- Anzeige -

Urteil des Oberlandesgerichts M├╝nchen (OLG)

Darf man Wiesn-Reservierungen weiterverkaufen? Jetzt hat das OLG M├╝nchen entschieden

Aktualisiert 07.07.2022 - 15:19 Uhr

0

Die Betreiber des Festzeltes ┬źOchsenbraterei┬╗ hatten eine Eventagentur verklagt, weil sie Reservierungen von Dritten abkaufte und sie dann f├╝r sehr viel mehr Geld auf einer Online-Seite anbot.

Darf man Wiesn-Reservierungen weiterverkaufen? Jetzt hat das OLG M├╝nchen entschieden
┬ę Foto: shutterstock

Weiterverkauf von Wiesn-Reservierungen bleibt verboten

M├╝nchen (dpa/lby) – Der Weiterverkauf von Reservierungen f├╝r das Oktoberfest bleibt nach einem Urteil des Oberlandesgerichts M├╝nchen (OLG) verboten.┬á

- Anzeige -

Die Betreiber des Festzeltes ┬źOchsenbraterei┬╗ hatten eine Eventagentur verklagt, weil sie Reservierungen von Dritten abkaufte und sie dann f├╝r sehr viel mehr Geld auf einer Online-Seite anbot. Die Betreiber bekamen nun einmal mehr weitgehend recht.


+++ Jetzt 95.5 Charivari Newsletter abonnieren und exklusiven Wiesn-Tisch gewinnen +++


Bis zu 3.300 Euro f├╝r Wiesntisch verlangt

Im Zelt selbst kosteten Reservierungen maximal 400 Euro f├╝r einen Tisch mit 10 Personen – auf der Online-Plattform der Agentur zwischen 1990 und 3299 Euro. Damit wurde das erstinstanzliche Urteil des Landgerichts M├╝nchen I weitgehend best├Ątigt.

Das Internetangebot sei ┬źirref├╝hrend und damit unlauter┬╗, hie├č es in dem Urteil. ┬źDurch das Angebot spiegelt die Beklagte den Kunden vor, dass sie einen sicher durchsetzbaren Anspruch auf Einr├Ąumung eines Tisches im Festzelt der Kl├Ągerin erwerben, was tats├Ąchlich nicht der Fall ist.┬╗

- Anzeige -

Die OLG-Richter sahen allerdings – anders als die vorherige Instanz – keinen Anspruch auf Schadenersatz: ┬źF├╝r die Feststellung einer Schadensersatzpflicht fehlt es vorliegend an der erforderlichen Wahrscheinlichkeit eines Schadens.┬╗ Auch einen Auskunftsanspruch verneinte das Gericht. Die Eventagentur muss laut dem Urteil der ┬źOchsenbraterei┬╗ nicht sagen, wem sie die Wiesn-Reservierungen abgekauft hat.

Nach Gerichtsangaben ist es der erste in einer Reihe ├Ąhnlicher F├Ąlle, der nun obergerichtlich entschieden worden ist.

Mehr Beitr├Ąge aus M├╝nchen aktuell

- Anzeige -