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Seilbahnunglück in Italien

Drei Festnahmen nach Seilbahnunglück in Italien

Aktualisiert 26.05.2021 - 15:32 Uhr

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Plötzlich riss das Seil: Waren Manipulationen am Sicherheitsbremssystem der Grund? Jetzt wurden Mitarbeiter des Seilbahnbetreibers festgenommen.

Drei Festnahmen nach Seilbahnunglück in Italien

Von einer Plane verdeckt: die abgestürzte Gondel. Foto: Piero Cruciatti/LaPresse via ZUMA Press/dpa

UPDATE: 

Aussage nach Seilbahnunglück: Bremse bewusst deaktiviert

Rom (dpa) – Nach den Festnahmen wegen mutmaßlicher Manipulationen an der Seilbahn am Monte Mottarone in Norditalien haben die Ermittler Hinweise darauf, dass die Bremse absichtlich deaktiviert wurde.

Es gebe eine Aussage, wonach eine Vorrichtung deaktiviert wurde, um eine Störung zu vermeiden, sagte ein Carabiniere im italienischen Fernsehen am Mittwoch. Die habe dann dafür gesorgt, dass die Notbremse nicht griff.

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Die Störung hätte dem Polizisten zufolge sonst zu einem langsamen Ablauf geführt. «Man wollte die Seilbahn in Betrieb halten, auch als sich das Problem offenbarte.» So sei die Notbremse gesperrt gewesen, damit weiter Menschen transportiert werden konnten. Dadurch sei es aber auch zu der «dramatischen Fügung» gekommen, dass die Notbremse nicht griff, als eines der Kabel riss.

Drei Menschen waren am Mittwochmorgen festgenommen worden. Dabei handelt es sich laut Medienberichten um Mitarbeiter des Seilbahnbetreibers Ferrovie del Mottarone. Darunter sei auch ein Manager. Ermittler hätten festgestellt, dass ein Sicherheitsbremssystem «manipuliert» worden sei, um Verspätungen des Seilbahnbetriebs zu vermeiden, zitierte die Nachrichtenagentur Ansa die ermittelnde Staatsanwältin Olimpia Bossi.


Gondelunglück in Norditalien mit 14 Toten

Rom (dpa) – Nach dem Gondelunglück in Norditalien mit 14 Toten sind Medienberichten zufolge drei Menschen festgenommen worden. Dabei handele es sich um Mitarbeiter des Seilbahnbetreibers Ferrovie del Mottarone, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Darunter sei auch ein Manager.

Ermittler hätten festgestellt, dass ein Sicherheitsbremssystem «manipuliert» worden sei, um Verspätungen des Seilbahnbetriebs zu vermeiden, zitierte Ansa die ermittelnde Staatsanwältin Olimpia Bossi.

Video der Überwachungskamera zeigt Unglück

Die Staatsanwaltschaft hatte am Dienstag das Video einer Überwachungskamera beschlagnahmt, das den Unfall zeigt. Darauf sei zu sehen, wie sich die Gondel am Sonntag kurz vor der Bergstation am Monte Mottarone westlich des Lago Maggiore befunden habe, als plötzlich ein Seil riss und die Kabine talwärts abstürzte, hieß es.

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Mehrere der 15 Passagiere wurden aus der Gondel geschleudert. Diese blieb am Ende völlig zerstört an einem Baum hängen. Nur ein kleiner Junge, der seine Familie bei dem Unglück verlor, überlebte. Die Seilbahn verbindet den Ort Stresa mit dem rund 1500 Meter hohen Monte Mottarone.

Erst seit Samstag dürfen Seilbahnen in ganz Italien im Zuge von Lockerungen der Corona-Beschränkungen überhaupt wieder Ausflügler transportieren.

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