Olympia
München ebnet nächsten Schritt Richtung Olympia-Bewerbung
Stand 20.05.26 - 15:15 Uhr
Der Stadtrat beschließt den nächsten Schritt Richtung Olympische und Paralympische Spiele. Sobald die Unterlagen in der Post sind, heißt es: abwarten. Nicht alle sind überzeugt, dass sich der Aufwand lohnt.
©Pexels
Stadtrat stimmt Olympia-Konzept zu
München (dpa) – Mit der Zustimmung des Stadtrates zum erweiterten Bewerbungskonzept hat der Olympia-Traum in München die nächste Hürde genommen. Die Unterlagen werden nun in den nächsten Tagen beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) eingereicht. Dieser will Ende September entscheiden, ob München, Hamburg, Berlin oder die Rhein-Ruhr-Region für Deutschland ins Rennen um die Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 geht.
- Anzeige -Das Münchner Konzept will vor allem mit sehr kurzen Wegen zwischen dem Olympischen Dorf und den Sportstätten überzeugen. Rund 90 Prozent der Wettkampfstätten sollen in weniger als 30 Minuten erreichbar sein, etwa die Hälfte sogar direkt im Olympiapark. Mehr als 90 Prozent der Athletinnen und Athleten würden im Olympischen Dorf untergebracht.
Zweites Pfund ist das Thema Nachhaltigkeit: Unter dem Schlagwort «zirkuläre Spiele» sollen die Veranstaltungen konsequent auf die Vermeidung von Müll und Treibhausgasen sowie eine durchgängige Kreislaufwirtschaft ausgerichtet werden.
Kürzere Wege für Sportlerinnen und Sportler
Neu im überarbeiteten Konzept sind zusätzliche Ergänzungssportarten wie Baseball, Softball, Cricket, Flag Football, Lacrosse und Squash. Auch im Fußballbereich wurden die Wege weiter verkürzt – unter anderem durch zusätzliche Spielorte wie das Stadion an der Grünwalder Straße, das Olympiastadion für ausgewählte Spiele sowie Ingolstadt. Dadurch könnten erstmals alle Fußballteams im Olympischen Dorf untergebracht werden.
Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der Theresienwiese: Dort ist eine „Olympische Wiesn“ geplant, die das Münchner Lebensgefühl während der Spiele erlebbar machen soll und unter anderem auch als Wettkampfort (geplant: Beachvolleyball) sowie als Volunteer-Zentrum dienen könnte.
So sollen statt neuer Stadien vorrangig bestehende Sportstätten auf Vordermann gebracht werden. Neubauten wie das Olympische und Paralympische Dorf und ein Medienzentrum sollen im Anschluss als Wohnraum zur Verfügung stehen. Auch soll der öffentliche Nahverkehr etwa durch einen S-Bahn-Nordring oder die Verlängerung der U4 bis zur Messe gestärkt werden.
Der weitere Fahrplan ist bereits klar: Das Bewerbungskonzept wird in den kommenden Tagen beim DOSB eingereicht. Dieser entscheidet Ende September 2026, welche deutsche Region in das internationale Rennen um die Olympischen und Paralympischen Spiele geht.
Unterschiedliche Einschätzungen
«Mit dem Zuschlag bekommen wir ein Sommermärchen, das Sportherzen höherschlagen lässt. Wir bekommen aber auch die Möglichkeit, unserer Stadt einen großen Boost im Wohnungsbau und der Infrastruktur zu geben», kommentierte die sportpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Kathrin Abele, die Entscheidung der Vollversammlung.
