Abschaffung des MHD
Wie viel bringt das Mindesthaltbarkeitsdatum?
Stand 07.02.23 - 11:54 Uhr
Jährlich werden in deutschen Haushalten 6,5 Mio. Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Was das MHD damit zu tun hat, erfährst du hier.
©shutterstock
Lebensmittelverschwendung reduzieren
Knapp ein Drittel aller Lebensmittel werden in Deutschland weggeworfen. Schuld daran ist unter anderem das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD), denn es sorgt bei vielen Verbrauchern zu Verwirrung.
Teilweise werden deshalb sogar noch ungeöffnete Lebensmittel weggeworfen, weil sie eben „offiziell“ abgelaufen sind, obwohl sie weder schlecht noch verdorben sind. Es wird also nicht nur eine Änderung oder sogar eine Abschaffung gefordert, sondern eben auch mehr Aufklärung für die Verbraucher und Verbraucherinnen.
- Anzeige -Was ist das Mindesthaltbarkeitsdatum?
Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt den Zeitpunkt an, bis zu dem das ungeöffnete Lebensmittel sich in Geschmack, Geruch, Farbe und Konsistenz nicht verändert. Das garantiert der Hersteller.
Wichtig: Wenn das MHD überschritten ist, sind die meisten Produkte trotzdem noch problemlos genießbar. Teilweise sogar noch Monate oder Jahre.
- Anzeige -Welche Probleme bringt das MHD mit sich?
Es werden teilweise einwandfreie Lebensmittel weggeworfen. Auch Supermärkte werfen viel verpacktes Essen weg, da sie nach Ablauf des MHD für das Produkt haften müssen.
In den meisten Fällen wird das MHD von den Herstellern selbst festgelegt. Um Produkte als sehr frisch zu vermarkten, wird in einigen Fällen nur eine kurze Haltbarkeit festgelegt. All diese Probleme führen zu einer extremen Lebensmittelverschwendung.
- Anzeige -Lösungsvorschläge der Politik
Peter Hauk (CDU, Landwirtschaftsminister Baden-Württemberg) schlägt vor, das MHD durch das Produktionsdatum zu ersetzen. Außerdem sollen die Verbraucher und Verbraucherinnen besser aufgeklärt werden.
Katrin Eder (Grüne, Umweltministerin Rheinland-Pfalz) könnte sich vorstellen, das MHD bei besonders lang haltbaren Produkten wie bei Konserven, Nudeln oder Reis einfach wegzulassen.
Die Deutsche Umwelthilfe fordert einheitliche Standards und eben keine Selbstbestimmung durch die Hersteller. So sollen die gegebenen Daten besser zu vergleichen sein.
- Anzeige -Kritik zur Abschaffung
Nicht alle scheinen begeistert von der Abschaffung des MHD zu sein, so auch der Deutsche Lebensmittelverband. Eine alternative Angabe auf Lebensmittelverpackungen könnte Verbraucher und Verbraucherinnen wohl eher noch mehr verwirren.
Bleib immer bestens informiert!
Mit unserem kostenlosen 95.5 Charivari-Newsletter verpasst du keine Highlights mehr. Von Top-Konzerten über exklusive Gewinnspiele bis hin zu Einblicken in Larissa Lannert live - wir liefern dir wöchentlich alles Wichtige direkt in dein Postfach.
Mehr Beiträge und Themen
Dekolleté-Eklat auf dem Oktoberfest: Auf Druck der Stadt München mussten die traditionellen Pappmaché-Figuren am Teufelsrad züchtig übermalt werden - aus Sorge vor einem Wiesn-Verbot
Waymo plant fahrerlose Taxis in München: Erste Testfahrten starten bald, der öffentliche Robotaxi-Dienst soll Ende 2027 folgen.
Freibier in der Bräurosl: Das Festzelt sorgt auf der Wiesn 2026 für das gewisse Extra.
Mondfinsternis über Bayern: Warum sich frühes Aufstehen diesmal lohnt
Im Tierpark Hellabrunn leben jetzt Kirk-Dikdiks. Die Mini-Antilopen sind am Isar-Eingang zu sehen.
Italien plant 75 Euro Strafe für Fußgänger mit Smartphone auf der Straße. Noch ist die Regel nicht beschlossen.
Trinkgeld per Karte sorgt für Kritik: Viele Gäste fühlen sich durch Bezahlterminals unter Druck gesetzt.
Die Wiesn 2026 in München ist einen Monat vor dem Start gut vorbereitet. SWM und MVG sichern Strom, Trinkwasser und die Anreise zur Theresienwiese.
Neue Regeln in Laim: Welche S-Bahnen halten, wo ihr umsteigen müsst und was beim Ticket gilt.
München bewirbt sich um das Champions-League-Finale 2028 in der Allianz Arena. Die UEFA entscheidet im September.
DESK
Im Landkreis Augsburg startet ein Test: Essen und Medikamente kommen bald per Drohne.
Ein Mittelamerikanischer Tapir ist neu in Hellabrunn. Der seltene Bewohner lebt jetzt im Nashornhaus und wird dort aktuell an seine neue Umgebung gewöhnt.
Explosion in Augsburg: Zwei Verletzte, Bahnhof zeitweise gesperrt, Züge fahren inzwischen wieder.
Trotz Insolvenz gibt es für 1860-Fans Hoffnung: Der Spielbetrieb läuft weiter - und auch das Löwen-Wappen ist zurück.
Neue Regeln im September 2026: Das ändert sich bei Steuer, Bahn, Warntag und Einkaufen.
Der Münchner Wohnungsmarkt ist für viele der Endgegner. Grund genug, endlich groß darauf aufmerksam zu machen, dachte sich unser Moderator Thommy Berglmeir.
Wende im Münchner Univiertel: Kioskbetreiber ziehen ihre Klagen zurück. Ab dem 4. September 2026 gilt ab 22 Uhr wieder ein striktes Bierverkaufsverbot.









