Spektakulärer Fund
Sensationsfund: Ur-Elefant bei München entdeckt
Stand 16.04.24 - 15:46 Uhr
Kinder entdecken bei Erding Knochen eines Ur-Elefanten. Danach begann eine große Suche nach weiteren Überresten.
©dpa/ Peter Kneffel
Spektakulärer Fund bei München
Bei München sind ungewöhnlich gut erhaltene Überreste von drei Ur-Elefanten entdeckt worden. Der Fund aus dem Landkreis Erding ist Experten zufolge von der Menge der Knochen und deren Zustand her eine Sensation.
Wie Peter Kapustin, Leiter des Urzeitmuseums in Taufkirchen an der Vils, im 95.5 Charivari-Interview erklärt, werden die Skelette vermutlich in etwa 1 1/2 Jahren im Urzeitmuseum zu sehen sein. Erste Teile der Funde werden in der nächsten Zeit schon im Museum ausgestellt.
- Anzeige -Über 10 Millionen Jahre alte Knochen
Die Tiere, die bis zu 13 Tonnen schwer wurden und über vier Meter Schulterhöhe erreichten, gehören der Gattung Deinotherium und der Art Deinotherium giganteum an und sind über zehn Millionen Jahre alt, wie Peter Kapustin am Montag berichtete.
Der Fund umfasst 120 Knochen, darunter Schädel und Stoßzähne eines Jungtieres, das zu 70 Prozent erhalten ist. «Er ist spektakulär. Dass diese Ur-Elefanten hier lebten, wissen wir. Aber relativ vollständige Skelette sind selten», sagte Gertrud Rößner, Oberkonservatorin für fossile Säugetiere an der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie, die in die Bewertung des Fundes eingebunden war.
Kinder haben Knochen entdeckt
Kapustins neun und zehn Jahre alte Söhne hatten bei der Fossiliensuche mit dem Vater als erste an einem Abhang einen Knochen entdeckt. Danach begann eine monatelange Suche, bei der auch Knochen einer Raubkatze und eines Ur-Nashorns zutage kamen.
Es sei die größte Fundstelle, die man von den Deinotherien als größten Landsäugetieren Europas je entdeckt habe, sagte der geologische Präparator, Nils Knötschke. Er sprach von einem Glücksfall für die Wissenschaft. Das zweite gut erhaltene Tier war bereits größer und älter, jedoch noch nicht ausgewachsen, so dass daran auch die Entwicklung der Tiere sichtbar werde.
Mit Material der dpa.
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