĂ€nden gelten Abstandspflichten, ein Mund-Nasen-Schutz muss nur in geschlossenen öffentlichen RĂ€umen getragen werden. FĂŒr die Innengastronomie gilt: Wenn ein Gastwirt nur geimpfte GĂ€ste zulĂ€sst, darf sein Lokal komplett besetzt sein. Andernfalls gelten Begrenzungen. Clubs, Diskotheken, Spielhallen und Bars sind nur fĂŒr vollstĂ€ndig Geimpfte geöffnet. Deutsche Touristen brauchen weder Impf- noch Testnachweis und mĂŒssen auch nicht in QuarantĂ€ne. Dies gilt auch bei der RĂŒckkehr aus RumĂ€nien nach Deutschland.

Schweden

Schweden hat keine EinschrĂ€nkungen fĂŒr Reisende aus Deutschland und anderen EU-LĂ€ndern, aber man muss einen negativen, Corona-Test vorweisen. Menschen aus dem restlichen Skandinavien sind davon ausgenommen. Von Reisen in die Provinzen Kronoberg, Norrbotten und VĂ€rmland rĂ€t das AuswĂ€rtige Amt ab. In Schweden gibt es keine Maskenpflicht, und die geltenden BeschrĂ€nkungen werden nun weiter gelockert. Restaurants und Bars können wieder lĂ€nger geöffnet bleiben, es dĂŒrfen aber maximal acht GĂ€ste an einem Tisch sitzen. Zu Veranstaltungen unter freiem Himmel wie Fußballspielen im Stadion sind bis zu 3000 sitzende Zuschauer zugelassen. Mehr als die HĂ€lfte der Erwachsenen ist mindestens einmal geimpft. 

Schweiz

Abgesehen vom Maske-Tragen in Innenbereichen und Abstand-Halten ist in der Schweiz fĂŒr Touristen inzwischen vieles wieder wie vor Corona. Nur Flugreisende, die weder geimpft noch genesen sind, brauchen vor der Einreise einen negativen Corona-Test und mĂŒssen Kontaktdaten hinterlegen. Das EU-Impfzertifikat wird anerkannt und erlaubt es Publikum unter anderem, an Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen teilzunehmen. DarĂŒber hinaus können Clubs oder Diskotheken auch Impfzertifikate verlangen, um ihren GĂ€sten dadurch grĂ¶ĂŸere Hygieneauflagen zu ersparen. In manchen Kantonen können Restaurants und Veranstalter noch die Zahl der GĂ€ste pro Tisch oder Sitzreihe begrenzen.

Slowakei

Vom 9. Juli an gilt eine verpflichtende QuarantĂ€ne fĂŒr alle Ungeimpften, aus der man sich nach fĂŒnf Tagen frei testen kann. Derzeit reicht ein negativer Corona-Test bei der Einreise. VollstĂ€ndig Geimpfte sind weiter von QuarantĂ€ne- und Testpflichten befreit. Touristen mĂŒssen sich in jedem Fall vor der Einreise online registrieren. GeschĂ€fte sind unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln geöffnet. Gastronomiebetriebe dĂŒrfen in Außenbereichen servieren, in fast allen Landkreisen dank geringer Inzidenz auch wieder im Inneren. Zu Kultur- und Sportveranstaltungen ist mit Abstandsregeln wieder Publikum zugelassen. Mehr als 2 der 5,5 Millionen Einwohner sind mindestens einmal geimpft.

Slowenien

Menschen, die sich zuletzt nur in Deutschland (ausgenommen Baden-WĂŒrttemberg und Saarland) aufgehalten haben, können ohne Auflagen und EinschrĂ€nkungen nach Slowenien reisen. Wer aus Baden-WĂŒrttemberg oder dem Saarland kommt, braucht einen Nachweis, dass er entweder geimpft, genesen oder getestet ist. FĂŒr HotelĂŒbernachtungen gilt grundsĂ€tzlich die Vorschrift, dass der Gast entweder geimpft, genesen oder getestet sein muss. Auch dĂŒrfen die Hotels nur teilweise ausgelastet sein. Die Außengastronomie ist fĂŒr alle offen, bei der Aufstellung der Tische gelten Vorgaben. Die Innenbereiche von GaststĂ€tten, Casinos, Discos und Nachtclubs können nur von Geimpften, Genesenen oder Getesteten genutzt werden.

Spanien

Die Pandemie-Lage bleibt relativ entspannt, allerdings steigen die Corona-Zahlen inzwischen wieder. Vor allem die mögliche Ausbreitung der als ansteckender geltenden Delta-Variante sowie steigende Infektionszahlen bei jĂŒngeren Menschen bereiten Sorgen. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg zuletzt auf fast 58. In den bei Deutschen beliebten Urlaubsregionen wie den Balearen mit Mallorca oder den Kanaren liegt der Wert ebenfalls wieder ĂŒber 50, also ĂŒber dem Grenzwert, ab dem Deutschland von einem Risikogebiet ausgeht.

