Aktualisiert: 04.05.2020 - 10:53

Obwohl in Russland Ausgangssperren gelten, mit denen eine weitere Ausbreitung des Erregers verhindert werden soll, nimmt die Zahl der Infektionen seit Tagen so rasant zu wie in keinem anderen Land.

St. Petersburg

«Diese Infektion kennt keine Grenzen»: Eine Frau unterwegs mit Gesichtsmaske in St. Petersburg. Foto: Dmitri Lovetsky/AP/dpa

Rasanter Anstieg der Corona-Zahlen

Moskau (dpa) - In Russland steigt die Zahl der neu mit dem Coronavirus Infizierten weiter dramatisch an. Mit 10 633 neuen Fällen innerhalb eines Tages sei ein neuer Höchststand erreicht worden, teilten die Behörden in Moskau mit.

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Damit gibt es nun landesweit mehr als 134 600 nachgewiesene Infektionen. Bisher starben 1280 Menschen mit dem Virus. 16 600 erholten sich wieder.

Russland erhöht Corona-Testkapazität

Im größten Land der Erde blieb die Zahl der Corona-Patienten lange niedrig. Seit Tagen nimmt sie aber so rasant zu wie in keinem anderen Land - obwohl Ausgangssperren gelten, mit denen eine weitere Ausbreitung des Erregers verhindert werden sollte. In den vergangenen Wochen wurden die Corona-Tests deutlich ausgeweitet. Experten zufolge sind deshalb deutlich mehr Fälle in Russland nachgewiesen worden.

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Erste Corona-Lockerungen für Bars und Kneipen

Für die seit Wochen geschlossenen Bars und Tanzlokale gibt es nun eine kleine Erleichterung. Ab sofort dürfen die Räumlichkeiten vermietet werden. Wer und für welche Zwecke Bars und Klubs gemietet werden können, erfährst du hier.

Russischer Politiker in Krankenhaus wegen Coronavirus-Infektion

Der Gesundheitszustand des mit dem Coronavirus infizierten Regierungschefs Michail Mischustin hat sich nicht verschlechtert. Er werde in einem Krankenhaus behandelt und stehe unter der Aufsicht von Spezialisten, sagte ein Regierungssprecher der Agentur Interfax zufolge am Sonntag. Sein Wohlbefinden sei normal. Der Ministerpräsident stehe mit seinen Kollegen telefonisch in Kontakt. Seine Erkrankung war am Donnerstag bekannt geworden.

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Russlands Armee von Coronavirus betroffen

Das russische Verteidigungsministerium nannte das hochansteckende Virus eine «große Bedrohung». «Diese Infektion kennt keine Grenzen», sagte Vize-Verteidigungsminister Alexander Fomin in einem Fernsehinterview. In der russischen Armee gibt es dem Ministerium zufolge mittlerweile fast 3000 Infektionsfälle.