Anregung der Polizei in München
Bald Alkoholverbot im Englischen Garten?
Stand 18.05.21 - 14:43 Uhr
0
Immer wieder eskalieren im Englischen Garten in München Polizeieinsätze - erst neulich wurden 19 Beamte verletzt. Die Polizei regt nun ein Alkoholverbot für den beliebten Stadtpark an.
Foto: Shutterstock
Die Stadt München ist dagegen, die Polizei dafür
Nach den gewaltsamen Auseinandersetzungen im Englischen Garten mit zuletzt 19 verletzten Beamten, hat die Münchner Polizei ein Alkoholverbot vorgeschlagen. Mit der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung, die den Englischen Garten verwaltet, führe man entsprechende Gespräche.
- Anzeige -Das sagt die Polizei über ein Alkoholverbot im Englischen Garten
Ein Alkoholverbot würde der Polizei enorm helfen, erklärte der Sprecher des Polizeipräsidiums München, Andreas Franken gegenüber dem BR. Sollte sich die Schlösser- und Seenverwaltung für einen Erlass entscheiden, der den Konsum von Alkohol im Englischen Garten verbietet, werde die Polizei ihn mit dem gebotenen Ermessensspielraum umsetzen.
Bereits an anderen Plätzen der Stadt, wie dem Viktualienmarkt, dem Gärtnerplatz und dem Wedekindplatz, habe ein Alkoholverbot nach Erlass durch die Stadt entsprechende Erfolge gezeigt, so der Polizeisprecher weiter. Ein Alkoholverbot fordern darf die Polizei übrigens nicht – nur Anregen und in den Gesprächen beraten.
- Anzeige -Das sind die Reaktionen aus der Stadtverwaltung
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) kann den Wunsch nach einem Alkoholverbot im Englischen Garten nachvollziehen: "Wer gesehen hat, welche Szenen sich im Englischen Garten am vorletzten Wochenende abgespielt haben und welche Gewalt sich hier entladen hat, muss sich nicht wundern, wenn der Freistaat über eine Verschärfung der Maßnahmen, wie ein generelles Alkoholverbot nachdenkt," so Reiter gegenüber der AZ.
Parteigenossen im Münchner Stadtrat sehen das hingegen anders und zeigen sich skeptisch, ob ein Alkoholverbot eine zielführende Maßnahme ist. Im Falle des Englischen Gartens ist die Stadt München auch gar nicht für einen Erlass zuständig – dies obliegt allein der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung. Ob sich diese wirklich dafür entscheidet, bleibt abzuwarten.
Bleib immer bestens informiert!
Mit unserem kostenlosen 95.5 Charivari-Newsletter verpasst du keine Highlights mehr. Von Top-Konzerten über exklusive Gewinnspiele bis hin zu Einblicken in Larissa Lannert live - wir liefern dir wöchentlich alles Wichtige direkt in dein Postfach.
Mehr Beiträge und Themen
Wende im Münchner Univiertel: Kioskbetreiber ziehen ihre Klagen zurück. Ab dem 4. September 2026 gilt ab 22 Uhr wieder ein striktes Bierverkaufsverbot.
Dekolleté-Eklat auf dem Oktoberfest: Auf Druck der Stadt München mussten die traditionellen Pappmaché-Figuren am Teufelsrad züchtig übermalt werden - aus Sorge vor einem Wiesn-Verbot
Waymo plant fahrerlose Taxis in München: Erste Testfahrten starten bald, der öffentliche Robotaxi-Dienst soll Ende 2027 folgen.
Freibier in der Bräurosl: Das Festzelt sorgt auf der Wiesn 2026 für das gewisse Extra.
Mondfinsternis über Bayern: Warum sich frühes Aufstehen diesmal lohnt
Im Tierpark Hellabrunn leben jetzt Kirk-Dikdiks. Die Mini-Antilopen sind am Isar-Eingang zu sehen.
Italien plant 75 Euro Strafe für Fußgänger mit Smartphone auf der Straße. Noch ist die Regel nicht beschlossen.
Trinkgeld per Karte sorgt für Kritik: Viele Gäste fühlen sich durch Bezahlterminals unter Druck gesetzt.
Die Wiesn 2026 in München ist einen Monat vor dem Start gut vorbereitet. SWM und MVG sichern Strom, Trinkwasser und die Anreise zur Theresienwiese.
Neue Regeln in Laim: Welche S-Bahnen halten, wo ihr umsteigen müsst und was beim Ticket gilt.
DESK
Pendlerinnen und Pendler in München müssen sich in der zweiten Septemberwoche auf deutliche Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr einstellen
Im Landkreis Augsburg startet ein Test: Essen und Medikamente kommen bald per Drohne.
Ein Mittelamerikanischer Tapir ist neu in Hellabrunn. Der seltene Bewohner lebt jetzt im Nashornhaus und wird dort aktuell an seine neue Umgebung gewöhnt.
Explosion in Augsburg: Zwei Verletzte, Bahnhof zeitweise gesperrt, Züge fahren inzwischen wieder.
Trotz Insolvenz gibt es für 1860-Fans Hoffnung: Der Spielbetrieb läuft weiter - und auch das Löwen-Wappen ist zurück.
Neue Regeln im September 2026: Das ändert sich bei Steuer, Bahn, Warntag und Einkaufen.
Der Münchner Wohnungsmarkt ist für viele der Endgegner. Grund genug, endlich groß darauf aufmerksam zu machen, dachte sich unser Moderator Thommy Berglmeir.








