Trainingslager
Zwei Münchner Fußballvereine abgezockt: Das steckt dahinter
Stand 25.03.25 - 10:34 Uhr
Ein Anbieter für Trainingslager soll mehrere Fußballvereine abgezockt haben - darunter auch zwei Teams in München. Sie wurden um mehrere tausend Euro gebracht.
© Shutterstock
Betrügermasche des Trainingslager-Anbieters Matchday
Zwei Münchner Fußballvereine wollten ihren Spielern ein Trainingslager in der Türkei ermöglichen – jetzt bekommen sie ihr Geld nicht mehr zurück. Beide buchten über dieselbe Anbieterseite.
- Anzeige -Um 39 000 Euro betrogen
Insgesamt haben mehrere Vereine zusammen 39 000 Euro verloren. Dem BCF Wolfratshausen fehlen 15 000 Euro, der Jugendmannschaft vom DJK Pasing 7 000 Euro und mehreren Hamburger Vereinen 17 000 Euro!
Es handelt sich um das Angebot „Glückshotel“ von Matchday, bei dem das Hotel eine Überraschung für die Gäste bleibt. Dadurch sind die Buchungskosten niedriger.
Der Buchungsablauf schien vorerst seriös abgelaufen zu sein, doch zwei Wochen vor Abflug kam die Stornierung seitens Matchday. Die 15 000 Euro hat der BCF Wolfratshausen bis dato nicht zurückerlangt, obwohl Matchday den Fehler schriftlich einsieht und bestätigt hat eine Geldrückzahlung zu veranlassen. Schon über ein Jahr ist die Stornierung mittlerweile her. Auch der DJK Pasing und die Hamburger Vereine warten noch auf ihr Geld.
Die R&V-Versicherung war bis Anfang 2023 aktiv und hatte einem Tiroler Verein, der ebenfalls von einer kurzfristigen Stornierung durch Matchday betroffen war, das Geld zurückgezahlt. Diese Versicherung arbeitet seit 2023 jedoch nicht mehr mit Matchday zusammen, aufgrund von Matchdays Zahlungsunfähigkeit. Die Reisen sind deshalb nicht versichert.
Was waren die Warnzeichen?
Das einzig Auffällige war, laut Sprecher des Mannschaftsrates des BCF Wolfratshausen, dass sie bis zur Stornierung kurz vor der Reise noch keine Tickets erhalten hatten.
Der DJK Pasing beglich eine Anzahlung von 7 000 Euro auf ein türkisches Konto und sollte nach einer E-Mailaufforderung den Restbetrag überweisen. Diese Aufforderung erhielt der Verein nie. Laut Matchday habe der Verein somit die Zahlungsfrist verpasst, weshalb der Anbieter dem DJK Pasing stornierte und das angezahlte Geld bis jetzt nicht zurücküberwiesen hat. Der Trainingslager-Anbieter ist weiterhin der Meinung, rechtlich alles korrekt gemacht zu haben.
Unterstützung ist gefragt
Ab sofort könnt ihr helfen und spenden! Die beiden Fußballvereine sind für jede Hilfe dankbar.
Bleib immer bestens informiert!
Mit unserem kostenlosen 95.5 Charivari-Newsletter verpasst du keine Highlights mehr. Von Top-Konzerten über exklusive Gewinnspiele bis hin zu Einblicken in Larissa Lannert live - wir liefern dir wöchentlich alles Wichtige direkt in dein Postfach.
Mehr Beiträge und Themen
Der Münchner Wohnungsmarkt ist für viele der Endgegner. Grund genug, endlich groß darauf aufmerksam zu machen, dachte sich unser Moderator Thommy Berglmeir.
Wende im Münchner Univiertel: Kioskbetreiber ziehen ihre Klagen zurück. Ab dem 4. September 2026 gilt ab 22 Uhr wieder ein striktes Bierverkaufsverbot.
Dekolleté-Eklat auf dem Oktoberfest: Auf Druck der Stadt München mussten die traditionellen Pappmaché-Figuren am Teufelsrad züchtig übermalt werden - aus Sorge vor einem Wiesn-Verbot
Waymo plant fahrerlose Taxis in München: Erste Testfahrten starten bald, der öffentliche Robotaxi-Dienst soll Ende 2027 folgen.
Freibier in der Bräurosl: Das Festzelt sorgt auf der Wiesn 2026 für das gewisse Extra.
Mondfinsternis über Bayern: Warum sich frühes Aufstehen diesmal lohnt
Im Tierpark Hellabrunn leben jetzt Kirk-Dikdiks. Die Mini-Antilopen sind am Isar-Eingang zu sehen.
Italien plant 75 Euro Strafe für Fußgänger mit Smartphone auf der Straße. Noch ist die Regel nicht beschlossen.
Trinkgeld per Karte sorgt für Kritik: Viele Gäste fühlen sich durch Bezahlterminals unter Druck gesetzt.
Die Wiesn 2026 in München ist einen Monat vor dem Start gut vorbereitet. SWM und MVG sichern Strom, Trinkwasser und die Anreise zur Theresienwiese.
DESK
Heute wird es in Bayern laut: Anlass ist der bundesweite Warntag.
Pendlerinnen und Pendler in München müssen sich in der zweiten Septemberwoche auf deutliche Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr einstellen
Im Landkreis Augsburg startet ein Test: Essen und Medikamente kommen bald per Drohne.
Ein Mittelamerikanischer Tapir ist neu in Hellabrunn. Der seltene Bewohner lebt jetzt im Nashornhaus und wird dort aktuell an seine neue Umgebung gewöhnt.
Explosion in Augsburg: Zwei Verletzte, Bahnhof zeitweise gesperrt, Züge fahren inzwischen wieder.
Trotz Insolvenz gibt es für 1860-Fans Hoffnung: Der Spielbetrieb läuft weiter - und auch das Löwen-Wappen ist zurück.
Neue Regeln im September 2026: Das ändert sich bei Steuer, Bahn, Warntag und Einkaufen.








