Nach Raketeneinschlag
Nato sieht keine Hinweise auf vorsätzlichen Angriff nach Raketeneinschlag in Polen
Stand 16.11.22 - 13:32 Uhr
In der Nacht von Montag auf Dienstag ist eine Rakete in Polen eingeschlagen - zwei Menschen sind dabei gestorben. Die Ursache ist unklar, es soll sich allerdings laut Nato nicht um einen Angriff handeln.
©shutterstock
Einschlag wahrscheinlich durch ukrainische Flugabwehrrakete
Brüssel (dpa) – Die Nato hat nach Angaben ihres Generalsekretärs Jens Stoltenberg keine Hinweise darauf, dass der Raketeneinschlag in Polens Grenzgebiet zur Ukraine ein vorsätzlicher Angriff war.
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Nach vorläufigen Analysen sei der Vorfall wahrscheinlich durch eine ukrainische Flugabwehrrakete verursacht worden, die gegen russische Angriffe mit Marschflugkörpern eingesetzt worden sei, sagte Stoltenberg am Mittwoch in Brüssel. Es gebe keine Hinweise, dass Russland offensive militärische Aktionen gegen die Nato vorbereite.
Biden told allies missile that hit Poland was Ukrainian air defence -source https://t.co/O6aD2CnNDo pic.twitter.com/yBQW6vrcNM
— Reuters World (@ReutersWorld) November 16, 2022
Was war geschehen?
Nach polnischen Angaben war in der Nacht von Montag auf Dienstag eine «Rakete aus russischer Produktion» im ostpolnischen Dorf Przewodow sechs Kilometer von der Grenze zum Kriegsgebiet Ukraine eingeschlagen. Nach Feuerwehrangaben wurden dabei zwei Menschen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb getötet.
Die Nachrichtenagentur Interfax Ukraina in Kiew berichtete unter Berufung auf Militärexperten, es könne sich um russische Marschflugkörper vom Typ Ch-101 gehandelt haben. Erste Fotos von Trümmerteilen an der Einschlagstelle deuteten für andere Experten auf die Raketen des Flugabwehrsystems S-300 hin. Dieses System sowjetischer Bauart ist wesentlicher Bestandteil der ukrainischen Flugabwehr.
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