Gesundheit
Trend im Winter: Wie gesund ist Eisbaden wirklich?
Stand 22.01.25 - 11:28 Uhr
Kaum einer hat nicht von dem Riesentrend mitbekommen: Eisbaden - und wie gesund das sein soll. Was an dieser extremen Auskühlung des Körpers wirklich dran ist, haben wir euch hier zusammengefasst.
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Eisbad: Ist der Trend gesund oder gefährlich?
Eisbaden hat in nord- und osteuropäischen Ländern, wie Finnland oder Russland, eine lange Tradition. In der Regel ist es Teil von Saunaritualen, bei denen man nach der extremen Hitze in eiskaltes Wasser springt. In den letzten Jahren hat das Eisbaden, primär durch die sozialen Medien und den dort herrschenden Selbstoptimierungsdrang, stark an Popularität gewonnen. Wir erklären euch, was das Eisbaden genau ist und welche Auswirkungen es auf Körper und Geist hat.
- Anzeige -Was ist Eisbaden eigentlich?
Beim Eisbaden taucht man mit dem Körper für wenige Sekunden oder Minuten unter Wasser. Die Besonderheit ist hier, dass das Wasser Temperaturen von nur knapp über null Grad haben sollte. Um der Stressreaktion des Körpers entgegenzuwirken, wird empfohlen, während dessen tief ein und auszuatmen. Kältefans erhoffen sich durch diese Grenzerfahrung eine Stärkung des Immunsystems und einen gesunden Kreislauf.
Ist Eisbaden wirklich gesund?
Die Befunde der Wissenschaft konnten bislang noch nicht eindeutig bestätigen, dass das Eisbaden einen positiven Effekt auf die Gesundheit hat. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass solche Kältereize eine stärkende Wirkung auf die Gefäße haben könnte. Beim Eintauchen in das eiskalte Wasser ziehen sich die Hautgefäße zusammen, was die Blutzirkulation anregt. Das sorgt dafür, dass die Kerntemperatur im Körper zwischen 36 und 37 Grad stabil bleibt.
Außerdem gibt es Anzeichen, dass sich die erhöhte Durchblutung positiv auf das Herz-Kreislaufsystem auswirkt. Eine Studie beschreibt, dass sich das Eisbaden auch positiv auf den Insulinspiegel auswirkt und weitere Hormone beeinflussen kann. Zuletzt werden durch den extremen Kälteschock Adrenalin und Endorphine im Körper freigesetzt, was einen langfristigen Effekt auf die psychische Gesundheit haben könnte.
Was du beim Eisbaden beachten solltest
Die perfekte Vorbereitung auf die Grenzerfahrung besteht zunächst aus kalten Duschen. Hier musst du natürlich nicht direkt mit einer ganzen Dusche nur mit kaltem Wasser starten, sondern kannst mit kurzen kalten Intervallen zwischendurch anfangen. Wenn du es geschafft hast, eine ganze Dusche kalt zu durchzustehen, dann kannst du dich auch an das Abtauchen wagen.
Bevor du dich das erste Mal an das Eisbaden machst, solltest du sicher sein, dass du keine Herz-Kreislaufstörungen oder Krankheiten hast. Durch die plötzliche Kälte sinkt die Herzfrequenz, der Blutdruck steigt jedoch, was zu Herzrhythmusstörungen oder im schlimmsten Fall zu einem Herzstillstand führen kann.
Damit das Eisbaden auch einen positiven Effekt hat, solltest du mindestens 30 Sekunde im Wasser aushalten. Wie lang man höchstens im Wasser bleiben sollte, ist nicht pauschal festgelegt. Eine Faustregel, die man sich merken kann, ist: Wassertemperatur (in Grad Celsius) = Zeit (in Minuten). Wenn das Wasser also eine Temperatur von 3 Grad hat, solltest du nicht länger als 3 Minuten abtauchen. Eine Überschreitung könnte schnell zu einer Unterkühlung führen.
Ein kleiner Tipp: Du könntest während des Abtauchens eine Mütze, einen dünnen Schal oder auch Handschuhe tragen, da Kopf und Hände nicht unter Wasser sein müssen. Im besten Falle gehst du das erste Mal Eisbaden mit einer Person, die das schon ein paar mal gemacht hat oder sich generell mit dem Thema auskennt. Ohne Begleitung solltest du das auf keinen Fall machen, da du im Notfall auf dich alleine gestellt wärst!
Aktion: Larissa geht mit euch zum Eisbaden
Vor einigen Wochen waren wir mit euch zusammen beim Eisbaden – in aller Früh noch im Dunklen an der Isar. Wie das ganze ablief, siehst du in folgendem Video:
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