Nationalmannschaft
Kimmich neuer Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft
Stand 03.09.24 - 09:53 Uhr
Das neue Fernziel der Nationalmannschaft ist die WM 2026. Das sportliche Nahziel heißt Nations League. Der Bundestrainer verteilt nach der EM Rollen neu und muss gute Lösungen finden.
Kimmich führt künftig die DFB-Elf als Kapitän an. Foto: Tom Weller/dpa
Nagelsmanns Upgrade für Kapitän Kimmich und ter Stegen
Nagelsmanns Ehrgeiz ist nach dem Sommerurlaub ungebrochen – und die erste Botschaft des Cheftrainers bei der Zusammenkunft des 23-köpfigen Kaders in Herzogenaurach lautete: «Spiele sind dafür da, sie zu gewinnen!»
Bayern-Profi Kimmich (29) ist neuer DFB-Kapitän. Seine Stellvertreter sind Abwehrchef Antonio Rüdiger (31) und Angreifer Kai Havertz (25). In den Mannschaftsrat wurden vom Bundestrainer Jonathan Tah, Niclas Füllkrug, Pascal Groß und ter Stegen berufen.
Team-Hierarchie neu geregelt
Damit ist die neue Hierarchie festgelegt. «Josh ist ein Vorbild für die gesamte Gruppe, wie er den Job als Profi ausfüllt», begründete Nagelsmann. Er schätzt den Münchner auch menschlich sehr: «Bei Josh kriegt man in Gesprächen nicht immer ein Ja und Amen.»
Mit 91 Länderspielen ist Kimmich zudem der Erfahrenste im DFB-Aufgebot. Die Beförderung konnte den ehrgeizigen Bayern-Profi kaum überraschen. Am Sonntagabend hatte er schon in München gesagt: «Es war so, dass ich bei der EM zweiter Kapitän war. Ilkay hat jetzt aufgehört…» Nagelsmann verkündete zugleich, dass Kimmich im DFB-Team weiter rechts spielen wird: «Josh hat eine Benchmark gesetzt als rechter Verteidiger bei der EM.»
Neuer weg – und ter Stegen nun «klare Nummer eins»
Barcelonas Torwart ter Stegen darf sich im Alter von 32 Jahren und vielen, vielen Jahren im Turnierschatten von Bayern-Schlussmann Neuer endlich über den Status als «klare Nummer eins» freuen, wie Nagelsmann sagte. Der frühere Gladbacher habe diese Position «verdient». Der Stuttgarter Alexander Nübel muss sich erst mal dem Kampf um die Nummer zwei stellen.
59 Tage nach dem bitteren Viertelfinal-Aus gegen den späteren Europameister Spanien bezog der DFB-Tross wieder den Home Ground von Adidas in Franken. Nagelsmann sprach von «gemischten Gefühlen» und auch «Wehmut» beim Blick zurück auf das Heimturnier und das zu frühe Aus. Ab sofort werde aber konsequent nach vorne geschaut.
Nations League soll positiven Effekt haben
Nations League lautet bis zum Jahresende die erste neue sportliche Herausforderung. Am Samstag (20.45 Uhr/ZDF) geht es in Düsseldorf los gegen den EM-Gruppengegner Ungarn. Drei Tage später kommt es zum Topspiel gegen den Erzrivalen Holland in Amsterdam. Bosnien-Herzegowina ist weiterer Gegner in Gruppe 3 der A-Liga.
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