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Coronavirus in Deutschland

Wegen Corona: Die Krankenkassen-BeitrÀge werden steigen

Aktualisiert 16.09.2020 - 14:03 Uhr

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FĂŒr die Krankenversicherungen ist die Pandemie eine Sonderlage - auch finanziell. Jetzt hat die Bundesregierung geklĂ€rt, wie Mehrausgaben gestemmt werden sollen - auch die Beitragszahler sollen ins Boot.

Wegen Corona: Die Krankenkassen-BeitrÀge werden steigen

Wegen der Pandemie sollen die Krankenkassen-ZusatzbeitrÀge steigen. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/ZB

Ab 2021 werden die Krankenkassen-ZusatzbeitrÀge teurer

Berlin (dpa) – Wegen eines Milliardenlochs bei den gesetzlichen Krankenkassen in der Corona-Krise mĂŒssen sich die Mitglieder im neuen Jahr auf etwas höhere BeitrĂ€ge gefasst machen.

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Wie teuer wird die Krankenversicherung 2021?

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag fĂŒr 2021 soll um 1,3 Prozent steigen, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) vereinbarten. Der Gesamtbeitrag umfasst daneben den allgemeinen Satz von 14,6 Prozent – im Schnitt wĂŒrde er also von derzeit 15,7 Prozent auf 15,9 Prozent 2021 steigen.

Die konkrete Höhe des Zusatzbeitrags legen die Kassen dann aber jeweils selbst fĂŒr ihre Mitglieder fest. 

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Corona lÀsst die BeitrÀge steigen

Über höhere ZusatzbeitrĂ€ge sollen drei Milliarden Euro hereinkommen. Um den gesamten Zusatzbedarf von 16 Milliarden Euro fĂŒr 2021 zu decken. Außerdem sollen weitere acht Milliarden Euro aus Reserven der Kassen aufgebracht werden. Dazu kommt ein extra Bundeszuschuss von fĂŒnf Milliarden Euro auf insgesamt 19,5 Milliarden Euro.

SozialbeitrÀge sollen stabil bleiben

Die Bundesregierung hatte betont, die SozialbeitrÀge gerade in der jetzigen Wirtschaftskrise unter 40 Prozent halten zu wollen. Der Gesamtsozialversicherungsbeitrag soll im Jahr 2021 mit 39,95 Prozent unterhalb der 40-Prozent-Marke bleiben.

Derzeit sind es 39,75 Prozent: 18,6 Prozent des Bruttolohns fĂŒr die Rente, 2,4 Prozent fĂŒr die Arbeitslosenversicherung, 15,7 Prozent fĂŒr die Krankenversicherung, 3,05 Prozent fĂŒr die Pflege. 

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Corona-Kosten fĂŒr die Krankenkassen nur geschĂ€tzt

Den zusĂ€tzlichen Bedarf von 16,6 Milliarden Euro fĂŒr 2021 hatten Spahn und die Kassen Anfang September abgeschĂ€tzt. Hintergrund ist, dass die Corona-Krise zum einen Mehrausgaben bringt. Zum anderen sanken aber Ausgaben fĂŒr Behandlungen in Praxen und KrankenhĂ€usern, viele Operationen wurden abgesagt.

Unter dem Strich verbuchten die Kassen im ersten Halbjahr 2020 ein Plus von 1,3 Milliarden Euro. Die Entwicklung ist aber mit Blick auf Corona-Krise und Arbeitsmarkt ungewiss, Ausgaben fĂŒr Behandlungen könnten nachgeholt werden. FĂŒr dieses Jahr gibt der Bund schon 3,5 Milliarden Euro zusĂ€tzlich.

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