Bär in Oberbayern
Sind das die Spuren des Bären in Oberbayern?
Stand 20.04.23 - 15:29 Uhr
Ein Bär ist wohl in Oberbayern unterwegs, reißt Schafe und soll sich Menschen gegenüber scheu verhalten - bislang gab es keinen Kontakt.
Sind das Spuren des Bären in Oberbayern?©Benjamin Hager
Bär verhält sich Menschen gegenüber scheu
Rosenheim/Augsburg (dpa/lby) – Ein Bär hat am Mittwoch im Landkreis Rosenheim zwei Schafe gerissen und ein drittes verletzt, das daraufhin getötet werden musste. «Anhand der Erstdokumentation der äußeren Verletzungen der Tiere und vor Ort aufgefundener Trittsiegel kann dieser Vorfall einem Bären zugeordnet werden», teilte das Landesamt für Umwelt in Augsburg mit. Eine Sichtung des Tieres oder eine direkte Begegnung zwischen Mensch und Bär habe es nicht gegeben.
- Anzeige -Der Bär, der zuletzt in den oberbayerischen Landkreisen Rosenheim und Miesbach Spuren hinterlassen hat, verhält sich nach den bisherigen Erkenntnissen dem Menschen gegenüber scheu. Nutztierhalter im Grenzgebiet des Landkreises zu Österreich sollen allerdings derzeit ihre Tiere möglichst nachts einstallen und Herdenschutzmaßnahmen ergreifen. Die Behörden könnten dabei mit Zaunmaterial unterstützen, betonte das Landesamt.
Spuren des Bären im Schnee
Die toten Schafe waren am Mittwoch auf einer Weide in der Grenzregion zu Österreich gefunden worden. Ein Experte begutachtete daraufhin die Situation vor Ort und nahm genetische Proben, die nun ausgewertet werden. Im Freistaat werden immer mal wieder Spuren von einzelnen durchwandernden Bären gesichtet, eine dauerhafte Ansiedlung wird nicht erwartet.
Hörerin Elisabeth hat uns das obere Bild mit Spuren im Schnee geschickt. Es stammt von ihrem Sohn, Benjamin, der Jäger in Oberaudorf ist – genau in der Region, in der der Bär wohl unterwegs ist. Es könnte sich also um die Spuren des Bären handeln.
©Benjamin Hager
- Anzeige -Sicherheit der Menschen vorrangig
Nach der Attacke auf Schafe hat Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber die Sicherheit der Menschen als absolut vorrangig bezeichnet. Im Zweifel sei auch der Abschuss des Tieres möglich.
«Im Ernstfall kommen alle Maßnahmen in Betracht», betonte der Freie-Wähler-Politiker. Der Sachverhalt müsse jetzt fachlich genau aufgeklärt und die Lage vor Ort engmaschig beobachtet werden.
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