Coronavirus in München
München beschließt neues Alkoholverbot für Hotspots
Stand 02.09.20 - 16:24 Uhr
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Der Bayerischen Verwaltungsgerichtshof hat das stadtweite Alkoholverbot am Dienstag gekippt. Jetzt hat die Stadt München neue Regeln für den Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit bekanntgegeben.
© Foto: shutterstock
Diese Regeln gelten jetzt in München
Gerade mal einen Tag nach der Niederlage vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof hat die Stadt München jetzt das nächtliche Alkoholverbot überarbeitet. Wegen der gestiegenen Corona-Fallzahl in München, soll es auch in Zukunft Alkoholverbote geben.
- Anzeige -In Zukunft soll das Alkoholverbot aber nicht mehr für die gesamte Stadt gelten, sondern nur noch für bestimmte "Hotspots", wie beispielsweise den Gärtnerplatz oder an der Isar. Hier war es in den vergangenen Wochen immer wider zu größeren Menschenansammlungen gekommen.
+++ Hier nachlesen: Gericht kippt Alkoholverbot in München +++
Aktuelle Corona-Zahlen in München knapp unter dem Grenzwert
Das nächtliche Alkoholverbot in München gilt für den Konsum, wenn die 7-Tage-Inzidenz von 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner überschritten wird. Stand Dienstag (2. September) liegt München knapp unter dem Grenzwert bei 34,45 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner. Bisher galt das stadtweite Alkoholverbot zwischen 23 Uhr und 6 Uhr.
Welche Zeiten und vor allem Plätze vom neuen Alkoholverbot betroffen wären, ist noch nicht im Detail bekannt.
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Oberbürgermeister Dieter Reiter:
„Jetzt haben wir Klarheit, die Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs gibt die Richtung vor für unsere künftigen Maßnahmen zum Infektionsschutz, die weiterhin leider unverzichtbar sind. Die bisherige Allgemeinverfügung zum Alkoholkonsumverbot nach 23 Uhr und zum Alkoholverkaufsverbot außerhalb der Gastronomie nach 21 Uhr wird nicht mehr vollzogen. Ich habe die Stadtverwaltung bereits beauftragt, eine neue Allgemeinverfügung zu verfassen, die alle Maßgaben der richterlichen Entscheidung berücksichtigt und so bald wie möglich veröffentlicht wird. Konkret werden die Verbote nicht mehr stadtweit gelten können, sondern nur an klar benannten Hotspots wie dem Gärtnerplatz oder den Isarauen.
Erfreulich ist, dass die für die Maßnahmen relevante Inzidenzzahl für München auf einen Wert unter 35 gesunken ist. Wenn dieser Trend sich fortsetzen sollte, dann könnten wir insgesamt von einem Alkoholverbot absehen. Denn es geht mir nicht darum, Spaßverderber zu sein, sondern das Infektionsgeschehen so gut wie möglich im Griff zu behalten.“
Mehr Toiletten und Platz für Münchner
Die Situation an den bisherigen "Hotspots" wie etwa dem Gärtnerplatz soll zusätzlich entzerrt. Dafür werden mindestens fünf Freiflächen kurzfristig mit Toiletten und Sitzgelegenheiten ausgestattet, sodass man sich dort "ohne Zwang zum Konsum im Freien in kleinen Gruppen" versammeln kann.
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