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Coronavirus in Europa

Tschechien, Luxemburg und Tirol nun Corona-Risikogebiete

Aktualisiert 25.09.2020 - 21:03 Uhr

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Eine europ├Ąische Region nach der anderen wird zum Corona-Risikogebiet erkl├Ąrt. Jetzt trifft es weitere Regionen an der deutschen Grenze, darunter ein sehr beliebtes Urlaubsgebiet.

Tschechien, Luxemburg und Tirol nun Corona-Risikogebiete

Deutsch-tschechische Grenze. Die meisten tschechischen Regionen waren bereits am Mittwoch in die Risikoliste aufgenommen worden. Jetzt folgten noch die M├Ąhrisch-Schlesische Region im ├Ąu├čersten Osten des Landes und das an Sachsen grenzende Usti (Aussig). F

Weitere Reisewarnung ausgegeben

Berlin (dpa) – Die Bundesregierung hat ganz Tschechien, Luxemburg und das ├Âsterreichische Bundesland Tirol wegen rasant steigender Infektionszahlen zu Corona-Risikogebieten erkl├Ąrt und warnt nun vor touristischen Reisen dorthin.

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15 von 27 EU-L├Ąndern zumindest teilweise Corona-Risikogebiet

Die Risikoliste des Robert Koch-Instituts und die Reisehinweise des Ausw├Ąrtigen Amts wurden am Freitag entsprechend aktualisiert. Damit sind nun 15 von 27 EU-L├Ąndern zumindest teilweise Corona-Risikogebiete, Spanien, Tschechien und Luxemburg sogar ganz. Polen ist das einzige der neun Nachbarl├Ąnder Deutschlands, das noch nicht betroffen ist. Aber auch dort steigen die Infektionszahlen.

Tirol bei Deutschen sehr beliebtes Urlaubsgebiet auch im Winter

Die meisten tschechischen Regionen waren bereits am Mittwoch in die Risikoliste aufgenommen worden. Jetzt folgten noch die M├Ąhrisch-Schlesische Region im ├Ąu├čersten Osten des Landes an der Grenze zu Polen und das an Sachsen grenzende Usti (Aussig).

Auch Tirol mit der Hauptstadt Innsbruck ist eine Grenzregion und zudem ein bei Deutschen sehr beliebtes Urlaubsgebiet im Sommer wie Winter. Dort liegt auch der Skiort Ischgl, der im vergangenen Winter zu den Hotspots geh├Ârte, von denen sich die Pandemie in Europa ausbreitete.

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Luxemburg zahlreiche deutsche Berufspendler

Luxemburg grenzt an das Saarland und an Rheinland-Pfalz. Die Regierung des Gro├čherzogtums hatte fr├╝here Grenzschlie├čungen und Reisewarnungen seitens Deutschlands stets kritisiert. In dem kleinen Land mit seinen etwa 630.000 Einwohnern gibt es zahlreiche Berufspendler, die regelm├Ą├čig die Grenze ├╝berqueren. Sie sind allerdings von Quarant├Ąneregeln ausgenommen.

Spahn r├Ąt von Reisen in den Herbstferien ab

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn r├Ąt wegen der steigenden Infektionszahlen in Europa bereits von Auslandsreisen in den Herbst- und Winterferien ab. Die Herbstferien beginnen in den ersten Bundesl├Ąndern bereits ├╝bern├Ąchste Woche am 5. Oktober.

┬źMan kann ja auch Urlaub im Inland machen┬╗, sagte Spahn (CDU).. In den Reisewarnungen der Regierung f├╝r Risikogebiete hei├če es, man solle auf unn├Âtige Reisen verzichten und das seien nun mal Urlaubsreisen.

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Es habe sich in der Corona-Pandemie immer wieder gezeigt, dass Reiser├╝ckkehrer verst├Ąrkt das Virus einschleppten. ┬źIch finde, f├╝r Herbst-, Winter-, Weihnachtsurlaub sollten wir daraus gemeinsam lernen┬╗, sagte Spahn. Das sei zwar hart f├╝r die Reiseveranstalter, aber in der derzeitigen Lage nicht zu ├Ąndern.

Reiser├╝ckkehrer m├╝ssen in Quarant├Ąne

Die Bundesregierung hatte erst am Mittwoch Regionen in elf EU-L├Ąndern zu Risikogebieten erkl├Ąrt und vor touristischen Reisen dorthin gewarnt. Reisende, die aus Risikogebieten zur├╝ckkehren, m├╝ssen sich 48 Stunden vor oder nach der Einreise auf Corona testen lassen und dann solange in Quarant├Ąne bleiben, bis das Testergebnis da ist.

Die Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung f├╝r touristische Reisen haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite f├╝r Verbraucher: Sie erm├Âglicht es Urlaubern, Buchungen kostenlos zu stornieren.

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Wann wird ein Land zum Risikogebiet?

Die Einstufung als Risikogebiet und die anschlie├čende Reisewarnung erfolgen, wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen die Marke von 50 F├Ąllen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen ├╝bersteigt.

Bei der Reisewarnung f├╝r L├Ąnder au├čerhalb Europas kann es bisher auch noch andere Gr├╝nde f├╝r eine Reisewarnung geben wie Einreisesperren oder Einschr├Ąnkungen des Flugverkehrs. Das soll aber zum 1. Oktober ge├Ąndert werden.

In Tschechien sollen weitere Einschr├Ąnkungen kommen

In Tschechien reagierte man n├╝chtern auf die Ausweisung als Risikogebiet. ┬źLeider hat es nicht lange gedauert. Deutschland hat soeben entschieden, die beiden verbliebenen Regionen auf die Liste der Risikogebiete zu setzen┬╗, schrieb der tschechische Au├čenminister Tomas Petricek auf Twitter. ┬źDamit betrachtet man bereits die ganze Tschechische Republik als Risikogebiet, und das mit sofortiger Wirkung.┬╗ Tschechiens Gesundheitsminister Roman Prymula k├╝ndigte f├╝r n├Ąchste Woche Einschr├Ąnkungen der Freizeitaktivit├Ąten an, um die Infektionszahlen zu dr├╝cken.

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├ľsterreich bef├╝rchtet Nachteile f├╝r Tourismus-Branche

In ├ľsterreich bef├╝rchtet man weitere Auswirkungen auf den Tourismus durch die Reisewarnungen. Bereits am Mittwoch war die an den Bodensee grenzende Region Vorarlberg zum Risikogebiet erkl├Ąrt worden. ┬źJede Reisewarnung ist f├╝r den Tourismus dramatisch┬╗, sagte Tourismusministerin Elisabeth K├Âstinger bei einer Pressekonferenz.

Am Donnerstagabend waren auf ├ľsterreichs offizieller Corona-Ampel bereits die Tiroler Bezirke Landeck und Schwaz neu als Gebiete mit hohem Risiko bewertet worden. Zu Landeck geh├Ârt Ischgl. Dort wollen die Tourismusbetriebe nicht nur das Apr├ęs-Ski-Verbot der Regierung umsetzen, sondern G├Ąste auch mit weiteren Ma├čnahmen locken. Unter anderem sind Virustests f├╝r Mitarbeiter geplant. Aber ob das reicht, um Touristen aus Deutschland anzuziehen?

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