Nach Explosion im Hafen
Deutsche Bundeswehr startet Hilfseinsatz für Beirut
Stand 06.08.20 - 10:31 Uhr
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Nach der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut sendet auch Deutschland Hilfe in die libanesische Hauptstadt. Die Bundeswehr soll vor Ort helfen. Wie die Hilfe konkret erfolgen soll, hier im Überblick.
Die libanesische Flagge vor der Fassade eines zerstörten Bürogebäudes in Beirut. Foto: Marwan Naamani/dpa
So sieht die deutsche Hilfe für den Libanon aus
Berlin (dpa / 95.5 Charivari) – Die Bundeswehr hat nach der verheerenden Explosion in Beirut einen größer angelegten Hilfseinsatz für die libanesische Hauptstadt begonnen. Die heftige Detonation am Dienstag zerstörte große Teile des Hafens, der für die Versorgung des Landes zentral ist, aber auch für den Transport von Hilfsgütern nach Syrien.
- Anzeige -Die deutsche Luftwaffe soll zeitnah ein medizinisches Erkundungsteam der Streitkräfte nach Beirut fliegen, wie das Verteidigungsministerium in Berlin mitteilte. "Nach etwa sechs Stunden wird sie in Beirut eintreffen, um mit der Besatzung, inklusive einem Schiffsarzt, vor Ort zu unterstützen", teilte das Ministerium mit.
Die in Köln/Wahn stationierte "fliegende Intensivstation" der Bundeswehr – ein Airbus A310 "MedEvac" für den Transport Schwerverletzter – wurde in erhöhte Einsatzbereitschaft versetzt. Darüber hinaus wurde ein schnell verlegbares Luftrettungszentrum des Sanitätsdienstes der Bundeswehr alarmiert. Geprüft wird, ob es im Libanon aufgebaut werden kann.
Ursachenforschung zur Explosion läuft weiter
Nach Angaben der libanesischen Regierung wurden bei der Explosion mehr als 130 Menschen getötet, etwa 5000 wurden verletzt. Geschätzt wird, dass bis zu 250.000 Einwohner ihre Wohnungen verloren haben.
Die genaue Ursache der Detonation ist noch unklar. Sie steht nach unterschiedlichen Berichten in Verbindung mit großen Mengen Ammoniumnitrat, die jahrelang im Hafen ohne Sicherheitsvorkehrungen gelagert worden sein sollen. Eine Untersuchungskommission soll bis zur kommenden Woche einen ersten Bericht vorlegen.
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