Münchner Netzwerk Wohnungslosenhilfe
„Oper für Obdach“ am Münchner Hauptbahnhof
Stand 09.11.18 - 10:54 Uhr
0
Das Münchner Netzwerk Wohnungslosenhilfe möchte auf die dramatische Situation vieler Wohnungsloser aufmerksam machen. Deshalb inszeniert sie am 23. November im Münchner Hauptbahnhof ein kulturelles Ereignis, das wachrütteln soll.
© Foto: DB AG / Africa Studio
Aktion gegen Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit in München
Am 23. November 2018 veranstaltet das Münchner Netzwerk Wohnungslosenhilfe im Zwischengeschoss des Münchner Hauptbahnhofes die Oper für Obdach. Der bekannte Bariton Christoph von Weitzel interpretiert Franz Schuberts die „Winterreise“.
Am 23. November 2018
jeweils um 13 Uhr, 14 Uhr, 15 Uhr und 16 Uhr
Im Zwischengeschoss des Münchner Hauptbahnhofes beim Abgang zur S-Bahn.
Der Eintritt ist frei.
Bereits 2006 hatte Christoph von Weitzel in Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. die Idee Franz Schuberts „Winterreise“ in Form einer „Oper für Obdach“ zu interpretieren. Seither gastiert er mit der Oper in verschieden deutschen Städten, um auf die Situation der wohnungs- und obdachlosen Menschen aufmerksam machen.
Die Oper schildert, wie Menschen ohne eigenes Verschulden wohnungslos werden und was mit ihnen geschieht, wenn sie von anderen ausgegrenzt und ohne Schutz und Hilfe ihrer Not überlassen werden.
Unterstützt wird die Veranstaltung von der Deutschen Bahn Stiftung und Musik ins Leben e.V. Die Oper für Obdach findet ganz bewusst im öffentlichen Raum statt, um eine breite Öffentlichkeit für das Thema „Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit in München“ zu sensibilisieren.
In den Pausen zwischen den einzelnen Oper-Aufführungen werden sich zwei Erzählerinnen, die Schauspielerin Tinka Kleffner und die Geschichtenerzählerin Silvia Angel, in die Perspektive von Betroffenen begeben und authentisch schildern, wie Wohnungslosigkeit entsteht und Betroffene ihre Situation erleben.
Der Bariton – Christoph Weitzel
Christoph von Weitzel (Bariton) studierte Gesang bei Barry Mora an der Oper Frankfurt, Prof. John Lester in den USA und Walter Berry. Seine beruflichen Stationen führen ihn durch ganz Deutschland, das europäischen Ausland, Neuseeland und Südafrika.
Sein Repertoire erstreckt sich über vier Jahrhunderte von Oper und Konzert. Besonders jedoch ist er dem Lied verbunden, für das er immer wieder spannende neue Formate entwickelt. Bekannt wurde er über die Welt der Musik hinaus mit seiner szenischen Version der Schubert´schen Winterreise, die er u.a. in seinem Projekt „Oper für Obdach“ zum Wohle der Obdachlosen deutschlandweit zeigt.
Für Christoph von Weitzel ist gesellschaftliches Engagement ein dringendes Anliegen und er möchte mit seiner Kunst direkten Einfluss auf die Gesellschaft nehmen und die Umstände für Notleidende verbessern.
Münchner Netzwerk Wohnungslosenhilfe
Das Münchner Netzwerk Wohnungslosenhilfe ist ein Zusammenschluss von sozialen Trägern, die in München verschiedene Angebote für wohnungslose Menschen zur Verfügung stellen. Ziel ist, Ressourcen zu bündeln und den Anliegen wohnungsloser Frauen, Männern und Familien in der Öffentlichkeit mehr Gehör zu verschaffen. Die Schirmherrschaft hat Petra Reiter, Ehefrau des Münchner Oberbürgermeisters, übernommen.
Zum Netzwerk gehören die Arbeiterwohlfahrt München, das Evangelische Hilfswerk München, der Internationale Bund e.V., der Katholische Männerfürsorgeverein München e. V., der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. München und die Wohnhilfe e.V. Mehr Infos hier.
Mehr Beiträge und Themen
Der Münchner Wohnungsmarkt ist für viele der Endgegner. Grund genug, endlich groß darauf aufmerksam zu machen, dachte sich unser Moderator Thommy Berglmeir.
Wende im Münchner Univiertel: Kioskbetreiber ziehen ihre Klagen zurück. Ab dem 4. September 2026 gilt ab 22 Uhr wieder ein striktes Bierverkaufsverbot.
Dekolleté-Eklat auf dem Oktoberfest: Auf Druck der Stadt München mussten die traditionellen Pappmaché-Figuren am Teufelsrad züchtig übermalt werden - aus Sorge vor einem Wiesn-Verbot
Waymo plant fahrerlose Taxis in München: Erste Testfahrten starten bald, der öffentliche Robotaxi-Dienst soll Ende 2027 folgen.
Freibier in der Bräurosl: Das Festzelt sorgt auf der Wiesn 2026 für das gewisse Extra.
Mondfinsternis über Bayern: Warum sich frühes Aufstehen diesmal lohnt
Im Tierpark Hellabrunn leben jetzt Kirk-Dikdiks. Die Mini-Antilopen sind am Isar-Eingang zu sehen.
Italien plant 75 Euro Strafe für Fußgänger mit Smartphone auf der Straße. Noch ist die Regel nicht beschlossen.
Trinkgeld per Karte sorgt für Kritik: Viele Gäste fühlen sich durch Bezahlterminals unter Druck gesetzt.
Die Wiesn 2026 in München ist einen Monat vor dem Start gut vorbereitet. SWM und MVG sichern Strom, Trinkwasser und die Anreise zur Theresienwiese.
DESK
Heute wird es in Bayern laut: Anlass ist der bundesweite Warntag.
Pendlerinnen und Pendler in München müssen sich in der zweiten Septemberwoche auf deutliche Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr einstellen
Im Landkreis Augsburg startet ein Test: Essen und Medikamente kommen bald per Drohne.
Ein Mittelamerikanischer Tapir ist neu in Hellabrunn. Der seltene Bewohner lebt jetzt im Nashornhaus und wird dort aktuell an seine neue Umgebung gewöhnt.
Explosion in Augsburg: Zwei Verletzte, Bahnhof zeitweise gesperrt, Züge fahren inzwischen wieder.
Trotz Insolvenz gibt es für 1860-Fans Hoffnung: Der Spielbetrieb läuft weiter - und auch das Löwen-Wappen ist zurück.
Neue Regeln im September 2026: Das ändert sich bei Steuer, Bahn, Warntag und Einkaufen.








