Ab 2027 auf der Wiesn?
Giesinger Bräu plant Wiesn-Teilnahme per Bürgerentscheid
Stand 20.02.26 - 14:44 Uhr
Giesinger Bräu plant seine Bierrevolution: Brauerei-Chef Steffen Marx kündigte an, einen Bürgerentscheid anzustoßen, um sein Bier ab 2027 auf der Wiesn ausschenken zu dürfen.
©Wiki Commons/ JoergWoelk
Mit Bürgerentscheid zur Bierrevolution
Die Münchner Kultbrauerei Giesinger Bräu startet einen neuen Anlauf Richtung Oktoberfest und setzt dabei auf die Bürgerinnen und Bürger. Brauerei-Chef Steffen Marx kündigte an, einen Bürgerentscheid anzustoßen, um sein Bier ab 2027 auf der Wiesn ausschenken zu dürfen.
- Anzeige -Rund 30.000 Unterschriften nötig
Beim Auftakt seines Starkbierfests stellte Marx die entscheidende Frage öffentlich vor: Soll die Stadt München künftig auch Giesinger Bier auf dem Oktoberfest erlauben?
Damit es überhaupt zu einem Bürgerentscheid kommt, braucht das Unternehmen zunächst etwa 30.000 gültige Unterschriften. Wird diese Hürde genommen, müsste es zu einer offiziellen Abstimmung kommen. Dort wären dann rund zehn Prozent der Wahlberechtigten nötig – also etwa 100.000 Stimmen.
Seit Jahren der Traum vom Oktoberfest
Aktuell dürfen auf dem Oktoberfest nur die sechs großen Münchner Traditionsbrauereien ausschenken. Voraussetzung ist unter anderem, dass das Bier mit Münchner Wasser gebraut wird. Giesinger Bräu arbeitet seit Jahren daran, diese Kriterien zu erfüllen – unter anderem mit einem eigenen Tiefbrunnen im Stadtgebiet.
Die Brauerei feiert heuer ihr 20-jähriges Bestehen und sieht sich bereit für den nächsten Schritt. Laut Marx könnte man sogar ein Zelt mit mehreren tausend Plätzen beliefern. Denkbar wäre aber auch zunächst die Zusammenarbeit mit einem bestehenden Wiesn-Wirt.
Startschuss mit politischer Prominenz
Die Ankündigung fiel öffentlich beim Starkbieranstich im Beisein mehrerer Kommunalpolitiker. Unterstützung für die Unterschriftensammlung will sich die Brauerei in den eigenen Wirtshäusern und bei Veranstaltungen holen.
Sollte alles nach Plan laufen, könnte Giesinger Bräu bei der Wiesn 2027 erstmals dabei sein. Für Chef Steffen Marx wäre das ein ganz besonderes Jahr, nicht nur geschäftlich.
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