Straßenschäden durch Hitze
Gefährliche Blow-Ups auf Autobahnen
Stand 21.06.17 - 11:13 Uhr
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Der Sommer hat auch unangenehme Folgen: bei dauerhafter Hitze drohen auf den Straßen gefährliche Blow-Ups! Wie sie entstehen und wie man sich schützen kann.
Wenn Hitze die Straßen sprengt
Kalt, warm, kalt – und Hitze! Genau diese Temperaturschwankungen sind es, die unseren Straßen zu schaffen machen. Die Folge: an heißen Sommertagen dehnen sich die Betonplatten, aus denen viele ältere Autobahnen bestehen, aus. Irgendwann macht es klack, der Belag wirft sich innerhalb von Sekunden gebirgsartig auf und es kommt zum Blow-Up.
Warum kommt es zum Blow-Up?
Betonstraßen können sich nicht so sehr verformen wie Fahrbahnen aus Asphalt. Deshalb platzen sie bei Temperaturen über 30 Grad häufig auf. Insbesondere Fugen, Nahtstellen und reparierte Abschnitte sind gefährdet. In Deutschland bestehen rund 30 Prozent der Fahrbahnen aus Beton.
- Anzeige -Welche Straßen sind gefährdet?
Hitzeschäden drohen bei uns besonders häufig auf der A92 München – Deggendorf und auf der A94 München – Passau. Der Grund: das Alter der Autobahnen! Die Betonplatten, die früher verwendet wurden, sind nur ca. 22 Zentimeter dick. Heute verbaute Platten haben in der Regel eine Stärke von 28 Zentimetern und können der Hitze damit standhalten.
Neuere Straßen bestehen aus Asphalt, der sich besser ausdehnen kann. Einige Straßen enthalten außerdem sogenannte Dehnungsfugen – das sind linienartige Einschnitte in den Beton am Fahrbahnrand, die Blow-Ups vermeiden sollen.
Wie kann ich mich als Autofahrer schützen?
Sich als Autofahrer vor einem Blow-Up zu schützen, ist leider sehr schwer. In jedem Fall sollte bei Hitze vorsichtig und auf Sicht gefahren werden. Drohen Straßenschäden oder sind Straßen beschädigt, wird dies in der Regel über Hinweisschilder angekündigt. Daraus resultierende Geschwindigkeitsbegrenzungen sollten unbedingt eingehalten werden. Motorradfahrer sollten betroffene Stellen besser komplett meiden.
Wer haftet im Schadensfall?
Das Verkehrsministerium lässt gefährdete Fahrbahnen regemäßig mit speziellen Messfahrzeugen überprüfen. Sind die Beschädigungen zu stark, werden Straßen mitunter gesperrt oder erneuert. Bei fehlenden Hinweisschildern auf Straßenschäden haftet im Falle eines Unfalls der Staat. Sind Hinweisschilder vorhanden, haftet der Betroffene selbst. Eine Vollkasko-Versicherung ist daher ratsam.
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