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Freitag + Samstag

Zwei Tage Streik: Verdi bestreikt erneut Nahverkehr in München

Stand 24.02.26 - 10:16 Uhr

Die Gewerkschaft Verdi ruft ihre Mitglieder, die im öffentlichen Nahverkehr beschäftigt sind, zur Arbeitsniederlegung auf. Betroffen sind unter anderem München, Nürnberg und Augsburg.

Zwei Tage Streik: Verdi bestreikt erneut Nahverkehr in München
 ©Foto: Stefan Puchner/dpa

U-Bahn, Bus und Tram in München betroffen

Verdi ruft für Freitag und Samstag (27. & 28. Februar 2026) zum zweitägigen Nahverkehrs-Warnstreik in München auf. Betroffen sind der Gewerkschaft zufolge U- und Trambahnen sowie Buslinien, die nicht von privaten Dienstleistern bedient werden. Die von der Bahn betriebene S-Bahn sowie Regionalbahnen sind nicht betroffen. Es ist der dritte Warnstreik in München in der aktuellen Tarifrunde.

Es ist der dritte Warnstreik in München in der aktuellen Tarifrunde.

Der Streik findet dieses Mal bundesweit gleichzeitig statt: Betroffen sind in Bayern die fünf größten bayerischen Städte München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Ingolstadt, zudem Fürth, Bamberg, Passau, Landshut, Schwabach, Bayreuth, Schweinfurt und Dachau. Auch in anderen Teilen Deutschlands wird gestreikt.

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Was fährt in München beim Streik in München?

• U-Bahn und Tram zunächst außer Betrieb
• Bus-Betrieb stark eingeschränkt

Bus- und Tram-Betrieb während des Streiks

Wie bereits an den ersten beiden Streiktag ist dann nur ein stark eingeschränkter Betrieb möglich. Beim Bus ist etwa die Hälfte der Fahrzeuge einsatzbereit, weil die privaten Busunternehmen, die für die MVG fahren, nicht bestreikt werden. Bei der Tram hängt die Inbetriebnahme maßgeblich davon ab, wie viele Fahrerinnen und Fahrer sich zum Dienst melden.

Warnstreik im Nahverkehr in 13 Städten Bayerns

In mehr als einem Dutzend bayerischer Städten dürfte der Nahverkehr am Freitag und Samstag weitgehend zum Erliegen kommen. Die Gewerkschaft Verdi ruft zu einem zweitägigen Warnstreik im kommunalen Nahverkehr auf, wie sie mitteilte. Betroffen sind demnach die fünf größten bayerischen Städte München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Ingolstadt, zudem Fürth, Bamberg, Passau, Landshut, Schwabach, Bayreuth, Schweinfurt und Dachau. Auch in anderen Teilen Deutschlands wird gestreikt.

Wie schon in den vorhergehenden Streiks sind S-Bahnen, Regionalbahnen und Regionalbusse in der Regel nicht betroffen, da sie von anderen Unternehmen betrieben werden. Zudem ist damit zu rechnen, dass in den betroffenen Städten teilweise städtische Buslinien verkehren, die von externen Dienstleistern befahren werden.

Selbst der Straßenverkehr war betroffen

Teilweise war es den Stadtwerken und Verkehrsunternehmen bei den jüngsten Warnstreiks zudem gelungen, Notfahrpläne zu organisieren oder auch auf einzelnen Tram- oder U-Bahn-Strecken einen ausgedünnten Verkehr aufrechtzuerhalten. Die Beeinträchtigungen waren dennoch enorm, der Straßenverkehr war durch deutlich stärkere Staus betroffen.

Verdi fordert für die etwa 9.000 Beschäftigten in mehr als 20 Unternehmen, für die der Tarifvertrag gilt, unter anderem eine Entgeltsteigerung um 668,75 Euro sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit.

Gegenseitige Vorwürfe

In der Verhandlungsrunde am 13. Februar war es nach Einschätzung von Verdi zu keiner Annäherung gekommen. Statt die Forderungen «als überzogen zurückzuweisen, sollten die Arbeitgeber/innen endlich den Druck erkennen, der finanziell und aufgrund der Arbeitsbedingungen auf den Beschäftigten lastet und Verhandlungen auf Augenhöhe mit uns führen», fordert der stellvertretende Landesbezirksleiter von Verdi Bayern, Sinan Öztürk.

Der Kommunale Arbeitgeberverband hatte die Warnstreiks zuletzt kritisiert. Die Forderungen der Gewerkschaft seien nicht erfüllbar. «Daran können auch die derzeitigen Streiks nichts ändern. Sie belasten daher die Bevölkerung zu Unrecht», teilte der Verband vergangene Woche mit. Zudem würden die Kostensteigerungen durch höhere Löhne «zwangsläufig zu höheren Fahrpreisen und einer Reduzierung des Verkehrsangebots führen».

Mit Material der dpa

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