Blindgänger
Weltkriegsbombe in München entdeckt: Wann und wo entschärft wird
Stand 20.11.25 - 08:46 Uhr
Bei Bauarbeiten am Rande des Westfriedhofs wurde eine 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden - die Vorbereitung der Entschärfungsmaßnahmen beginnt.
Foto: Shutterstock/Landeshauptstadt München Branddirektion
Keine Gefahr laut Kampfmittelräumdienst
München (ots) – Bei Erdbewegungsarbeiten am Rande des Westfriedhofs ist eine 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Der Blindgänger ist aktuell stabil, stellt keine Gefahr für die Bevölkerung dar und soll vor Ort entschärft werden.
- Anzeige -Die Bombe liegt derzeit unversehrt in einer Tiefe von 1,20 Metern im Erdreich und wurde bereits vom Kampfmittelräumdienst begutachtet. Dieser konnte eine Gefahr gegenwärtig ausschließen und plant die Entschärfung am Sonntag, 23. November 2025. Während dieser Zeit muss ein Bereich im Radius von 700 Metern evakuiert werden, wovon rund 7.000 Personen betroffen sein werden. Die Sperrung wird ab 9 Uhr gelten. Betroffene Personen müssen den Bereich bis spätestens dahin selbstständig verlassen haben.
Entschärfungsvorbereitung beginnt bereits
Erste Vorbereitungen für die Entschärfung beginnen bereits am Mittwoch, 19. November, gegen Mittag mit einem Verbau rund um die Fundstelle mit Seecontainern.
In den kommenden Tagen werden alle betroffenen Personen per Posteinwurf, über die Presse und die sozialen Medien sowie auf www.feuerwehr-muenchen.de detailliert über die Maßnahmen informiert. Es wird versucht, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Die Aufforderung, den Sperrbereich zu verlassen, stellt jedoch eine Allgemeinverfügung des Kreisverwaltungsreferats dar, weshalb dieser unbedingten Folge zu leisten ist.
Weitere Informationen erhalten Bürger auch über das Info-Telefon mit der Rufnummer (089) 2353-55555. Dieses ist am 19. November von 14 bis 18 Uhr, vom 20. bis 22. November jeweils von 8 bis 18 Uhr und am 23. November von 7 bis 14 Uhr besetzt. Hilfsbedürftige Personen, die Unterstützung durch einen Krankentransport benötigen, melden sich bitte von 19. November, 12 Uhr bis spätestens 22. November, 11 Uhr, unter der (089) 19222 bei der Integrierten Leitstelle.
Für Personen, die während der Evakuierung keine Unterkunft haben, wird eine Betreuungsstelle am Gymnasium Moosach, Gerastraße 6, 80993 München, am Tag der Entschärfung eingerichtet.
Von den Sperrmaßnahmen werden auch die Tramlinie 20 sowie die Buslinien 51, 143, 164 und 165 betroffen sein, jedoch keine U- oder S-Bahnlinien. Weitere Informationen dazu gibt es auf mvg.de und in der App MVGO. Vor Ort werden die Fahrgäste außerdem mit Aushängen, Tickertesten und Durchsagen über die Änderungen informiert.
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