Auch Tiere brauchen Hilfe
Tierheime suchen Unterkünfte für ukrainische Haustiere
Stand 16.03.22 - 11:39 Uhr
Manche Menschen flüchten mit ihrem Haustier vor dem Krieg in der Ukraine - doch in deutschen Notunterkünften können sie nicht immer zusammenbleiben. Jetzt wird nach Lösungen gesucht.
Viele Menschen flüchten mit ihren Haustieren aus der Ukraine.
Tierheime brauchen jetzt Unterstützung
Tierheime suchen Unterkünfte für Haustiere, die mit ihren Besitzerinnen und Besitzern aus der Ukraine geflüchtet sind.
- Anzeige -
Deutschland hat wie andere europäische Länder die Einreisebedingungen für die tierischen Begleiter der Geflüchteten gelockert – in den Notunterkünften werden sie aber allenfalls geduldet. Wenn nicht, müssen sie ins Tierheim umziehen, bis ihre Halterinnen und Halter eine andere Bleibe haben.
Eigentlich keine Tiere in Asylunterkünften erlaubt
Das ist zum Beispiel in München, Karlsruhe oder Heidelberg der Fall, wo schon einzelne Tiere untergebracht werden mussten. Grundsätzlich seien Haustiere in Asylunterkünften nicht erlaubt, erläutert die Regierung von Oberbayern, die unter anderem für das Ankunftszentrum in München zuständig ist. Zurzeit werde aber eine Ausnahme gemacht. «Als dauerhafte Lösung ist diese vorübergehende Duldung jedoch nicht vorgesehen», heißt es.
In Mittelfranken sei es zum Teil möglich, die Tiere mit in die Unterkünfte zu nehmen, sagt ein Sprecher der Bezirksregierung. Es seien aber auch schon welche vorübergehend ins Tierheim gekommen.
- Anzeige -
In Nürnberg dürften kleine Hunde und Katzen in Transportboxen mit in die Einrichtungen, sagt Sebastian Kahl von der Feuerwehr, die die Notunterkünfte der Stadt betreut. «Eine Trennung wäre in der psychischen Ausnahmesituation, in der sich die Geflüchteten befinden, aktuell weder vermittel- noch umsetzbar.» Größere Hunde seien bisher nicht dabei gewesen. Was mit diesen passieren würde, müsse dann im Einzelfall entschieden werden.
Platzmangel in Tierheimen
Auch der Deutsche Tierschutzbund appelliert an die Behörden, die Unterkünfte so auszustatten, dass Mensch und Tier zusammenbleiben können. Die Tierheime in Deutschland bereiteten sich darauf vor, Haustiere aus der Ukraine aufzunehmen und zu versorgen. Doch viele hätten nicht genügend Platz, weil in der Corona-Zeit unüberlegt Hunde angeschafft und später an Tierheime abgegeben worden seien, sagt Sprecherin Lea Schmitz.
- Anzeige -
Viele Tierheime suchen deshalb nach Zimmern oder Wohnungen für ukrainische Geflüchtete mit ihren Tieren. Auf einen entsprechenden Aufruf des Nürnberger Tierheims auf Facebook hätten sich überwältigend viele Menschen gemeldet, sagt Leiterin Tanja Schnabel. «Unsere Listen sind mehr als voll.» Die Tierheime in Karlsruhe und Bayreuth suchen wiederum Pflegefamilien, die ukrainische Haustiere bei sich Zuhause aufnehmen. In Hamburg vermitteln die Behörden eigenen Angaben nach zu diesem Zweck Tierpatenschaften auf Zeit.
Die Zeit in den Notunterkünften ist auch für die Haustiere strapaziös. Denn oft müssten diese in Transportboxen bleiben und bekämen keinen Auslauf, sagt Kristina Berchtold vom Münchner Tierschutzverein. Dieser sammelt deshalb Spenden für die Tiere in den Einrichtungen: neben Futter, Katzentoiletten und Streu werden demnach vor allem Freilaufgehege mit Dach benötigt, damit sich Katzen und Kleintiere etwas bewegen können.
Bleib immer bestens informiert!
Mit unserem kostenlosen 95.5 Charivari-Newsletter verpasst du keine Highlights mehr. Von Top-Konzerten über exklusive Gewinnspiele bis hin zu Einblicken in Larissa Lannert live - wir liefern dir wöchentlich alles Wichtige direkt in dein Postfach.
Mehr Beiträge und Themen
Heute wird es in Bayern laut: Anlass ist der bundesweite Warntag.
Pendlerinnen und Pendler in München müssen sich in der zweiten Septemberwoche auf deutliche Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr einstellen
Im Landkreis Augsburg startet ein Test: Essen und Medikamente kommen bald per Drohne.
Ein Mittelamerikanischer Tapir ist neu in Hellabrunn. Der seltene Bewohner lebt jetzt im Nashornhaus und wird dort aktuell an seine neue Umgebung gewöhnt.
Explosion in Augsburg: Zwei Verletzte, Bahnhof zeitweise gesperrt, Züge fahren inzwischen wieder.
Trotz Insolvenz gibt es für 1860-Fans Hoffnung: Der Spielbetrieb läuft weiter - und auch das Löwen-Wappen ist zurück.
Neue Regeln im September 2026: Das ändert sich bei Steuer, Bahn, Warntag und Einkaufen.
Der Münchner Wohnungsmarkt ist für viele der Endgegner. Grund genug, endlich groß darauf aufmerksam zu machen, dachte sich unser Moderator Thommy Berglmeir.
Wende im Münchner Univiertel: Kioskbetreiber ziehen ihre Klagen zurück. Ab dem 4. September 2026 gilt ab 22 Uhr wieder ein striktes Bierverkaufsverbot.
Dekolleté-Eklat auf dem Oktoberfest: Auf Druck der Stadt München mussten die traditionellen Pappmaché-Figuren am Teufelsrad züchtig übermalt werden - aus Sorge vor einem Wiesn-Verbot
DESK
Krank nach der Wiesn? Die LMU erforscht die Wiesngrippe. So helft ihr mit und schützt euch vor Infekten.
Uli Hoeneß darf seine zwei Linden behalten. Doch der Nachbarstreit ist möglicherweise noch nicht vorbei.
Zwei Kellnerinnen handeln bei einem Notfall auf der Wiesn sofort - und helfen, einen 78-Jährigen wiederzubeleben.
München führt bei der Olympia-Bewerbung. Am 26. September fällt die Entscheidung des DOSB.
The Kolors bringen Italo-Pop und große Gefühle nach München - jetzt Tickets sichern!
Neue Wirte, neue Fahrgeschäfte, neue Ideen: Auf der Wiesn 2026 tut sich einiges. Beim Presserundgang der Stadt München wurde schon vor dem Start klar: Dieses Jahr gibt’s auf dem Oktoberfest viel Vertrautes - aber auch einige spannende Neuerungen.






