Grüne Lunge in Gefahr
Verheerende Regenwald-Brände
Stand 23.08.19 - 11:45 Uhr
0
Tausende Feuer wüten im derzeit im Amazonasgebiet und bringen die grüne Lunge in Gefahr. Darum sind die Brände eine weltweite Katastrophe und gehen uns alle an!
Foto: dpa / Planet Labs Inc.
Tausende Feuer im Amazonasgebiet
Weltweit ist das Entsetzen groß: im brasilianischen Regenwald wüten derzeit die schwersten Brände seit Jahren. Allein die Zahl der offiziell registrierten Brände liegt seit 2019 bei 72 843. Seit vergangenem Donnerstag sind nochmals über 9.500 hinzugekommen. Aber nicht nur in Brasilien, auch in Kolumbien, Peru, Bolivien und Paraguay brennen Regenwaldflächen – insgesamt hunderte Quadratkilometer! Der Rauch ist so stark, dass man ihn sogar aus dem Weltraum sehen kann.
- Anzeige -Warum sind die Regenwaldbrände eine globale Katastrophe?
Auf der ganzen Welt sorgen sich Menschen zu Recht um den Regenwald. Die Regenwälder im Amazonas gelten als grüne Lunge der Erde: Sie speichern CO2 und produzieren Sauerstoff, beheimaten zahlreiche Tierarten und beeinflussen das Wetter. Die Folgen der Feuer-Katastrophe sind derzeit noch nicht abzusehen. Klar ist jedoch: die „grüne Lunge der Welt“ ist in extremer Gefahr! Der Amazonas-Regenwald ist so etwas wie die Klimaanlage der Erde. Fällt sie weg, kann weniger CO2 aus der Atmosphäre gebunden und umgewandelt werden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will die Brände daher zum Top-Thema beim G7-Gipfel machen.
Welche Ursachen haben die Feuer?
Feuer während der Trockenperiode sind im Amazonasgebiet zwar normal, aber nicht diese Anzahl. Die Trockenheit begünstigt die Brände zwar, sie ist aber nicht die Ursache. Viele der Feuer entstehen durch gezielte Brandstiftung – die sogar von der Regierung geduldet wird! Bauern wollen mit den Feuern Weideflächen für ihre Rinder schaffen. Brasilien ist der größte Rindfleisch-Exporteur der Welt, in dem Land gibt es mehr Rinder als Menschen – und die brauchen Platz.
[MD_Portal_Script ScriptID="6381441" location="leftALone"]Auf Twitter trendet der Hashtag #PrayforAmazonia
Auf Twitter trendet aktuell der Hashtag #PrayforAmazonia. Die Bilder, die vom brennenden Regenwald um die Welt gehen, sind beängstigend. Zahlreiche User beschweren sich außerdem auf Twitter darüber, dass die Weltgemeinschaft beim Brand von Notre-Dame so viel Hilfsbereitschaft und Interesse gezeigt hat, die Brände im Amazonas aber gar nicht wahrnimmt.
[MD_Portal_Script ScriptID="8544519" location="leftALone"]
[MD_Portal_Script ScriptID="8544534" location="leftALone"] [MD_Portal_Script ScriptID="8544535" location="leftALone"]Das kannst du persönlich für den Regenwald tun:
- Kaufe kein Fleisch, das aus Südamerika importiert wurde.
- Vermeide (konventionelles) Palmöl – auch dafür wird Regenwald gerodet.
-
Kauft in der Familie keine Gegenstände aus Tropenholz wie z.B. Teak, Mahagoni,
Abachi, Meranti, Kambala etc.
- Unterstütze Aufforstungsprojekte (Bäume pflanzen fürs Klima: empfehlenswerte Organisationen findest du hier)
- Lebe möglichst klimafreundlich. Der Klimawandel trägt mit Dürren und extremen Wetterphänomenen zu solchen Katastrophen bei.
Mehr Beiträge und Themen
Der Münchner Wohnungsmarkt ist für viele der Endgegner. Grund genug, endlich groß darauf aufmerksam zu machen, dachte sich unser Moderator Thommy Berglmeir.
Wende im Münchner Univiertel: Kioskbetreiber ziehen ihre Klagen zurück. Ab dem 4. September 2026 gilt ab 22 Uhr wieder ein striktes Bierverkaufsverbot.
Dekolleté-Eklat auf dem Oktoberfest: Auf Druck der Stadt München mussten die traditionellen Pappmaché-Figuren am Teufelsrad züchtig übermalt werden - aus Sorge vor einem Wiesn-Verbot
Waymo plant fahrerlose Taxis in München: Erste Testfahrten starten bald, der öffentliche Robotaxi-Dienst soll Ende 2027 folgen.
Freibier in der Bräurosl: Das Festzelt sorgt auf der Wiesn 2026 für das gewisse Extra.
Mondfinsternis über Bayern: Warum sich frühes Aufstehen diesmal lohnt
Im Tierpark Hellabrunn leben jetzt Kirk-Dikdiks. Die Mini-Antilopen sind am Isar-Eingang zu sehen.
Italien plant 75 Euro Strafe für Fußgänger mit Smartphone auf der Straße. Noch ist die Regel nicht beschlossen.
Trinkgeld per Karte sorgt für Kritik: Viele Gäste fühlen sich durch Bezahlterminals unter Druck gesetzt.
Die Wiesn 2026 in München ist einen Monat vor dem Start gut vorbereitet. SWM und MVG sichern Strom, Trinkwasser und die Anreise zur Theresienwiese.
DESK
Heute wird es in Bayern laut: Anlass ist der bundesweite Warntag.
Pendlerinnen und Pendler in München müssen sich in der zweiten Septemberwoche auf deutliche Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr einstellen
Im Landkreis Augsburg startet ein Test: Essen und Medikamente kommen bald per Drohne.
Ein Mittelamerikanischer Tapir ist neu in Hellabrunn. Der seltene Bewohner lebt jetzt im Nashornhaus und wird dort aktuell an seine neue Umgebung gewöhnt.
Explosion in Augsburg: Zwei Verletzte, Bahnhof zeitweise gesperrt, Züge fahren inzwischen wieder.
Trotz Insolvenz gibt es für 1860-Fans Hoffnung: Der Spielbetrieb läuft weiter - und auch das Löwen-Wappen ist zurück.
Neue Regeln im September 2026: Das ändert sich bei Steuer, Bahn, Warntag und Einkaufen.








