Aktualisiert: 19.02.2021 - 10:05

Was haben die Fälle von zwei detonierten Postsendungen und einer entschärften gemeinsam? Sie richten sich gegen Unternehmen aus der Lebensmittelbranche. Auch die Ermittler sehen Zusammenhänge.

Lidl-Zentrale Neckarsulm

Ein Fahrzeug der Polizei fährt an der Lidl Zentrale in Neckarsulm vorbei. Im Lidl Verwaltungsgebäude war am Mittwochnachmittag eine Briefbombe explodiert. Foto: Christoph Schmidt/dpa

Paket in München entschärft

Heidelberg/München (dpa) - Nach der Brief-Explosion in der Lidl-Zentrale und einer Paket-Explosion bei einem Getränkehersteller ist auch in München ein verdächtiges Paket entdeckt worden.

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In einem Paktverteilzentrum beim Flughafen München sei es gelungen, die Postsendung in der Nacht auf Donnerstag abzufangen und zu entschärfen, teilten die Staatsanwaltschaft Heidelberg und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg mit. Das Paket war an ein Lebensmittelunternehmen mit Sitz in Bayern adressiert.

Hängen die Fälle zusammen?

Die Ermittlungen zu allen drei Fällen werden bei den beiden Behörden in Baden-Württemberg zentral gebündelt, «da derzeit von einem Tatzusammenhang ausgegangen wird». Auch das Bayerische Landeskriminalamt sei eng eingebunden. Alle Sendungen waren an Lebensmittelunternehmen adressiert.

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Mitarbeiter durch Explosion verletzt

Beim Öffnen eines Briefes war es am Mittwochnachmittag in der Lidl-Zentrale in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) zu einer Explosion mit drei Verletzten gekommen. Zuvor war bei der Verpuffung in der Warenannahme eines Getränkeherstellers in Eppelheim (Rhein-Neckar-Kreis) am Dienstag ein Mitarbeiter verletzt worden.

Laut Polizei war für die Verpuffung ein Paket verantwortlich, das der Mann angenommen hatte. Er erlitt ein Knalltrauma. Die bei den Detonationen Verletzten haben das Krankenhaus mittlerweile wieder verlassen.

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Motiv bisher unklar

Spezialisten prüfen die an den Tatorten und an der entschärften Sendung gesicherten Spuren, um möglichst rasch dem Täter oder den Tätern auf die Spur zu kommen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Ein Motiv zeichne sich noch nicht ab. Auf die Frage, wie das verdächtige Paket in München identifiziert werden konnte, gab die Anklagebehörde keine Antwort.