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Mit nur 34 Jahren

Ex-Kinderstar mit schweren Problemen: Aaron Carter ist tot

Aktualisiert 06.11.2022 - 09:46 Uhr

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Aaron Carter wurde als SĂ€nger schon im Kindesalter zum Star. Zuletzt hatte er aber immer wieder mit großen Problemen zu kĂ€mpfen. Nun ist der 34-JĂ€hrige nach Angaben seines Agenten gestorben.

Ex-Kinderstar mit schweren Problemen: Aaron Carter ist tot

SĂ€nger Aaron Carter, Foto: shutterstock.

 Der jĂŒngere Bruder von «Backstreet Boy» Nick Carter

US-SĂ€nger Aaron Carter ist tot. Das berichtete sein Agent Roger Paul auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur unter Berufung auf die Mutter Carters. «Sie rief mich an und sagte, ihr Sohn sei tot», sagte Paul in einem Telefonat. Der ehemalige Kinderstar wurde 34 Jahre alt. Alle weiteren Einzelheiten und UmstĂ€nde wĂŒrden geklĂ€rt und dann mitgeteilt, hieß es. Die Polizei von Los Angeles bestĂ€tigte auf Nachfrage einen Einsatz in Lancaster im US-Bundesstaat Kalifornien, gab aber keine Details bekannt.

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Berichte, nach denen Carter in einer Badewanne gefunden wurde, blieben zunĂ€chst unbestĂ€tigt. In einer schriftlichen Stellungnahme des Managements hieß es: «Wir sind sehr traurig und schockiert, heute den Tod von Aaron Carter zu bestĂ€tigen. Im Moment wird seine Todesursache untersucht.» Man bitte um RĂŒcksicht auf die Familie.Carter hatte zuletzt immer wieder mit psychischen Problemen sowie Medikamenten- und Drogensucht gekĂ€mpft.

Kinderstar in den 1990ern

Der jĂŒngere Bruder von «Backstreet Boy» Nick Carter feierte Ende der 90er Jahre mit Hits wie «Crush On You» und «Aaron’s Party» große Erfolge – da war er noch ein Kind. Seitdem hat er sich immer wieder eher erfolglos an einem Comeback versucht. Im Rahmen einer Welttournee machte er 2015 auch in Deutschland Station.

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Zuletzt machte der weltbekannte Teeniestar aber eher mit schlechten Nachrichten von sich reden. Die beiden BrĂŒder Nick und Aaron zofften sich öffentlich – und machten sich schlimme VorwĂŒrfe. Im Jahr 2019 behauptete Nick, sein jĂŒngerer Bruder habe Drohungen gegen die Familie ausgesprochen. Auch mit seiner Zwillingsschwester Angel hatte Aaron sich in den Haaren – schließlich beantragten Nick und Angel ein Kontaktverbot.

HĂ€ufig Ă€ußerte Aaron Carter sich zuletzt öffentlich ĂŒber seine Drogen-Vergangenheit. Vor rund drei Jahren sagte er, er nehme mehrere Medikamente, um seine psychischen Probleme in den Griff zu bekommen. Auch politisch positionierte sich Carter und erklĂ€rte 2016, dass er bei der US-PrĂ€sidentschaftswahl Donald Trump wĂ€hlen wolle.

Von Carters Management hieß es am Samstag: «Aaron wusste, dass er manchmal nicht die besten Entscheidungen traf, aber er litt unter den Folgen davon.» Er habe aber immer versucht, die Dinge in Ordnung zu bringen und Wiedergutmachung zu leisten. «Aaron Carter hat das Leben wirklich geliebt.»

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Carter war selbst Vater

Vor knapp einem Jahr war dann das erste Kind des SĂ€ngers zur Welt gekommen. «Prince ist kostbar, ich liebe dich, Sohn», schrieb er damals, zur Geburt im November 2021, auf Instagram. Eine Woche spĂ€ter trennte er sich von der Mutter, seiner Verlobten Melanie Martin. Aus «persönlichen GrĂŒnden» gehe man getrennte Wege, schrieb er auf Twitter. In mehreren Botschaften beklagte sich Carter ĂŒber angebliche LĂŒgen und Einmischungen seiner Familie. Seiner Ex-Verlobten warf er damals vor, heimlich Kontakt mit seiner Zwillingsschwester zu unterhalten.

Er sei von seiner Familie betrogen und hintergangen worden, schrieb Carter damals. Sie habe sich darum bemĂŒht, ihn unter Vormundschaft zu stellen. Es sei nun seine wichtigste Aufgabe, sich als alleinstehender Vater ganz um seinen Sohn Prince zu kĂŒmmern.

In den vergangenen Jahren hatte sich Carter im Internet auch immer wieder öffentlich mit Unbekannten gestritten, die ihn provozierten oder sich ĂŒber sein Gesichtstattoo lustig machten. Von vielen wurden die Probleme Carters als Folge seines frĂŒhen Ruhms gesehen. Experten weisen immer wieder auf den hohen Druck hin, denen Kinder und Jugendliche vor allem in der US-Unterhaltungsindustrie ausgesetzt sind.

Zu den Kameras und Mikrofonen, die stĂ€ndig auf die jungen Prominenten gerichtet sind, kamen in den vergangenen zehn Jahren auch noch verstĂ€rkt die sozialen Medien und das Internet. Die Kinder-Idole mĂŒssen nur nach ihrem Namen suchen, um in die aggressiv brodelnde GerĂŒchtekĂŒche um ihr Privatleben einzutauchen.

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