Fahrradfahrer in München
Test von Autoclub: So häufig fahren Münchner Radler täglich über Rot
Stand 05.08.20 - 15:05 Uhr
0
Erst einer, dann zwei, dann drei, dann vier: Radfahrer die in der Münchner Innenstadt über eine rote Ampel fahren sind keine Seltenheit - aber sehr gefährlich!
© Foto: Mobil in Deutschland e.V.
Zählung an Kreuzungen in München
Gerade eben sorgte die Änderung der Straßenverkehrsordnung für hitzige Diskussionen bis in den Bundestag. Geschuldet ist das einer drastischen Verschärfung der Verkehrsregeln für Autofahrer besonders bei geringen Geschwindigkeitsüberschreitungen, die in Zukunft Millionen Führerscheine kosten könnte.
- Anzeige -Auch bei Rotlichtverstößen unter einer Sekunde gilt heute schon für Autofahrer eine Strafe von 90 EUR und 1 Punkt, bei Verstößen länger als einer Sekunde sogar 2 Punkte, ein Bußgeld von mindestens 200 EUR und 1 Monat Fahrverbot.
Wenn ein Radfahrer eine rote Ampel überfährt, werden bei einem Verstoß unter einer Sekunde lediglich 60 EUR Bußgeld sowie 1 Punkt fällig, bei über einer Sekunde sind es 100 EUR und 1 Punkt. Ein Fahrverbot bzw. den Führerscheinentzug gibt es für Fahrradfahrer nicht.
- Anzeige -Unfälle durch Rotlichtverstöße können tödlich enden
Verkehrsregeln sollen für mehr Verkehrssicherheit sorgen und dazu dienen, die einzelnen Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr zu schützen. Ein kleiner Auffahrunfall, welcher für Autofahrer oft glimpflich endet, kann bei Radfahrern für sie selbst oder für Fußgänger auch tödliche Folgen haben.
Doch es sind nicht immer nur die Autofahrer, die nicht aufgepasst haben. Vermehrt bekommt man den Eindruck, dass Verkehrsregeln von Fahrradfahrern nicht eingehalten oder gar missachtet werden.
- Anzeige -25.000 Rotlichtverstöße am Tag durch Radfahrer in München
Das neueste Video „Verkehrssünder in der Stadt“, das jetzt vom Automobilclub Mobil in Deutschland e.V. veröffentlicht wurde, zeigt die rücksichtslose Missachtung von roten Ampeln durch Radfahrer in München und mahnt, dass Verkehrsregeln nicht nur für Autofahrer gelten.
"In München begehen Fahrradfahrer am Tag rund 25 000 Rotlichtverstöße“, sagt Michael Haberland, Präsident des Automobilclubs – Mobil in Deutschland e.V.
Woher kommt diese Zahl?
Gefilmt wurde das Geschehen jetzt im Sommer an nur zwei Tagen (insgesamt sechs Stunden) an verschiedensten Kreuzungen und Ampeln in München. Das erschreckende Ergebnis sind Aufnahmen von Radfahrern, die ohne jegliche Rücksicht rote Ampeln überfahren und zum Teil Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer mit ihren riskanten Manövern gefährden.
- Anzeige -„Wenn man die von uns dokumentierten Verstöße auf die ganze Stadt und 24 Stunden hochrechnet, gehen wir von rund 25.000 Rotlichtverstößen pro Tag durch Radfahrer aus. Eine wahnsinnige Zahl, die im Hinblick auf die Verkehrssicherheit sehr bedenklich ist." sagt Michael Haberland, Präsident des Automobilclubs – Mobil in Deutschland e.V.
Zahl der verunglückten Radfahrer deutlich gestiegen
Die bundesweiten Zahlen zeigen zwar, dass im vergangenen Jahr deutlich weniger Menschen im Straßenverkehr ums Leben kamen als in den Jahren zuvor, allerdings ist die Zahl der verunglückten Radfahrer um mehr als 11 Prozent gestiegen.
- Anzeige -Die Gesamtzahl der Unfälle, an denen Radfahrer beteiligt waren, lag für das Jahr 2019 bei knapp 1,3 Millionen. Das ist zum einen der schlechten Verkehrsplanung der Städte geschuldet, zum anderen aber auch der rücksichtslosen Fahrweise vieler Radfahrer.
„Hinsichtlich der aktuellen Situation greifen viele Menschen wieder auf das Fahrrad oder das Auto zurück. Die Steigerung von Verkehrssicherheit kann aber nur gelingen, wenn sich jeder einzelne an die Verkehrsregeln hält“, so Haberland.
Hier das Video „Verkehrssünder in der Stadt“ ansehen:
[MD_Portal_Script ScriptID="9476656" location="leftALone"]Bleib immer bestens informiert!
Mit unserem kostenlosen 95.5 Charivari-Newsletter verpasst du keine Highlights mehr. Von Top-Konzerten über exklusive Gewinnspiele bis hin zu Einblicken in Larissa Lannert live - wir liefern dir wöchentlich alles Wichtige direkt in dein Postfach.
Mehr Beiträge und Themen
Der Münchner Wohnungsmarkt ist für viele der Endgegner. Grund genug, endlich groß darauf aufmerksam zu machen, dachte sich unser Moderator Thommy Berglmeir.
Wende im Münchner Univiertel: Kioskbetreiber ziehen ihre Klagen zurück. Ab dem 4. September 2026 gilt ab 22 Uhr wieder ein striktes Bierverkaufsverbot.
Dekolleté-Eklat auf dem Oktoberfest: Auf Druck der Stadt München mussten die traditionellen Pappmaché-Figuren am Teufelsrad züchtig übermalt werden - aus Sorge vor einem Wiesn-Verbot
Waymo plant fahrerlose Taxis in München: Erste Testfahrten starten bald, der öffentliche Robotaxi-Dienst soll Ende 2027 folgen.
Freibier in der Bräurosl: Das Festzelt sorgt auf der Wiesn 2026 für das gewisse Extra.
Mondfinsternis über Bayern: Warum sich frühes Aufstehen diesmal lohnt
Im Tierpark Hellabrunn leben jetzt Kirk-Dikdiks. Die Mini-Antilopen sind am Isar-Eingang zu sehen.
Italien plant 75 Euro Strafe für Fußgänger mit Smartphone auf der Straße. Noch ist die Regel nicht beschlossen.
Trinkgeld per Karte sorgt für Kritik: Viele Gäste fühlen sich durch Bezahlterminals unter Druck gesetzt.
Die Wiesn 2026 in München ist einen Monat vor dem Start gut vorbereitet. SWM und MVG sichern Strom, Trinkwasser und die Anreise zur Theresienwiese.
DESK
Heute wird es in Bayern laut: Anlass ist der bundesweite Warntag.
Pendlerinnen und Pendler in München müssen sich in der zweiten Septemberwoche auf deutliche Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr einstellen
Im Landkreis Augsburg startet ein Test: Essen und Medikamente kommen bald per Drohne.
Ein Mittelamerikanischer Tapir ist neu in Hellabrunn. Der seltene Bewohner lebt jetzt im Nashornhaus und wird dort aktuell an seine neue Umgebung gewöhnt.
Explosion in Augsburg: Zwei Verletzte, Bahnhof zeitweise gesperrt, Züge fahren inzwischen wieder.
Trotz Insolvenz gibt es für 1860-Fans Hoffnung: Der Spielbetrieb läuft weiter - und auch das Löwen-Wappen ist zurück.
Neue Regeln im September 2026: Das ändert sich bei Steuer, Bahn, Warntag und Einkaufen.








