Coronavirus in Deutschland
Bundesländer wollen Großveranstaltungen wieder erlauben
Stand 07.07.21 - 10:41 Uhr
0
Wieder Tausende Zuschauer bei Sportveranstaltungen? Die Staatskanzleien der Bundesländer sind sich einig: Das soll wieder möglich sein. Und auch die Kultur darf hoffen.
Bereits am letzten Bundesliga-Spieltag im Mai durften wieder Tausende Fußballfans in die Alte Försterei von Union Berlin. Foto: Michael Sohn/POOL AP/dpa
Abweichende Regeln für Fußballspiele in München
Berlin (dpa) – Rechtzeitig zum Start der nächsten Bundesliga-Saison wollen die Länder große Sportveranstaltungen mit bis zu 25.000 Zuschauern wieder zulassen. Bei bestimmten Veranstaltungen sollen sogar mehr Teilnehmer erlaubt sein.
- Anzeige -Bayern will die Obergrenze allerdings bei 20.000 Zuschauern ziehen. Darauf verständigten sich die Chefs der Staats- und Senatskanzleien am Dienstag, wie Berlin als derzeitiges Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz mitteilte. Derweil breitet sich die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus immer stärker aus in Deutschland.
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) verwies auf Erfolge bei der Pandemie-Bekämpfung mit niedrigen Infektionszahlen und immer mehr Impfungen. «Dadurch gewinnen wir Spielräume, wieder Zuschauerinnen und Zuschauer bei großen Sportveranstaltungen, bei anderen Großveranstaltungen und vor allem bei großen und uns wichtigen kulturellen Events zuzulassen.»
- Anzeige -Müller setzt auf Vorsicht
Gerade mit Blick auf die Gefahren neuer Virusvarianten mahnte Müller aber weiter zur Vorsicht. «Ich appelliere an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Veranstaltungen und nach wie vor auch an alle Bürgerinnen und Bürger, Regeln und Vorgaben weiterhin zu respektieren und zu beachten. Wir dürfen und wollen keine vierte Welle der Pandemie riskieren.»
Die Neuregelung muss noch in jeweiliges Landesrecht übertragen werden. Das Eröffnungsspiel der neuen Bundesliga-Saison ist für den 13. August geplant, wenn Borussia Mönchengladbach in Gladbach gegen Bayern München antritt. Im Papier selbst wird als Ziel eine abgestimmte Regelung «rechtzeitig zum Start der jeweiligen deutschen Profiligen bzw. Pokalwettbewerbe» genannt.
Für «große Sportveranstaltungen mit länderübergreifendem Charakter» gilt laut Beschluss: Bei mehr als 5000 Zuschauern darf maximal die Hälfte der am Veranstaltungsort möglichen Zuschauer zugelassen sein, aber normalerweise nicht mehr als insgesamt 25.000 Menschen. Bayern will nur eine Auslastung von maximal 35 Prozent der Höchstkapazität bei einer Obergrenze von 20.000 Zuschauern zulassen. Für bestimmte Großveranstaltungen (zum Beispiel sogenannte Traditionsveranstaltungen) können die Länder unter Umständen auch mehr Zuschauer zulassen.
- Anzeige -Auch die Inzidenz spielt noch eine Rolle
Länderübergreifende Sportveranstaltungen mit mehr als 5000 Zuschauern sollen nicht genehmigt werden, wenn sich am Austragungsort binnen sieben Tagen mehr als 35 von 100.000 Einwohnern mit dem Coronavirus infiziert haben (7-Tages-Inzidenz) und wenn das Infektionsgeschehen «nicht klar eingrenzbar» ist. Zutritt sollen Getestete, Geimpfte und Genesene haben.
Zusätzlich sollen personalisierte Tickets die Nachverfolgung von Infektionsketten ermöglichen, bei Einlass und Platzverteilung soll auf Abstand geachtet werden. Ausschank und Konsum von Alkohol sollen begrenzt werden. Mindestens abseits des eigenen Platzes sollen Zuschauer eine Maske tragen.
Zuspruch kam vom SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach. «Ich halte das im Großen und Ganzen für vernünftig», sagte er den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). «Ich glaube, dass das so funktionieren wird.»
- Anzeige -Ganz einheitlich wird es nicht
Für Kulturverstaltungen «mit mehr als 5000 zeitgleich Anwesenden» sollen auf Grundlage der jeweiligen Landesregelungen Vorgaben für Schutz- und Hygienekonzepte, Kontaktnachverfolgung, Einlassmanagement, Testerfordernisse und Abstands- und Maskenregelungen getroffen werden. Eine Zuschauer-Obergrenze wird an dieser Stelle nicht genannt.
