Opfer-Hilfe
Häusliche Gewalt: Hilfe für Opfer in Apotheken
Stand 13.07.20 - 16:45 Uhr
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Seit Ausbruch von Corona nehmen die Fälle von häuslicher Gewalt zu. Mit einem bestimmten Codewort bekommen Opfer in deutschen Apotheken Hilfe.
Foto: Shutterstock
Häusliche Gewalt steigt seit Corona an
Viele Menschen fühlen sich aufgrund der Corona-Maßnahmen wie z.B. der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen in ihrer Freiheit beraubt. Das Gefühl der Freiheitsberaubung kann zu zwischenmenschlichen Spannungen bis hin zu häuslicher Gewalt führen.Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, können sich in Apotheken nun Hilfe holen.
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Betroffene, die in der Apotheke das Codewort „Maske 19“ aussprechen, haben darauf die Möglichkeit auf ein vertrauliches Gespräch. In solchen Momenten kann auch das Alarmieren der Polizei von den Ansprechpersonen übernommen werden.
Für Frauen, die Opfer von häuslicher Gewalt sind, unfassbar schwer ist sich Hilfe zu holen. Vor allem die Corona-Zeit ist eine große Herausforderung für die Opfer. Es ist gut denkbar, dass der Mann sehr aggressiv darauf reagieren könnte, wenn er mitbekommt, dass sich seine Frau Hilfe holen möchte. Ein Polizeieinsatz in den eigenen vier Wänden könnte die Situation verschärfen und sogar zum Eskalieren bringen.
[MD_Portal_Script ScriptID="9217250" location="leftALone"]Mitarbeiter unterliegen der Schweigepflicht
Unter anderem haben sich die Apotheken in Dortmund, Berlin und Garmisch-Patenkirchen bereits an der „Maske 19“-Aktion angeschlossen. Nach dem Hilferuf folgt dann die vertrauliche Betreuung der Opfer vor Ort. Die Apothekenmitarbeiter unterliegen alle der Schweigepflicht. Dadurch kann offen über die Probleme geredet werden.
In diesen Ländern gibt es die Aktion bereits
In Ländern wie Spanien, Griechenland, Belgien, Frankreich und den Niederlanden gibt es die Aktion „Maske 19“ bereits. Auch in Deutschland nehmen rund 9000 Apotheken an der Aktion „Maske 19“ teil. Das Codewort „Maske 19“ soll in ganz Deutschland verbreitet werden.
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