Eilmeldung
Palast: König Charles hat Krebs – wie geht es weiter?
Stand 06.02.24 - 10:04 Uhr
Schocknachricht für die Briten und den Buckingham-Palast.
König Charles III. leidet an Krebs. Foto: Yoan Valat/EPA POOL via AP /dpa
Eilmeldung von den englischen Royals
London – Beim britischen König Charles III. ist Krebs diagnostiziert worden. Das teilte der Buckingham-Palast am Montagabend mit.
- Anzeige -Zuletzt wurde King Charles in einem Londoner Krankenhaus wegen seiner Prostata behandelt, dabei wurde der Krebs entdeckt. Welche Krebsart diagnostiziert wurde, ist bisher nicht bekannt – lediglich, dass es sich nicht um Prostatakrebs handele.
In der Erklärung des Buckingham Palastes heißt es:
„Während der jüngsten Krankenhausbehandlung des Königs wegen einer gutartigen Prostatavergrößerung wurde ein anderes Problem festgestellt, das Anlass zur Sorge gibt. Nachfolgende diagnostische Tests haben eine Form von Krebs festgestellt. Seine Majestät hat heute ein Programm regelmäßiger Behandlungen begonnen. Die Ärzte haben ihm geraten, während dieser Zeit keine öffentlichen Aufgaben wahrzunehmen.“
König Charles will die Staatsgeschäfte und den offiziellen Papierkram aber weiterhin wie gewohnt erledigen.
Prinz Harry will seinen Vater besuchen
Der britische Prinz Harry will seinen an Krebs erkrankten Vater König Charles III. nach dpa-Informationen in den kommenden Tagen besuchen. Der in den USA lebende 39-Jährige habe mit seinem Vater nach der Diagnose gesprochen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montagabend.
Harry werde in den kommenden Tagen nach Großbritannien reisen, um Charles zu sehen.
Was geschieht, wenn King Charles seine Aufgaben nicht erfüllen kann?
Ist der König erkrankt oder weilt im Ausland, kann er einige Aufgaben an «Counsellors of State» – also Staatsräte – übertragen. Dabei handelt es sich traditionell um die Ehefrau des Monarchen, also Königin Camilla, sowie die ersten vier Personen der Thronfolge, die älter als 21 Jahre sind. Das sind Charles‘ Söhne Prinz William und Prinz Harry, sein Bruder Prinz Andrew und dessen älteste Tochter Prinzessin Beatrice.
Vorgeschrieben ist, dass mindestens zwei zusammenarbeiten. Da Harry und Andrew aus verschiedenen Gründen keine Termine für die Royals übernehmen, wurden Ende 2022 auf Bitte von Charles auch seine Schwester Prinzessin Anne und sein jüngster Bruder Prinz Edward zu Staatsräten ernannt.
Ist eine Abdankung des Königs denkbar?
Das ist reine Spekulation. In seiner ersten Rede an die Nation nach seinem Amtsantritt hatte Charles das Bekenntnis der verstorbenen Queen Elizabeth II. zum lebenslangen Dienst erneuert. Seine Mutter habe einst versprochen, «ihr ganzes Leben, möge es kurz oder lang sein», dem Dienst an ihren Untertanen zu widmen. Dieses Versprechen habe sie gehalten und er wolle es nun erneuern, hatte Charles gesagt. Bis zum Tod Elizabeths am 8. September 2022 war er 70 Jahre lang Thronfolger gewesen.
Mit Material der dpa
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