IAA München
Proteste gegen IAA: Polizei setzt Schlagstöcke und Pfefferspray ein
Stand 13.09.21 - 11:33 Uhr
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Für Freitag hatten Aktivisten Blockaden gegen die IAA in München angekündigt. Bereits am Vormittag kommt es zu Zusammenstößen mit der Polizei, die mit einem Großaufgebot in der Stadt ist. Auch auf der Autobahn wurde wieder blockiert.
© Foto: shutterstock (Symbolbild)
IAA-Gegner versammeln sich auf der Theresienwiese
München (dpa) – Bei Protesten gegen die Automesse IAA Mobility in München ist es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Die Beamten setzten am Freitagvormittag Schlagstöcke und Pfefferspray gegen Demonstranten ein. Einem Polizeisprecher zufolge sollen IAA-Gegner versucht haben, eine Polizeiabsperrung an der Theresienwiese zu durchbrechen.
- Anzeige -Auf der Fläche, auf der normalerweise das Oktoberfest stattfindet, befindet sich ein Camp der IAA-Kritiker. Von dort waren am Freitagvormittag Hunderte Aktivisten und andere Demonstranten aufgebrochen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot am Ort, die Zahl der Beamten überstieg Beobachtern zufolge die der Demonstranten deutlich. Wie der erste kehrte auch ein zweiter Demonstrationszug, der vom Klimacamp aus aufbrechen wollte, zunächst dorthin zurück. Kurz vor Mittag verließ dann aufs Neue ein Demonstrationszug die Theresienwiese.
Erneute Protestaktionen auf der Autobahn
Zudem blockierte eine Gruppe von Klimaaktivisten kurzzeitig die für die Messe eingerichtete Sonderspur BlueLane auf der Autobahn A94, die an der Messe vorbeiführt. Parallel dazu demonstrierte Aktivisten auf dem Münchner Königsplatz, einem der IAA-Ausstellungsorte außerhalb des Messegeländes.
Aktivisten hatten bereits am Dienstag an mehreren Autobahnen im Raum München Banner angebracht und sich an einigen Brücken abgeseilt. Die Fernstraßen mussten deswegen vorübergehend gesperrt werden.
- Anzeige -Weitere Blockaden und Störaktionen bei der IAA sind angekündigt. Ein Polizeisprecher sagte, dass man gegen Straftaten konsequent vorgehen werde. Polizeiabsperrungen hätten nicht bloß «Empfehlungscharakter». Klimaaktivisten kritisierten dagegen das Vorgehen der Polizei und sprachen von «massiver Gewalt» seitens der Polizei, von der man sich aber «nicht einschüchtern» lassen wolle.
Ob bei den Zusammenstößen jemand verletzt wurde, war zunächst offen, weder Polizei noch das Bündnis «Sand im Getriebe» konnten dazu Angaben machen.
Politik äußert sich zu Protesten
Auch auf politischer Ebene ist die Debatte über die Proteste angekommen: Die Grünen im Landtag begleiteten die Proteste als «parlamentarische Beobachter». Die Abgeordnete Claudia Köhler, kritisierte das Vorgehen der Polizei auf der Theresienwiese als «unangebracht».
Dagegen hatte CSU-Generalsekretär Markus Blume bereits am Mittwoch getwittert: «Brückenkletterer bleiben bis Messeende eingesperrt! So läuft’s in Bayern!»
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