Trotz dieser Entwicklung hat sich das Leben fast normalisiert. Auch die seit gut einem Jahr bestehende Maskenpflicht im Freien wurde weitgehend aufgehoben worden. NĂ€chtliche Ausgangssperren gibt es nicht mehr, teilweise noch BeschrĂ€nkungen bei der Zahl von GĂ€sten in der Gastronomie, sowie Kinos und Theatern. Auch Clubs und Discos dĂŒrfen in vielen StĂ€dten des Landes wieder öffnen. Auf Mallorca und den anderen Baleareninseln soll dies aber erst Mitte Juli geschehen. Touristen aus Deutschland können ohne Test oder einen Nachweis einer Impfung oder einer Genesung von einer Corona-Erkrankung einreisen. Gut 52 Prozent der 47 Millionen Bewohner des Landes sind mindestens einmal geimpft. Vorteile fĂŒr Geimpfte gibt es außer bei Reisen etwa auf die Kanaren kaum.

Tschechien

Die Einreise aus Deutschland, Österreich, Italien und einigen weiteren LĂ€ndern ist ohne Auflagen möglich. Bei der Übernachtung im Hotel muss ein Corona-Impfnachweis oder ein Negativtest vorgelegt werden – oft wird an der Rezeption ein Selbsttest angeboten. FĂŒr Touristen aus Risikogebieten wie der Schweiz gelten besondere Anmelde- und Testpflichten. Die Corona-Lage in Tschechien hat sich stark verbessert. Zuletzt gab es binnen sieben Tagen noch sieben Neuinfektionen je 100 000 Einwohner. In Prag werden HotelgĂ€ste mit kostenlosen Kulturgutscheinen belohnt.

TĂŒrkei

Wer aus Deutschland in die TĂŒrkei reisen will, braucht einen negativen Corona-Schnell- oder PCR-Test. Geimpfte und Genesene können mit entsprechendem Nachweis einreisen. Restaurants, CafĂ©s und andere Gast-Einrichtungen sind geöffnet. Auch die seit Monaten geltenden AusgangsbeschrĂ€nkungen wurden nun vollstĂ€ndig aufgehoben, von denen Touristen aber ohnehin ausgenommen waren. Es gilt weiterhin eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit. Nach offiziellen Angaben geht die Zahl der Neuinfektionen im Land weiter zurĂŒck. Mitte April lag sie noch bei teils mehr als 60 000 am Tag, nun zwischen 5000 und 6000. Bisher wurden rund 40 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft.

Ungarn

Inzwischen können Menschen auf dem Land- oder Wasserweg aus allen NachbarlĂ€ndern außer der Ukraine uneingeschrĂ€nkt einreisen. Mit dem Flugzeug können deutsche Touristen jedoch nur kommen, wenn sie das neue, EU-weit gĂŒltige Corona-Zertifikat («GrĂŒner Pass») haben. Dasselbe gilt fĂŒr Übernachtungen in gewerblichen UnterkĂŒnften – deutsche Impfzertifikate erkennt Ungarn nicht an. Das kann sich allerdings in KĂŒrze Ă€ndern, wenn nĂ€mlich in Ungarn die Marke von 5,5 Millionen Erstimpfungen erreicht ist. Dann fĂ€llt der Großteil der Corona-BeschrĂ€nkungen. FĂŒr HotelĂŒbernachtungen braucht es dann ebenso kein Impfzertifikat mehr wie fĂŒr den Besuch der InnenrĂ€ume von GaststĂ€tten. Auch die Maskenpflicht ist dann – abgesehen von KrankenhĂ€usern und Altenheimen – aufgehoben. 

Zypern

Zypern hat die meisten Corona-Maßnahmen aufgehoben. Im Freien muss keine Maske mehr getragen werden, auch das nĂ€chtliche Ausgangsverbot wurde abgeschafft. Das Land gilt beim AuswĂ€rtigen Amt auch nicht mehr als Risikogebiet. Bei der RĂŒckreise per Flugzeug ist nur noch ein negativer Test oder eine abgeschlossene Impfung nötig. Um sich frei bewegen zu können, benötigen Touristen den «Cyprus Flight Pass». Er wird vor der Einreise auf der Website n beantragt und sollte wĂ€hrend des Urlaubs stets mitgefĂŒhrt werden. Zur Einreise benötigen die GĂ€ste einen negativen Corona-Test. Alternativ mĂŒssen sie eine erste Impfung nachweisen, die mindestens drei Wochen zurĂŒckliegt.

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