Vorfälle am Bahnhof
Tierschutz missachtet? Am Münchner Hauptbahnhof sterben Tauben, weil der DB Ausrüstung fehlt
Stand 01.06.22 - 09:05 Uhr
0
In den vergangenen Wochen sind vermehrt Tauben in den Netzen an der Decke des Hauptbahnhofs gestorben – weil die Bahn keine mobile Hebebühne hat, mit der sie dort eingreifen kann.
©shutterstock
Tauben verfangen sich in Netzen – und die Bahn kann nicht helfen
In den vergangenen Wochen kam es am Hauptbahnhof mehrfach zu Vorfällen mit Stadttauben. Die Tiere hatten sich in teils über 10 Metern Höhe in Netzen verfangen. Sie wurden nicht gerettet, bevor sie zu Tode kamen.
- Anzeige -
Die Bahn hätte laut eigener Aussage keine eigene mobile Hebebühne. Auch die Feuerwehr konnte ebenfalls nicht helfen – mangels fehlender einsatzfähiger Gerätschaften im Hauptbahnhof. Es wurden von mehreren Seiten Strafanzeigen gegen die Deutsche Bahn gestellt.
Tierschutz ist im Grundgesetz verankert
Der stellvertretende Vorsitzende der Grünen München, Arne Brach, erklärt dazu: "Tierschutz ist nicht optional. Er ist im Grundgesetz verankert und Staatsziel. Das Tierschutzgesetz gilt für alle Wirbeltiere gleichermaßen. Pferde, Hunde und auch Tauben. Manchen ist das nicht bewusst, aber hier wurde das Tierschutzgesetz nicht umgesetzt. Es muss Möglichkeiten geben, schnell zu helfen. Egal, um welches Tier es geht. Sei es Kätzchen, Turmfalke oder eben eine von der Bahn vermeintlich ungeliebte Taube.”
- Anzeige -
"Dass die Deutsche Bahn an einem ihrer größten Bahnhöfe keinen Steiger oder keine mobile Hebebühne hat, mit der sie jederzeit im Notfall sofort in der Höhe agieren kann, ist für uns unverständlich. Dieser Missstand muss zeitnah in Abstimmung mit der Berufsfeuerwehr München behoben werden. Tierschutz ist eine gesetzliche Pflicht, die auch für die Bahn gilt.” so die Vorsitzende der Grünen München Svenja Jarchow.
Die Grünen München werden die Bahn schriftlich auffordern, sich umgehend um ein entsprechendes Fahrzeug zu kümmern.
Bleib immer bestens informiert!
Mit unserem kostenlosen 95.5 Charivari-Newsletter verpasst du keine Highlights mehr. Von Top-Konzerten über exklusive Gewinnspiele bis hin zu Einblicken in Larissa Lannert live - wir liefern dir wöchentlich alles Wichtige direkt in dein Postfach.
Mehr Beiträge und Themen
Bayern steht ein sehr heißer Dienstag bevor. Danach steigt das Risiko für Gewitter und Waldbrände.
34-Jähriger stirbt nach Festnahme in München. LKA und Staatsanwaltschaft ermitteln.
Im Englischen Garten half die Feuerwehr München einem Mann mit schwerer Atemnot nach einem Insektenstich.
In Münchens Freibädern wartet in den Sommerferien ein kostenloses Mitmachprogramm auf Kinder und Jugendliche.
Wegen vieler Baustellen ändern sich in München ab 3. August zahlreiche Bus- und Tramlinien.
Im August 2026 starten neue Regeln für Familien, Bahnkunden, KI, Solaranlagen und Verpackungen.
Freie Fahrt, freie Schifffahrt, freier Bergspaß: Bayern belohnt Einser
Die Stadt München verlängert ihre Allgemeinverfügung zur Einschränkung der Wassernutzung nicht. Auch die Wasser-Sparanordnung der Stadtwerke München läuft aus. Entspannung gibt es aber nur teilweise - denn die Lage beim Grundwasser bleibt weiter angespannt.
Waldbrände in Südeuropa sorgen für Unsicherheit: Das müssen Urlauber jetzt zu ihren Rechten wissen.
Vom Naturbad in München bis zum Wellenbad im Umland: Diese Freibäder in und um München sorgen für Abkühlung, Badevergnügen und echtes Sommerfeeling.
DESK
München bewirbt sich um das Champions-League-Finale 2028 in der Allianz Arena. Die UEFA entscheidet im September.
Bayern gewinnt in Heidenheim. Doch nach dem Spiel dreht sich alles um Jamal Musiala.
Polizeischuss in Schwabing: Ein 14-Jähriger mit Softair-Waffe wurde schwer verletzt. Das LKA ermittelt.
Neue Details zum Dreamliner-Zwischenfall in München zeigen, wie ernst die Lage am Flughafen wirklich war.
100 Tage im Amt: Krause setzt erste Akzente, doch Wohnen, Verkehr und Geldsorgen drücken weiter.
Urteil in München: Nach dem Auto-Anschlag auf eine Verdi-Demo erhält der Täter die Höchststrafe.
Am Starnberger See fallen wegen Niedrigwasser vier Haltestellen aus. Fahrgäste müssen ihre Touren neu planen.













