Coronavirus in NRW
Veranstalter: Düsseldorfer Großkonzert wird in Spätherbst verschoben
Stand 26.08.20 - 14:43 Uhr
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Das geplante Großkonzert mit bis zu 13 000 Gästen im Düsseldorfer Fußballstadion wird am 4. September nicht stattfinden. Noch vor einer offiziellen Entscheidung durch die Landesregierung zogen die Veranstalter jetzt die Reißleine.
© Foto: shutterstock
Veranstalter sagt Düsseldorfer Großkonzert ab
Düsseldorf (dpa) – Das ursprünglich für den 4. September geplante Großkonzert in Düsseldorf mit bis zu 13 000 Zuschauern soll in den Spätherbst verschoben werden. Das teilte der Veranstalter am Mittwoch mit.
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«Trotz eines überzeugenden Hygiene- und Schutzkonzepts sahen sich die Organisatoren angesichts steigender Infektionszahlen und im Raum stehenden, nachträglichen Kapazitätsbeschränkungen, die eine allgemeine Verunsicherung zur Folge hatten, zu diesem Schritt veranlasst», hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung. Den mehr als 7000 Besuchern, die bereits Tickets erworben hätten, werde nun das Eintrittsgeld einschließlich Vorverkaufsgebühren zurückerstattet.
- Anzeige -Bedenken wegen aktueller Corona-Lage
Vor gut zwei Wochen hatten Land, Stadt sowie Veranstalter Marek Lieberberg in einer gemeinsamen Erklärung noch mitgeteilt, dass man das Konzert im Fußballstadion «Merkur Spiel-Arena» vom aktuellen Infektionsgeschehen abhängig mache – und spätestens am 31. August entscheide, ob es stattfindet. «Ein Abrücken hiervon war durch Bedenken der Landesregierung deutlich geworden», teilte Lieberbergs Firma Livenation jedoch am Mittwoch mit: «Die gegensätzlichen Positionen ließen sich nicht überbrücken.»
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Lieberberg ergänzte: «Wir sind nach wie vor der Auffassung, dass unser Maßnahmen-Katalog Fans, Künstlern und Mitarbeitern umfassenden Schutz bietet.» Die aktuelle Atmosphäre verhindere aber einen Konsens. Deshalb wolle man das Projekt nun «zu einem späteren Zeitpunkt realisieren». Einen konkreten Zeitpunkt im Spätherbst nannten die Veranstalter nicht.
Lieberberg zeigte sich dankbar gegenüber der Stadt Düsseldorf und ihrer Event-Tochterfirma D.Live, «die der Live-Musik eine faire Chance gewährt und die Veranstaltung aufgrund plausibler Fakten genehmigt hatten», so Livenation. Ganz besonders würdigte Lieberberg die Bereitschaft von Bryan Adams, Sarah Connor, Rea Garvey, The BossHoss, Joris und Michael Mittermeier, die in Düsseldorf auftreten wollten.
- Anzeige -Es wäre das erste Konzert in dieser Größenordnung seit Corona gewesen
Das Konzert unter dem Motto «Give Live a Chance» war am 7. August angekündigt worden. Die Stadt Düsseldorf hatte es zu diesem Zeitpunkt bereits genehmigt. Die Landesregierung hatte offiziell erst an diesem Tag von dem Vorhaben erfahren.
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte sofort Zweifel an der rechtlichen Grundlage des Konzerts geäußert. In den vergangenen Tagen hatte Laumann mehrmals geäußert, dass man kein Fußballspiel mit tausenden Zuschauern verbieten, ein Konzert dieser Größenordnung aber erlauben könne.
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