Wiesn 2026 in München
Mehr Kontrollen, mehr Überblick, mehr Sicherheit: So will die Stadt die Wiesn schützen
Stand 21.09.26 - 09:10 Uhr

© Bild: Alexander Fox | PlaNet Fox auf Pixabay
Wenn auf der Theresienwiese wieder Millionen Menschen feiern, muss hinter den Kulissen alles sitzen. Genau deshalb zieht München beim Sicherheitskonzept für die Wiesn 2026 noch einmal an. Mehr Technik, mehr Personal und strengere Regeln sollen dafür sorgen, dass ihr möglichst entspannt feiern könnt.
Die Wiesn wird sicherer aufgestellt
Volle Bierzelte, dichtes Gedränge an den Eingängen und Tausende Menschen gleichzeitig unterwegs: Auf der Wiesn muss Sicherheit besonders gut geplant sein. Die Stadt München setzt deshalb auch 2026 auf ein großes Aufgebot. Rund 240 Mitarbeitende des Kreisverwaltungsreferats sind auf dem Festgelände und im direkten Umfeld im Einsatz.
Dazu kommen Feuerwehr, Rettungsdienst, Lebensmittelüberwachung, Gewerbebehörde und das Wiesn-Fundbüro. Im Hintergrund werden außerdem Leitstelle und Feuerwachen personell verstärkt. Heißt unterm Strich: Es wird nicht nur kontrolliert, sondern auch schnell reagiert, wenn Hilfe gebraucht wird.
Lehren aus dem Gedränge im vergangenen Jahr
Ein Punkt steht diesmal besonders im Fokus: die Besucherströme. Nachdem es im vergangenen Jahr stellenweise zu Überfüllung gekommen war, wurde das Sicherheitskonzept überarbeitet. Neu ist unter anderem eine modernisierte Koordinierungsstelle mit besserer Technik.
Außerdem gibt es jetzt eine eigene Sicherheitszentrale. Die Videoüberwachung wurde ausgebaut, Kommunikationswege wurden verbessert und mit sogenanntem Crowd Spotting soll dichter Andrang schneller erkannt werden. Klingt technisch, ist für euch aber ziemlich konkret: Problemstellen sollen früher auffallen, bevor es eng wird.
Taschen, Messer, Glas: Das bleibt draußen
Auch bei den Kontrollen bleibt die Stadt klar. Rucksäcke und große Taschen mit mehr als drei Litern Volumen sind auf dem Festgelände tabu. Kleine Handtaschen sind erlaubt. Ebenfalls verboten: Glasflaschen.
Und noch etwas ist wichtig: Messer und andere gefährliche Gegenstände dürfen weder auf die Wiesn noch in den Bereich rund um die Eingänge mitgebracht werden. Gerade dort, wo sich viele Menschen sammeln, will die Stadt besonders genau hinschauen.
Für Familien gilt außerdem: Kinderwägen sind täglich ab 18 Uhr und an den drei Samstagen ganztägig nicht erlaubt. Wer mit mehr Gepäck unterwegs ist, kann die Aufbewahrungsstellen rund um das Gelände nutzen.
Autofrei zur Wiesn? Am besten ja
Wer mit dem Auto kommen will, braucht gute Nerven oder lässt es am besten gleich. Rund um die Theresienwiese gibt es praktisch keine regulären Parkmöglichkeiten. Die Stadt rät deshalb dringend zur Anreise mit Bus und Bahn oder direkt zu Fuß beziehungsweise mit dem Fahrrad.
Rund um das Festgelände gelten wieder mehrere Sperrringe. Sie sollen den Verkehr ordnen und sensible Bereiche schützen. Zusätzlich wird die Schwanthalerstraße zu stark frequentierten Zeiten mit Fahrzeugsicherheitsbarrieren gesperrt. Damit will München Besucherströme noch besser absichern.
Auch E-Scooter werden ausgebremst
Damit das Chaos rund um die Wiesn nicht auf zwei kleinen Rädern weitergeht, gelten auch für E-Scooter und Leihräder wieder Sonderregeln. Innerhalb des äußeren Sperrrings gibt es ein Fahr- und Parkverbot.
Besonders spannend: In den Abend- und Nachtstunden wird das Ausleihen in einem größeren Radius rund um die Wiesn zusätzlich eingeschränkt. So soll verhindert werden, dass sich alkoholisierte Fahrer auf E-Scooter schwingen.
Hilfe schnell da, wenn’s drauf ankommt
Auch medizinisch ist die Wiesn 2026 breit aufgestellt. Die Sanitätsstation im Servicezentrum ist rund um die Uhr geöffnet. Neu dazu kommt eine zweite Station am Familienplatzl, damit Einsatzkräfte noch schneller vor Ort sein können.
Außerdem ist wieder ein mobiles CT im Einsatz. Verletzungen können damit direkt auf der Wiesn genauer untersucht werden. Das spart im Ernstfall Zeit und entlastet gleichzeitig die Kliniken.
Verloren? Das Fundbüro ist umgezogen
Wer auf der Wiesn etwas verliert, muss 2026 an einen neuen Ort schauen: Das Fundbüro ist jetzt im Deutschen Museum – Verkehrszentrum am Bavariapark untergebracht. Gut zu wissen also, falls nach einem langen Wiesn-Tag plötzlich Jacke, Handy oder Trachtenhut verschwunden sind.
Klar ist: Die Wiesn soll ein Ort zum Feiern bleiben. Damit das klappt, zieht München bei Sicherheit, Kontrolle und Organisation die Schrauben weiter an.
Was ist neu?
- modernisierte Koordinierungsstelle
- eigene Sicherheitszentrale
- bessere Videoüberwachung
- Crowd Spotting zur Beobachtung von Besucherströmen
- zusätzliche Fahrzeugsicherheitsbarrieren
Wer sorgt für Sicherheit?
- rund 240 Mitarbeitende des KVR
- dazu Feuerwehr, Rettungsdienst und weitere Einsatzkräfte
Was dürft ihr nicht mitbringen?
- Rucksäcke und große Taschen über 3 Liter
- Glasflaschen
- Messer und andere gefährliche Gegenstände
Was gilt für Kinderwägen?
- täglich ab 18 Uhr verboten
- an den drei Samstagen ganztägig verboten
Wie kommt ihr am besten zur Wiesn?
- mit Bus und Bahn
- zu Fuß oder mit dem Fahrrad
- Autos lieber stehen lassen
Was gilt für E-Scooter und Leihräder?
- Fahr- und Parkverbot innerhalb des äußeren Sperrrings
- zusätzliche Einschränkungen am Abend und in der Nacht
Wo gibt es Hilfe im Notfall?
- Sanitätsstation im Servicezentrum
- zweite Sanitätsstation am Familienplatzl
Wo ist das Fundbüro?
- im Deutschen Museum – Verkehrszentrum, Am Bavariapark 5
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