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Coronavirus in Deutschland

Reisewarnung fĂŒr gut 160 LĂ€nder soll bald enden

Aktualisiert 09.09.2020 - 14:54 Uhr

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Die pauschale Reisewarnung fĂŒr einen Großteil der Welt wegen der Corona-Pandemie soll Ende des Monats abgelöst werden. Stattdessen kommen Lagebewertungen, die an die Situation in den einzelnen Staaten angepasst werden. So will es die Bundesregierung.

Reisewarnung fĂŒr gut 160 LĂ€nder soll bald enden

© Foto: shutterstock

Pauschale Reisewarnung nur noch bis Ende September

Berlin (dpa) – Die pauschale Reisewarnung fĂŒr fast alle gut 160 LĂ€nder außerhalb der EU und des grenzkontrollfreien Schengen-Raums wird am 30. September enden. Vom 1. Oktober an soll es nach einem Beschluss des Bundeskabinetts dann auf die Lage in den einzelnen Staaten zugeschnittene Bewertungen geben, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Regierungskreisen erfuhr.


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An der Möglichkeit zu reisen werde sich damit praktisch wohl wenig Ă€ndern, sagte eine Sprecherin des AuswĂ€rtigen Amtes. Allerdings werde zu einem differenzierten System ĂŒbergegangen. Es werde wohl so sein, dass fĂŒr LĂ€nder, die als Risikogebiete gelten, weiter eine Reisewarnung gelten könne.

Corona-Lage soll weltweit differenziert bewertet werden

Die pauschale VerlĂ€ngerung war zuletzt vor allem von der Reisebranche kritisiert worden. Der Reiseverband DRV hatte nach frĂŒheren Entscheidungen von einem «falschen Signal» gesprochen. Hauptkritikpunkt war, dass die Reisewarnung bislang pauschal fĂŒr mehr als 80 Prozent der LĂ€nder dieser Welt gilt. Die Reisewarnung erfolgt unabhĂ€ngig von der Einstufung von LĂ€ndern als Risikogebiet. Nur in Europa wird die Lage bislang differenziert betrachtet.

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Kostenlos stornieren bei Reisewarnung 

Eine Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite fĂŒr Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Am 17. MĂ€rz hatte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen eine beispiellose Maßnahme verkĂŒndet: Eine Warnung vor touristischen Reisen in alle rund 200 LĂ€nder der Welt. Erst im Juni – unmittelbar vor Beginn der Haupturlaubszeit – wurden die LĂ€nder der EuropĂ€ischen Union, des grenzkontrollfreien Schengen-Raums sowie Großbritannien, Andorra, Monaco, San Marino und der Vatikanstaat ausgenommen.

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