Nahverkehr
München bekommt eine zusätzliche S-Bahnlinie noch 2024
Stand 24.04.24 - 14:30 Uhr
Seit 2009 klafft im Linienplan der Münchner S-Bahn bei der Nummer 5 eine Lücke. Bald soll das nicht mehr der Fall sein. Das soll Züge pünktlicher machen - kann aber für manche einen Nachteil bedeuten.
©shutterstock
Alte S-Bahn-Linie wird wiederbelebt
München (dpa/lby) – Zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember bekommt München eine zusätzliche S-Bahnlinie. Die S5 soll dann zwischen Pasing, Ostbahnhof und dem Halt Kreuzstraße im Südosten der Landeshauptstadt fahren, teilte das bayerische Verkehrsministerium am Mittwoch mit. In den Stoßzeiten an Werktagen soll die S5 im Westen Münchens zudem bis nach Germering-Unterpfaffenhofen und in Einzelfällen nach Weßling weiterfahren. Die S7, die bisher auf dem Abschnitt zwischen Ostbahnhof und Kreuzstraße unterwegs ist, soll demnach ab dem 15. Dezember nur noch zwischen Wolfratshausen und Hauptbahnhof fahren – und dabei nicht über die Gleise der Stammstrecke.
- Anzeige -Der Aufsichtsrat der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, die den Regionalverkehr im Freistaat organisiert, habe für diese Änderung grünes Licht gegeben. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter sagte, durch die Aufteilung werde das Angebot insgesamt ausgeweitet. Gleichzeitig soll ein großer Teil der extrem viel befahrenen Stammstrecke durch etwas weniger Züge pro Stunde entlastet werden. «Davon erwarte ich mir einen klaren Qualitätsschub für die Fahrgäste», sagte der CSU-Politiker. Die Qualität der Münchner S-Bahn habe zuletzt «sehr nachgelassen».
Im südlichen Münchner Umland hofft man, dass die Rückkehr der Linie S5 und die Aufspaltung der S7 die Verbindungen in Richtung Innenstadt pünktlicher und verlässlicher machen. «Zwar müssten manche Fahrgäste nun einmal mehr umsteigen, sagte Christoph Göbel (CSU), Landrat des Landkreises München. «Die Vorteile für die Pünktlichkeit und die Stabilität des Gesamtsystems durch die Entlastung der Stammstrecke überwiegen jedoch meines Erachtens deutlich.»
S5-Linie war seit 2009 nicht mehr in Betrieb
Im Jahr 2023 war bei der Münchner S-Bahn demnach etwa jeder zehnte Zug mindestens sechs Minuten zu spät unterwegs. Zudem seien im vergangenen Jahr 8,4 Prozent der eigentlich geplanten Zugkilometer komplett ausgefallen – die Züge fuhren also nur auf Teilen ihrer vorgesehenen Route oder gar nicht. Zwei Jahre zuvor lag die Pünktlichkeitsquote mit 92,7 Prozent demnach noch etwas höher, die Ausfallquote mit 6,6 Prozent etwas niedriger.
München bekommt mit der S5 eine Linie zurück, die es in der Landeshauptstadt schon von 1972 bis Ende 2009 gegeben hatte – wenn auch auf anderer Route. Sie fiel nach dem Betriebsstart des damals neuen S-Bahnhofs Hirschgarten als Linienbezeichnung weg. Durch die erneute Linienänderung kämen auf den Freistaat nun Mehrkosten zu, sagte eine Sprecherin des bayerischen Verkehrsministeriums. Wie hoch diese sind, wollte sie mit Blick auf das Vertragsgeheimnis nicht sagen.
Bleib immer bestens informiert!
Mit unserem kostenlosen 95.5 Charivari-Newsletter verpasst du keine Highlights mehr. Von Top-Konzerten über exklusive Gewinnspiele bis hin zu Einblicken in Larissa Lannert live - wir liefern dir wöchentlich alles Wichtige direkt in dein Postfach.
Mehr Beiträge und Themen
Wende im Münchner Univiertel: Kioskbetreiber ziehen ihre Klagen zurück. Ab dem 4. September 2026 gilt ab 22 Uhr wieder ein striktes Bierverkaufsverbot.
Dekolleté-Eklat auf dem Oktoberfest: Auf Druck der Stadt München mussten die traditionellen Pappmaché-Figuren am Teufelsrad züchtig übermalt werden - aus Sorge vor einem Wiesn-Verbot
Waymo plant fahrerlose Taxis in München: Erste Testfahrten starten bald, der öffentliche Robotaxi-Dienst soll Ende 2027 folgen.
Freibier in der Bräurosl: Das Festzelt sorgt auf der Wiesn 2026 für das gewisse Extra.
Mondfinsternis über Bayern: Warum sich frühes Aufstehen diesmal lohnt
Im Tierpark Hellabrunn leben jetzt Kirk-Dikdiks. Die Mini-Antilopen sind am Isar-Eingang zu sehen.
Italien plant 75 Euro Strafe für Fußgänger mit Smartphone auf der Straße. Noch ist die Regel nicht beschlossen.
Trinkgeld per Karte sorgt für Kritik: Viele Gäste fühlen sich durch Bezahlterminals unter Druck gesetzt.
Die Wiesn 2026 in München ist einen Monat vor dem Start gut vorbereitet. SWM und MVG sichern Strom, Trinkwasser und die Anreise zur Theresienwiese.
Neue Regeln in Laim: Welche S-Bahnen halten, wo ihr umsteigen müsst und was beim Ticket gilt.
DESK
Pendlerinnen und Pendler in München müssen sich in der zweiten Septemberwoche auf deutliche Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr einstellen
Im Landkreis Augsburg startet ein Test: Essen und Medikamente kommen bald per Drohne.
Ein Mittelamerikanischer Tapir ist neu in Hellabrunn. Der seltene Bewohner lebt jetzt im Nashornhaus und wird dort aktuell an seine neue Umgebung gewöhnt.
Explosion in Augsburg: Zwei Verletzte, Bahnhof zeitweise gesperrt, Züge fahren inzwischen wieder.
Trotz Insolvenz gibt es für 1860-Fans Hoffnung: Der Spielbetrieb läuft weiter - und auch das Löwen-Wappen ist zurück.
Neue Regeln im September 2026: Das ändert sich bei Steuer, Bahn, Warntag und Einkaufen.
Der Münchner Wohnungsmarkt ist für viele der Endgegner. Grund genug, endlich groß darauf aufmerksam zu machen, dachte sich unser Moderator Thommy Berglmeir.