Kritik kam hingegen aus den Reihen der Opposition. Die Stadt werde nicht wirklich modernisiert, es gebe keinen echten Aufbruch, und das Bewerbungskonzept löse die großen Herausforderungen bei Verkehr, Infrastruktur und Lebensqualität nicht. «Zehn Mobilitätsmaßnahmen reichen für eine Millionenstadt nicht aus. Die Pläne bleiben vage, unverbindlich und nicht durchfinanziert», bemängelte der Vorsitzende der Fraktion ÖDP/BK/ML, Tobias Ruff. Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisierte, dass angedachte Maßnahmen wie eine «Olympia-Tram» zur Verbindung von Olympiapark und olympischem Dorf keine Berücksichtigung im erweiterten Konzept fänden.
Bleib immer bestens informiert!
Mit unserem kostenlosen 95.5 Charivari-Newsletter verpasst du keine Highlights mehr. Von Top-Konzerten über exklusive Gewinnspiele bis hin zu Einblicken in Larissa Lannert live - wir liefern dir wöchentlich alles Wichtige direkt in dein Postfach.
Mehr Beiträge und Themen
Die Europäische Union hat große Pläne, um Bahnreisen attraktiver und einfacher zu gestalten. Hier ist alles, was du über die geplante Bahn-Offensive wissen musst.
Nach 2022 und 2024 steht auch 2026 wieder ein NFL-Spiel in der Münchner Allianz Arena an. Alle wichtigen Infos gibt es hier.
Die Musik- und Tanzdemo "Krachparade" will auf die Subkultur der Stadt aufmerksam machen und fordert zudem mehr kulturelle Freiräume. Alle wichtigen Infos gibt es hier.
Eine bessere Anbindung zum Münchner Flughafen wird schon länger gefordert. Jetzt gibt es einen Lichtblick am Ende des Tunnels: Eine neue ICE-Verbindung soll mehrere Städte verbinden und Gäste schneller zum Flughafen bringen.
Schampusduschen verboten, Blasmusik schon eine Stunde früher und -mal wieder - Streit um die Zeltvergabe: Noch ist nicht mal Sommer, da zurrt München die Planung für die Wiesn im Herbst fest.
Eine bekannte Größe wird Deutschland beim diesjährigen ESC in Wien vertreten - Sarah Engels hat es mit ihrem Song "Fire" zum Contest geschafft.
Grün, rot, gelb: Im Münchner Rathaus gibt es künftig eine Ampel-Koalition – oder eine Mango?
Der Bundesrat stimmte dem vom Bundestag bereits beschlossenen Gesetzentwurf überraschend nicht zu.
Ab dem 9. Mai kannst Du spontan ein Last Minute Ticket bei der Deutschen Bahn buchen und damit neue Ecken in Deutschland erkunden.
Der Frühling ist da - und mit den kostenlosen Radl-Checks vom Mobilitätsreferat kannst Du auch dein Fahrrad frühlingsfit machen.
DESK
Der Stadtrat beschließt den nächsten Schritt Richtung Olympische und Paralympische Spiele. Sobald die Unterlagen in der Post sind, heißt es: abwarten. Nicht alle sind überzeugt, dass sich der Aufwand lohnt.
In Possenhofen am Starnberger See verhindert eine Petition gemeinsam mit einem Unternehmen den Abriss dreier Badestege – sie werden stattdessen saniert und bleiben erhalten.
Hilf Giovanni, einem 18-jährigen Münchner, der nach einem Snowboardunfall gelähmt ist. Jede Spende zählt!
Reisenden auf der Brenner-Route verleidet eine Baustelle derzeit ohnehin die Fahrt nach Italien. Am 30. Mai aber kommt es noch viel dicker. Der Grund für die stundenlange Sperre ist ungewöhnlich.
In der Stadt München soll künftig einiges teurer werden, um dem zu hohen Stadthaushalt entgegen zu wirken. Die wichtigsten Änderungen seht ihr hier.
Auf der Münchner Stammstrecke kommt es wegen Bauarbeiten zu Sperrungen und Haltausfällen im Mai. Alle Infos.
Die Verbraucherzentrale Sachsen klagt gegen den Streaminganbieter Amazon Prime Video wegen Erhöhung der Kosten und zusätzlicher Werbung.