Coronavirus in Österreich
Antikörper-Studie: Großteil in Ischgl wohl bereits mit Corona infiziert
Stand 25.06.20 - 16:51 Uhr
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Der österreichische Ort Ischgl gilt als Brennpunkt der Ausbreitung des Coronavirus. Eine Antikörper-Studie hat nun ergeben: ein Großteil der Bevölkerung hat die Infektion wohl bereits unbemerkt durchgemacht!
Foto: Jakob Gruber/APA/dpa
40 Prozent aller Corona-Fälle in Österreich auf Ischgl zurückzuführen
Bislang haben sich weltweit mehr als 9,2 Millionen Menschen mit Covid-19 infiziert. Davon 193.291 Corona-Infektionen in Deutschland. In Österreich gab es bislang rund 17.477 Infektionen. Zeitweise konnten 40 Prozent aller Infektionen in Österreich auf Ischgl zurückgeführt werden, so die Angaben der österreichischen Behörden. Ischgl gilt nach wie vor als Brennpunkt für die Verbreitung des Virus in Österreich, so wie auch in anderen Teilen Europas.
- Anzeige -Großer Teil der Bürger in Ischgl wohl bereits infiziert
Laut einer vom Institut für Virologie in Innsbruck durchgeführten Antikörper-Studie war ein großer Teil der Bevölkerung in Ischgl wohl bereits mit dem Coronavirus infiziert. 42,2 Prozent der Bürger, die untersucht wurden, haben Antikörper auf das Coronavirus entwickelt. Die Antikörper im Blut deuten auf eine durchgemachte Corona-Infektion hin. Laut Dorothee von Laer, der Direktorin des Instituts, ist das der bisher weltweit höchste publizierte Wert.
[MD_Portal_Script ScriptID="9217250" location="leftALone"]Mehrheit hat Coronavirus-Infektion unbemerkt durchgemacht
"85 Prozent derjenigen, die die Infektion durchgemacht haben, haben das unbemerkt durchgemacht", sagt Laer. Nur 15 Prozent der auf Antikörper getesteten Personen hatten die Diagnose erhalten Corona infiziert zu sein. Trotz überraschend hohen Antikörper-Werte gibt es in Ischgl keine Immunität gegen das Coronavirus. Nur durch strenge Sicherheitsauflagen konnten die Zahlen der Corona-Infektionen zurück gehen.
An der Studie nahmen etwa 80 Prozent der Bevölkerung in Ischgl teil. Insgesamt wurden 1473 Testpersonen zwischen dem 21. und 27. April untersucht.
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