Spitzensport
München bewirbt sich um Leichtathletik-WM
Stand 25.03.26 - 12:56 Uhr
2.200 Athleten aus 195 Ländern, ein frisch modernisiertes Olympiastadion und ein Marathon durch die City: München träumt von einer weiteren WM. Es ist auch ein Warmlaufen für die Olympia-Bewerbung.
©Sven Hoppe/dpa
Bewerbung für 2029 oder 2031
München (dpa) – Nach der erfolgreichen Leichtathletik-EM 2022 wird sich München um die Weltmeisterschaft im Jahr 2029 oder 2031 bewerben. «Eine begeisternde WM in unserem ikonischen Olympiapark, das wäre ein Gewinn für den Sport, für unsere Stadtgesellschaft, für die internationale Strahlkraft Münchens und natürlich auch für unser großes Ziel, die Olympischen und Paralympischen Spiele wieder nach München zu holen», sagte die für Sport zuständige Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) nach der Entscheidung des Stadtrates.
Die Vollversammlung hatte zuvor mit großer Mehrheit dem Vorhaben zugestimmt, bis Anfang April die vollständigen Bewerbungsunterlagen für das Sportgroßereignis inklusive Finanzierungszusagen und Garantien einzureichen. «Damit setzt München ein starkes sportpolitisches Signal und unterstreicht seinen Anspruch als internationale Sportmetropole», hieß es von der Stadt.
2.200 Sportlerinnen und Sportler aus aller Welt
Demnach sind entweder im September 2029 oder 2031 neun Veranstaltungstage mit insgesamt 50 Entscheidungen geplant, an denen rund 2.200 Athletinnen und Athleten aus etwa 195 Nationen teilnehmen werden. Sie sollen im Olympiastadion, das derzeit modernisiert wird, sowie den weiteren Anlagen im Olympiapark um Titel kämpfen. Der Marathon und die Wettbewerbe im Gehen würden durch weitere Teile des Stadtgebiets führen.
Die nächste WM findet 2027 in Peking statt. Die Entscheidung über die folgenden Ausrichter will der Leichtathletik-Weltverband World Athletics bis September dieses Jahres treffen. Die Bewerbung für beide Austragungsjahre ist zwingend, doch München favorisiert 2031. Denn 2029 finden bereits im Mai das Deutsche Turnfest sowie im Juli und August die Fußball-Europameisterschaft der Frauen in der Landeshauptstadt statt.
Geplant ist, die Kosten von rund 107 Millionen Euro (2029) beziehungsweise 110 Millionen Euro (2031) zu gleichen Teilen auf Bund, Freistaat Bayern und die Stadt München aufzuteilen. Die Veranstaltung soll weitgehend auf der bestehenden Infrastruktur im Olympiapark aufbauen. Die für die Olympischen Sommerspiele 1972 gebauten Anlagen stehen auch im Mittelpunkt der Bewerbung Münchens als Ausrichter Olympischer und Paralympischer Sommerspiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044. Mit welcher Stadt oder Region Deutschland ins Rennen gehen wird, ist allerdings noch offen.
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