12. März 2026
Bayernweiter Warntag: Darum klingeln am Donnerstag die Handys
Stand 13.03.26 - 09:03 Uhr
Beim bayernweiten Warntag schrillen am Donnerstag, 12. März 2026, um 11.00 Uhr die Handys sowie öffentliche Sirenen und Lautsprecheranlagen. Die Behörden testen Systeme, die im Notfall vor Katastrophen warnen sollen.
© Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Warntag am 12. März 2026
Während in vielen bayerischen Städten die Sirenen heulen werden, bleibt es in München ruhig – denn dort gibt es keine Sirenen mehr. Die Stadt setzt stattdessen auf digitale Warnsysteme wie Cell Broadcast und Warn-Apps. Doch im Landkreis München sieht es anders aus: Hier werden in mehreren Gemeinden die Katastrophenschutzsirenen ertönen.
- Anzeige -Wie wird gewarnt? Diese Systeme werden getestet
Im Landkreis München werden in mehreren Gemeinden die Katastrophenschutzsirenen ausgelöst, um das Warnsystem zu testen. Der Warntag ist ein wichtiger Stresstest für die Infrastruktur – und eine Gelegenheit für Bürgerinnen und Bürger, ihre Warnsysteme zu überprüfen.
Der Warntag dient dazu, die Warninfrastruktur zu überprüfen und die Bevölkerung für den Ernstfall zu sensibilisieren. Die Warnungen erfolgen über verschiedene Kanäle:
✔ Warn-Apps wie NINA, KATWARN und BIWAPP – Nutzer sollten Push-Nachrichten aktivieren.
✔ Cell Broadcast: Eine automatische Warnmeldung direkt aufs Handy, selbst wenn keine App installiert ist.
✔ Katastrophenschutzsirenen: In einigen bayerischen Gemeinden werden Sirenen ausgelöst.
✔ Mobile Sirenen: In Unterschleißheim wird zusätzlich über mobile Lautsprecher gewarnt.
Besonderheit in München:
In der Landeshauptstadt gibt es keine Sirenen mehr, da diese in den vergangenen Jahren abgebaut wurden. Stattdessen setzt die Stadt auf digitale Warnsysteme wie Warn-Apps und Cell Broadcast.
Warnung im Landkreis München: Hier heulen die Sirenen
Anders als in der Stadt München werden im Landkreis München an mehreren Orten Katastrophenschutzsirenen ertönen.
In diesen Gemeinden ertönen die Sirenen:
- Aying (inkl. Dürrnhaar und Großhelfendorf)
- Garching (inkl. Dirnismaning und Hochbrück)
- Neubiberg
- Ottobrunn
- Straßlach-Dingharting (inkl. Großdingharting)
- Unterföhring
Um 11:00 Uhr wird ein einminütiger, an- und abschwellender Heulton zu hören sein. Dieser Ton bedeutet im Ernstfall, dass sich die Bevölkerung über Rundfunkdurchsagen und Warn-Apps informieren soll.
Um 11:45 Uhr erfolgt die Entwarnung über Warn-Apps und andere Kanäle, jedoch nicht über Cell Broadcast.
Warum gibt es in München keine Sirenen mehr?
Die Münchner Stadtverwaltung hat die Sirenen bereits vor Jahren abgeschafft. Gründe dafür sind:
- Hohe Wartungskosten für die Anlagen.
- Geänderte Gefährdungslage: Nach dem Ende des Kalten Krieges wurden Sirenen als weniger notwendig erachtet.
- Ersatz durch digitale Warnsysteme, die mittlerweile als effizienter gelten.
Ein Sprecher der Feuerwehr erklärte dazu:
„München setzt auf das Modulare Warnsystem (MoWaS), mit dem Warnungen per Cell Broadcast und über Warn-Apps versendet werden können.“
Cell Broadcast – Wie funktioniert das Warnsystem?
Seit Februar 2023 ist Cell Broadcast in Deutschland flächendeckend verfügbar. Das System sendet automatische Warnmeldungen an alle kompatiblen Mobiltelefone, die in einer betroffenen Funkzelle eingebucht sind.
Wichtige Infos zu Cell Broadcast:
- Eine App ist nicht erforderlich – die Warnung erscheint automatisch auf dem Bildschirm.
- Das Handy klingelt auch im Lautlos-Modus – aber nicht im Flugmodus.
- Nicht alle Handys sind kompatibel – ältere Geräte können die Meldung möglicherweise nicht empfangen.
Der Hintergrund: Nach der Flutkatastrophe 2021 in NRW und Rheinland-Pfalz, bei der über 180 Menschen ums Leben kamen, wurde das Warnsystem in Deutschland eingeführt. In anderen EU-Ländern ist es schon länger im Einsatz.
Warum ist der Warntag wichtig?
Die regelmäßigen Probealarme dienen dazu, die Funktionsfähigkeit der Warnsysteme zu testen und die Bevölkerung für den Ernstfall zu sensibilisieren. Die Tests helfen:
✔ Schwachstellen in der Warninfrastruktur zu identifizieren und zu beheben
✔ Die Bevölkerung mit den Warnsignalen vertraut zu machen
✔ Dafür zu sorgen, dass im Ernstfall alle schnell informiert werden
Tipp: Wer sicherstellen möchte, dass er im Notfall gewarnt wird, sollte die Einstellungen für Warn-Apps prüfen und Cell Broadcast aktivieren.
Fazit: Bayern testet – München bleibt still, der Landkreis nicht
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