Die Neuregelung ist zunächst für den Zeitraum bis zum 11. September vorgesehen – so lange ist derzeit auch die so genannte epidemische Lage von nationaler Tragweite befristet, die dem Bund in der Pandemie weiterreichende Kompetenzen verschafft.
Einzelne Länder wollen im Detail von der Grundsatz-Vereinbarung abweichen. So trägt Baden-Württemberg nach Angaben der dortigen Staatskanzlei das Verbot von großen Sportveranstaltungen mit länderübergreifendem Charakter ab einer Inzidenz von mehr als 35 bei «nicht klar eingrenzbarem» Infektionsgeschehen zwar mit.
Zugleich macht das Land aber deutlich, dass selbst bei eingrenzbarem Infektionsgeschehen ab einer Inzidenz von mehr als 50 dort keine Sport-Großveranstaltungen stattfinden sollen.
Bayern und Baden-Württemberg sehen ein komplettes Alkoholverbot vor. Mecklenburg-Vorpommern kündigte an, auf Ausnahmen von der Obergrenze von 25.000 Zuschauern zu verzichten. Schleswig-Holstein merkte an, für künftige Beschlüsse müsse neben dem Inzidenzwert vor allem die Belastung des Gesundheitswesens Maßstab sein.
Bleib immer bestens informiert!
Mit unserem kostenlosen 95.5 Charivari-Newsletter verpasst du keine Highlights mehr. Von Top-Konzerten über exklusive Gewinnspiele bis hin zu Einblicken in Larissa Lannert live - wir liefern dir wöchentlich alles Wichtige direkt in dein Postfach.
Mehr Beiträge und Themen
Am Samstag, den 11. Juli haben der Verein „Kids in emotion e.V.“ und das Möbelhaus Höffner eine gemeinsame Mission: körperlich oder gesellschaftlich benachteiligten Kindern und Jugendlichen einen unvergesslichen Tag zu bereiten. Mit einem großen Motorrad-Convoy und noch mehr....
Es soll sich um eine Amoktat handeln: In Schongau in Oberbayern hat ein Mann mehrere Menschen an einem Gymnasium teils schwer verletzt. Das ist bisher bekannt.
Auf dem Oktoberfest wird es dieses Jahr ein neues, kleines Zelt geben: Die Münchner Stubn ist Geschichte, dafür kommt "Bartls Flößerstadl".
Fernpass am 1. August gesperrt: Reisende nach Tirol und Italien müssen mit langen Staus rechnen.
Egal ob Anfänger oder Profi: Der Kocherlball findet bald wieder statt. Hier erfährst du mehr zum Traditionstanz in München.
Sonnenstraße gesperrt: Bis 31. Juli fahren keine Trams zwischen Sendlinger Tor und Stachus. Ersatzbusse helfen.
Julian Nagelsmann tritt offiziell als Bundestrainer nach der WM-Blamage zurück. das hat er im Statement gesagt
Meldet euch jetzt an bei Münchens verrücktestem Musikquiz - und spielt mit etwas Glück mit um Konzerttickets für Helene Fischer oder Dieter Bohlen
Rund um den Tegernsee starten die traditionellen Waldfeste. Den ganzen Sommer über kannst du bayerischen Schmankerln, Tänzen und Musik frönen.
Wie viel teurer Sprit wird, welche neuen Bußgelder beschlossen wurden und alle weiteren Änderungen ab Juli erfahrt ihr hier.
DESK
Für das Jahr 2027 hat Wincent Weiss eine große Hallentournee angekündigt und wir haben bereits Tickets für euch...
Für Münchner gibt es noch Chancen auf reservierte Tische in großen Festzelten.
Der Tierpark Hellabrunn feiert 115 Jahre mit Entenrennen, Familienprogramm und Hilfe für bedrohte Vogelarten.
Die Stadt reagiert auf die anhaltende Trockenheit und den hohen Wasserverbrauch - mit einer Allgemeinverfügung. Gießen, Pool-Befüllen, Autowaschen – diese Regeln und Verbote gelten aktuell!
Sommer, Sand und Seeblick: Die besten Strandbars im Münchner Umland
Schwarze Folie am Paulaner-Turm sorgt kurz vor der Wiesn 2026 in München für viele Fragen.
Vier Tage nach dem dramatischen Zwischenfall an Bord eines Ryanair-Fluges von Thessaloniki nach Memmingen schildert die Ehefrau eines schwer verletzten Passagiers den Vorfall erstmals aus ihrer Sicht.








