Erstaunliche Tonaufnahmen
«Perseverance»: Erste Töne und spektakuläre Videos vom Mars – hier anschauen
Stand 23.02.21 - 17:24 Uhr
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Wie hört sich der Mars an? Die Antwort geben die ersten Audioaufnahmen von der Oberfläche des Roten Planeten, eingefangen vom Rover «Perseverance». Das Video dazu ist nicht minder atemberaubend - selbst die Nasa-Profis sind baff.
Der US-Rover «Perseverance» hat erste Videos von seiner Landung und Audio-Aufnahmen vom Mars zur Erde geschickt. Foto: –/Nasa/PA Media/dpa
So klingt der Mars
Washington (dpa) – Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat spektakuläre Videobilder der Landung des Rovers «Perseverance» auf dem Mars sowie erste Tonaufnahmen von der Oberfläche des Roten Planeten veröffentlicht.
- Anzeige -Solche Aufnahmen habe es noch nie zuvor gegeben, teilte die Nasa am Montag (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz mit. «Diese Videos sind unglaublich», sagte Nasa-Manager Mike Watkins. «Wir alle haben sie über das Wochenende viele, viele Male angeschaut.»
Spektakuläres Video vom Mars
Die bereits millionenfach angeklickten Videos zeigen die letzten rund elf Kilometer der Strecke von «Perseverance» (auf Deutsch etwa: Durchhaltevermögen). Darauf ist beispielsweise zu sehen, wie der Fallschirm aufgeht. Auch die Oberfläche, auf der der Rover landet, ist sichtbar.
[MD_Portal_Script ScriptID="10036905" location="leftALone"]Die Mikrofone an Bord des Rovers hätten keine verwertbaren Daten von der Landung gesendet – aber später die ersten jemals empfangenen Tonaufnahmen von der Oberfläche des Mars geschickt, hieß es. Auf ihnen ist unter anderem etwas zu hören, was wie eine Windböe klingt. Auch neue Fotos wurden veröffentlicht.
- Anzeige -Wie hört sich der Mars an? Hier anhören
«Jetzt, wo ihr den Mars gesehen habt, hört ihn. Schnappt euch ein paar Kopfhörer und hört euch die ersten Geräusche an, die von einem meiner Mikrofone eingefangen wurden», heißt es auf dem Twitter-Konto des liebevoll «Percy» genannten Rovers.
[MD_Portal_Script ScriptID="10036904" location="leftALone"]«Wir haben jetzt endlich einen Blick aus der ersten Reihe auf das, was wir bei der Mars-Landung die "sieben Minuten des Terrors" nennen», schwärmte Watkins. Gemeint ist die Zeit, in der das Raumfahrzeug scharf abbremsen muss, um den Rover unter anderem mit einem Fallschirm sicher auf dem Nachbarplaneten der Erde absetzen zu können.
Helikopter auf dem Mars
Zuvor hatte bereits der kleine Hubschrauber «Ingenuity», der sich an Bord des Rovers befindet, seinen ersten Statusreport an das Kontrollzentrum im kalifornischen Pasadena gefunkt – und er scheint den Nasa-Experten zufolge «bestens zu funktionieren».
Noch ist «Ingenuity» (auf Deutsch: Einfallsreichtum) an der Unterseite von «Perseverance» befestigt, wo er derzeit aufgeladen wird. Aber in 30 bis 60 Tagen soll der Helikopter den Mars aus der Vogelperspektive erkunden. Es wäre der erste Flug eines Luftfahrzeugs über einen anderen Planeten.
- Anzeige -Nach 203 Tagen und 472 Millionen Km auf dem Mars
Der Rover «Perseverance», rund 1000 Kilogramm schwer und so groß wie ein Kleinwagen, hatte am Donnerstag – nach 203 Flugtagen und 472 Millionen zurückgelegten Kilometern – mit einem riskanten Manöver in einem ausgetrockneten See namens «Jezero Crater» aufgesetzt. Diesen See mit einem Durchmesser von etwa 45 Kilometern soll «Perseverance» in den kommenden zwei Jahren untersuchen.
Entwicklung und Bau des rund 2,5 Milliarden Dollar (etwa 2,2 Milliarden Euro) teuren Rovers hatten acht Jahre gedauert. Er soll auf dem Mars nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens fahnden sowie das Klima und die Geologie des Planeten erforschen.
«Perseverance» ist bereits der fünfte Rover, den die Nasa zum Mars gebracht hat – zuletzt war 2012 «Curiosity» dort angekommen. Insgesamt war bislang allerdings nicht einmal die Hälfte aller weltweit gestarteten Mars-Missionen erfolgreich.
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