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Hilfe für Wildtiere

Rekord Sommer: Hungernde Eichhörnchen in München

Aktualisiert 06.09.2018 - 15:44 Uhr

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Im Herbst bereiten sich Eichhörnchen auf den kalten Winter vor. Viele von ihnen finden im Moment aber nur sehr wenig Nahrung. Hier findest du Tipps, wie du den Nagern helfen kannst.

Rekord Sommer: Hungernde Eichhörnchen in München

So kannst du den Nagern helfen

Jetzt beginnt die Zeit, in der sich die Eichhörnchen auf den Winter vorbereiten. Sie halten keinen Winterschlaf, sondern lediglich Winterruhe. Für diese Zeit fangen die Nager im Herbst an, Vorräte zu sammeln und im Boden zu verstecken. Doch aktuell finden die kleinen Tiere weniger Futter als sonst.

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Grund dafür ist der extrem heiße Sommer und die damit einhergehende Dürre. Viele Bäume haben in den heißen Sommermonaten bereits ihre Früchte wie Bucheckern abgeworfen, um die Dürreperiode zu überstehen.

Die Früchte sind in großen Teilen nicht richtig ausgebildet, d.h. die meisten Bucheckern und Haselnüsse sind beispielsweise hohl und leer. Damit fallen vor allem für auf dem Land lebende Eichhörnchen wichtige Futterquellen weg.

Eichhörnchen in der Stadt besonders bedroht

Noch schwieriger ist es für Eichhörnchen, die im Stadtgebiet leben. Sabine Gallenberger vom Eichhörnchen Schutz e.V. spricht von einem traurigen Rekordjahr. Gemeinsam mit ihrer Tochter betreibt sie eine riesige Auffangstation in München und hat allein in diesem Jahr schon rund 760 Eichhörnchen das Leben gerettet.

Das Problem für Eichhörnchen in der Stadt ist die enge Bebauung. Dadurch gibt es generell zu wenig Bäume und Nahrung für die Nager. Und auch an Trinkwasser mangelt es den Stadt-Eichhörnchen massiv. 

© Foto: Eichhörnchen Schutz e.V. – Eichhörnchen in der Auffangstation in München

Tipps, um den Nagern zu helfen 

Sabine Gallenberger hat einige hilfreiche und einfache Tipps, wie wir alle mithelfen können. Das kann im Garten, auf Friedhöfen, beim Waldspaziergängen und an anderen Orten sein, an denen man schon mal Eichhörnchen gesehen hat.

So hilfst du Eichhörnchen:

  • Stelle Trinkgefäße mit Wasser auf. Die Eichhörnchen haben Durst, sie finden aber oft nicht genug Pfützen und Wasser in der Stadt.
  • Verteile Hasel- und Walnüsse. Besonders gut eignet sich hierfür ein großes Vogelhäuschen. Von speziellen Futterhäuschen für Nager rät die Expertin allerdings ab.

Noch mehr Tipps findest du hier.

Zurück in die Wildbahn 

Übrigens alle Eichhörnchen, die in der Auffangstation von Sabine Gallenberger landen, werden wieder ausgewildert. Wenn die Schützlinge alt genug und gesund sind, werden sie zunächst in einem Auswilderungsgehege untergebracht. Hier können sie sich auf das Leben in der freien Natur vorbereiten.

Am Ende geht es für alle wieder raus in die freie Wildbahn, denn hier sind die kleinen Tiere zuhause und fühlen sich pudelwohl.

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