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Nach jahrelangem Kampf

Vater von Britney Spears will als Vormund abtreten

Aktualisiert 13.08.2021 - 10:09 Uhr

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Seit 2008 steht Britney Spears unter der Vormundschaft ihres Vaters. Seit langem kĂ€mpft sie dagegen, unterstĂŒtzt von Promi-Freunden und Fans. Jetzt ist fĂŒr die SĂ€ngerin ein Ende dieser Regelung in Sicht.

Vater von Britney Spears will als Vormund abtreten

Britney Spears will ihren Vater Jamie Spears, nicht lÀnger als Vormund. Foto: Uncredited/AP/dpa

"Free Britney" rĂŒckt nĂ€her

Los Angeles (dpa) – Jamie Spears, der Vater von PopsĂ€ngerin Britney Spears (39), hat in einer GerichtserklĂ€rung seinen RĂŒcktritt als Vormund in Aussicht gestellt. Zum richtigen Zeitpunkt werde er dies tun, heißt es in dem am Donnerstag (Ortszeit) beim Superior Court in Los Angeles eingereichten Dokument, das von US-Medien veröffentlicht wurde.

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Die AnwĂ€lte des 69-JĂ€hrigen fĂŒhren darin weiter aus, dass ein «ordnungsgemĂ€ĂŸer Übergang» zur Einsetzung eines neuen Vormunds Bedingung sei. Britneys UnterstĂŒtzer jubeln. Auch der Anwalt von Britney Spears, Mathew Rosengart, wertete die Entwicklung als großen Sieg fĂŒr seine Mandantin. Jamie Spears solle allerdings sofort als Vormund abtreten, sagte er in einer Mitteilung, die vom Branchenblatt «Variety» veröffentlicht wurde.

Hat sich Jamie Spears am Vermögen seiner Tochter bereichert?

Britneys Anwalt Rosengart hatte im Juli vor Gericht die Ablösung ihres Vaters als Vormund der berĂŒhmten Tochter beantragt. Er hielt Jamie Spears laut Mitteilung «beschĂ€mende und verwerfliche Angriffe» auf Britney vor. Sie wollten weiterhin prĂŒfen, ob sich der Vater als Vormund in den vergangen Jahren unrechtmĂ€ĂŸig am Vermögen seiner Tochter bereichert habe, stellte Rosengart in Aussicht.

Die AnwĂ€lte von Jamie Spears betonten dagegen, dass der Vater von Anfang an im besten Interesse der Tochter gehandelt habe. Es gĂ€be keine eigentlichen GrĂŒnde, Spears als Vormund zu entfernen, heißt es in den Gerichtsunterlagen. Er sei aber zur Zielscheibe «ungerechtfertigter» Angriffe geworden und wolle einen öffentlichen Kampf mit seiner Tochter um die Vormundschaft vermeiden.

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Die SĂ€ngerin steht seit 2008 unter der Vormundschaft ihres Vaters, nachdem sie wegen privater und beruflicher Probleme psychisch zusammengebrochen war. ZunĂ€chst verwaltete Jamie Spears das Vermögen und private Anliegen seiner Tochter. 2019 trat er kĂŒrzer, blieb aber fĂŒr die Finanzen zustĂ€ndig. Um die persönlichen Belange der SĂ€ngerin, darunter medizinische Anliegen, kĂŒmmert sich als Mit-Vormund Jodi Montgomery.

"Free Britney" – UnterstĂŒtzer erfreut

UnterstĂŒtzer reagierten euphorisch auf die ĂŒberraschende Entwicklung. Reality-Star Paris Hilton (40), seit langem mit Spears befreundet, zeigte sich begeistert: Sie sei «so happy», schrieb die 40-JĂ€hrige auf Twitter. «Das war so lange ĂŒberfĂ€llig.» Sie sei froh, «dass Britney auf dem Weg ist, endlich frei zu sein». Ihren Tweet versah Hilton mit dem bekannten Hashstag #FreeBritney und dem Link zu einem Bericht in der "New York Times". Zahlreiche Fans der SĂ€ngerin feierten die Neuigkeiten in den sozialen Netzwerken.

Viele Prominente und Fans haben sich in den letzten Monaten unter dem Hashtag #FreeBritney auf die Seite der SĂ€ngerin geschlagen. Bei Anhörungen ziehen UnterstĂŒtzer hĂ€ufig vor Gericht auf und fordern mit Sprechchören und auf Plakaten Freiheit fĂŒr Spears.

So reagiert die SĂ€ngerin auf die Entwicklungen

Britney Spears selbst postete auf Instagram ohne weiteren Kommentar ein gemaltes Bild, das eine Frau von hinten zeigt. Sie trĂ€gt Blumen im Haar, ein Schmetterling fliegt ĂŒber ihre Schulter. Ein User kommentierte das Bild mit den Worten «Wir sind einen Schritt weiter auf dem Weg zu deiner Freiheit». Ein weiterer kommentierte bereits: «Sie ist frei».

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Bei zwei Gerichtsanhörungen im Juni und Juli hatte die SĂ€ngerin in emotionalen Ansprachen ihren Vater heftig angegriffen und VorwĂŒrfe gegen ihre Familie, Betreuer und AnwĂ€lte erhoben. Sie fĂŒhle sich von ihrer Familie und von Managern ausgenutzt. Sie werde von allen kontrolliert und könne selbst nicht ĂŒber ihr Leben bestimmen, erklĂ€rte die SĂ€ngerin von Hits wie «Oops!…I Did It Again» oder «Baby One More Time». Sie sei bedroht worden und habe große Angst vor ihrem Vater. Stellenweise brach der Popstar dabei in Schluchzen aus.

Mitte Juli hatte das Gericht der 39-JĂ€hrigen erlaubt, ihren eigenen Anwalt zu bestimmen. Als ihr neuer Vertreter beantragte Rosengart umgehend die Ablösung des Vaters als Vormund. Laut Petition soll Jamie Spears durch einen vorlĂ€ufigen Vormund – den zertifizierten RechnungsprĂŒfer Jason Rubin – ersetzt werden. Die nĂ€chste Anhörung in dem Gerichtsstreit ist fĂŒr Ende September angesetzt.

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