Aktualisiert: 08.03.2022 - 09:30

Macht Essen am Abend dick? Ist ein Salat die richtige Ernährung? Ersetzen Smoothies Obst und Gemüse? Wir decken die Ernährungsmythen auf.

Ernaehrungsmythen
©Foto: shutterstock

Richtige Ernährung: An diesen Tipps ist was dran

Im Internet kursieren zahlreiche Ernährungstipps und Essensregeln. Was genau hinter den Behauptungen steckt und welche Mythen der Wahrheit entsprechen, erfährst du hier. 

Ist Salat wirklich so gesund?

Salat besteht hauptsächlich aus Wasser. Ein Kopfsalat beispielsweise enthält 95 Prozent Wasser. Welche Nährstoffe sonst noch im Salat stecken, hängt vom Reifezustand und der Sorte des Salats ab.

Im Winter und Frühjahr ist Feldsalat saisonal, welcher reich an Vitamin C, Provitamin A, Kalium, Kalzium und Eisen ist. Ob ein Salat gesund ist, hängt auch von seiner Zubereitung ab. Vor allem fertige Salatdressings enthalten häufig viel Fett, Salz und Zucker - was den Salat nicht gesünder macht.

Macht Abendessen dick?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) vertritt die Position: Entscheidend ist nicht, wann gegessen wird. Entscheidend ist die gesamte Energie, die über den ganzen Tag verteilt aufgenommenen bzw. verbraucht wird.

Wer tagsüber und abends zu viel isst, nimmt auch zu. Es ist aber nicht unbedingt hilfreich, das Abendessen wegzulassen. Besser ist ein leichtes und ausgewogenes Abendessen. Wer abnehmen will, sollte darauf achten, dass die Energiezufuhr dem Energiebedarf entspricht. Iss also nur so viel, wie dein Körper an Energie am Tag verbraucht.

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Bier auf Wein, das lass sein. Stimmt das?

Beim Alkohol kommt es nicht auf die Reihenfolge an, sondern auf die Menge. Für die Verträglichkeit spielt es keine Rolle, ob Bier auf Wein oder Wein auf Bier folgt. Doch wenn wir viel durcheinander trinken, gönnen wir uns häufig eine größere Menge Alkohol.

Bleiben wir den ganzen Abend bei einem Getränk, wird es für unsere Geschmacksnerven schnell langweilig - wir trinken weniger. Das Durcheinander-Trinken ist oft mit dem Konsum größerer Mengen Alkohol verbunden und wird fälschlicherweise als Ursache für den Kater am nächsten Morgen gesehen.

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Ist dunkles Brot immer gesünder als helles?

Vollkornbrot ist gesünder als Brot aus Weißmehl. Doch nur an der Farbe ist nicht erkennbar, ob es sich um ein Vollkornbrot handelt. Denn Brote aus Weißmehl können durch Einfärbung oder einen höheren Anteil an Kernen und Samen dunkler wirken. Manchmal haben Brote auch eine geröstete Kruste und erscheinen deshalb dunkler, obwohl die Krume hell ist.

Machen Light-Produkte wirklich schlank?

Der Begriff „Light“ auf einem Lebensmittel kann sich auf ganz verschiedene Zutaten beziehen. „Light“ kann auch auf einen verringerten Zucker-, Fett-, Alkohol- oder Koffeinanteil hinweisen. Um trotzdem einen guten Geschmack zu erzielen, werden beispielsweise Ersatzstoffe oder Aromen hinzugefügt. So kann ein fettarmer Joghurt umso mehr Zucker enthalten.

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Sind Smoothies genauso gut wie ganzes Obst und Gemüse?

Frisches Obst und rohes oder schonend gegartes Gemüse sättigen durch das Kauen und das größere Volumen in der Regel mehr. Außerdem bieten sie eine größere geschmackliche Variation und sind zudem meist günstiger. Dennoch kann ein Smoothie manchmal praktisch sein, um ein oder zwei Portionen Obst oder Gemüse zu ersetzen.

Dann ist die Zusammensetzung entscheidend. Dein Smoothie sollte mindestens 50 Prozent von "ganzem" Obst oder Gemüse enthalten, dem kein Wasser entzogen wurde.

Entwässert Kaffee den Körper?

Kaffee entzieht dem Körper kein Wasser und kann zur Flüssigkeitsbilanz dazu gezählt werden. Drei bis vier Tassen Kaffee (ohne große Mengen Milch und Zucker) haben sogar eher einen positiven Einfluss auf die Gesundheit.

Wer Kaffee trinkt, hat beispielsweise ein statistisch geringeres Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Typ-2-Diabetes zu erkranken.

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Machen Kohlenhydrate wirklich dick?

Wir brauchen sie als Energiequelle und damit unser Gehirn arbeiten kann. Doch es gibt Unterschiede: Es gibt einfache und komplexe Kohlenhydrate.

Vollkornprodukte oder Kartoffeln enthalten viele komplexe Kohlenhydrate und unser Körper braucht viel mehr Zeit, um sie zu verdauen. Der Blutzuckerspiegel steigt viel langsamer an und du fühlst dich länger satt. Bei einfachen, leicht verdaulichen Kohlenhydraten bekommt man allerdings schnell wieder Appetit.

Enthält Spinat viel Eisen?

Der Mythos vom eisenreichen Spinat beruht auf einem Irrtum. Da frischer Spinat zu fast 92 Prozent aus Wasser besteht, enthält er daher nicht viel Eisen, nämlich etwa 4,1 mg in 100 g. Dieser Wert gehört allerdings zu den Spitzenwerten beim Gemüse und Spinat enthält tatsächlich mehr Eisen als viele andere Gemüsesorten.

100 g Möhren enthalten beispielsweise 2,1 mg Eisen und die gleiche Menge Tomaten 0,5 mg Eisen.