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Klima & Nachhaltigkeit

Tanzen f├╝rs Klima: Club findet L├Âsung f├╝r Energieproblem beim Feiern

Aktualisiert 16.01.2023 - 14:35 Uhr

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Immer mehr Clubs achten darauf, nachhaltige L├Âsungen f├╝r ihren hohen Energieverbrauch zu finden. In Schottland ist das einem Club gelungen. Er wandelt K├Ârperw├Ąrme in Heiz- und K├╝hlenergie um.

Tanzen f├╝rs Klima: Club findet L├Âsung f├╝r Energieproblem beim Feiern
┬ęshutterstock

Tanzen, Schwitzen, Heizen

Ein einziger Club verbraucht an einem Wochenende mehr Energie als ein Single-Haushalt in einem Jahr. Es ist also sehr sinnvoll, sich gerade in diesem Bereich nach m├Âglichen nachhaltigen L├Âsungen umzuschauen.

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Vorzeigebeispiel Glasgow

In Glasgow ist das in einem schottischen Club tats├Ąchlich schon Realit├Ąt. Durch eine geothermische Technologie kann hier die K├Ârperw├Ąrme der Menschen, die bisher ungenutzt in die Atmosph├Ąre abgegeben wird, nachhaltig verwendet werden. Die Energie, die hier entsteht, kann monatelang unter der Erde gespeichert werden.

Wie funktioniert das?

Das Ganze funktioniert ├╝ber Rohren in der Decke – auch eine spezielle Fl├╝ssigkeit spielt hier eine wichtige Rolle. Um die Hitze der tanzenden Partyg├Ąste aufzunehmen, wird die kalte Fl├╝ssigkeit durch die Rohre geleitet. Dort erw├Ąrmt sie sich und saugt so die W├Ąrme der Tanzfl├Ąche auf.

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Die W├Ąrme wird aus dem Club in den Garten des Veranstaltungsgel├Ąndes heraustransportiert. Hier gibt es zw├Âlf Bohrl├Âcher im Boden. Die W├Ąrme wird hier in eine Steinschicht ├╝bertragen, mit der diese Bohrl├Âcher verbunden sind. So wird die Hitze gespeichert.

Wenn diese W├Ąrme zum Heizen zu einem anderen Zeitpunkt oder an einer anderen Stelle gebraucht wird, dann kann man die W├Ąrme aus der Steinschicht zur├╝cktransferieren. Die Steine, die als W├Ąrmespeicher dienen, liegen in 200 Meter Tiefe.

Lohnt sich das Konzept?

Bis zu 800 kWh produzieren die Partyg├Ąste in einer Nacht. Ein Single-Haushalt verbraucht im Jahr durchschnittlich 1300 kWh Energie.

Damit werden nicht nur Energiekosten gespart, sondern auch mehr Autonomie in der Energieversorgung gef├Ârdert. Es wird au├čerdem vermutet, dass so auch der COÔéé-Aussto├č des Clubs verringert werden k├Ânnte.

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Da sich die Entwicklung aber gerade noch am Anfang befindet, kann man erst in ein paar Jahren mit genauen Ergebnissen rechnen. Die Umsetzung der Technologie soll den schottischen Club umgerechnet 680.000 ÔéČ kosten.

Umweltfreundliche Konzerte

Auch Bands wie Coldplay versuchen immer mehr auf ihre ├Âkologische Bilanz zu achten. Alleine bei ihrer letzten Tour sollen sie 50 % ihres COÔéé-Aussto├čes reduziert haben. F├╝r jedes verkaufte Ticket soll wohl ein Baum gepflanzt werden.

Zudem verwenden sie erneuerbare Energien, die sogar teilweise durch Zuschauer beim Radfahren oder beim Springen auf kinetischen Tanzfl├Ąchen benutzt werden und so Energie erzeugen.

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Wie sieht es in Deutschland aus?

Auch in Deutschland wird ├╝ber eine L├Âsung nachgedacht. Die Initiative Clubtopia, B├╝ndnis f├╝r eine gr├╝ne Clubnacht, m├Âchte sich f├╝r mehr Nachhaltigkeit in Berliner Clubs einsetzen. Bis jetzt haben sie einen ÔÇ×Code of ConductÔÇť (Verhaltenskodex) ausgearbeitet. Das Interesse f├╝r eine weitere Umsetzung besteht noch immer, aber momentan fehlen die F├Ârdermittel.

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