Coronavirus in Bayern
Omikron-Lage erfordert neue Wege: Bayern setzt künftig nicht mehr auf Luca-App
Stand 26.01.22 - 10:11 Uhr
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Bislang kam zur Kontaktnachverfolgung häufig die Luca-App zum Einsatz. Das wird sich in Bayern sehr bald ändern, denn der Freistaat lässt die Lizenz auslaufen – und setzt auf andere Wege.
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Bayern setzt im Kampf gegen Pandemie auf andere Mittel
München (dpa/lby) – Bayern steigt aus der Luca-App zur Rückverfolgung von Kontakten in der Corona-Pandemie aus. Der Freistaat werde den Vertrag zum 5. April auslaufen lassen, teilten Gesundheits- und Digitalministerium am Dienstag mit. Man setze im Kampf gegen die Corona-Pandemie stattdessen künftig auf eine anonymisierte Kontaktverfolgung und die Weiterentwicklung der Corona-Warn-App. Andere Länder verfahren schon genauso oder haben dies angekündigt.
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Als Grund nannten die beiden Ministerien die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante, die eine individualisierte Nachverfolgung von Kontaktpersonen durch die Gesundheitsämter deutlich erschweren. Eine Kontaktdatenerfassung per Luca-App sei deshalb nicht mehr angezeigt.
Corona-Warn-App stärkt die Eigenverantwortung
Bayern hatte zum 6. April 2021 eine Lizenz über zwölf Monate für die landesweite Nutzung der Luca-App erworben. Im Falle einer bestätigten Covid-19-Infektion konnten die Gesundheitsämter die mit der App erfassten Kontaktdaten der infizierten Person, etwa in Restaurants oder Kinos, abfragen und weitere Kontaktpersonen verständigen.
«Auf der Grundlage einer genauen Nutzenbewertung haben wir uns entschlossen, nach Auslaufen des Nutzungsvertrags der Luca-App diesen nicht zu verlängern», sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Die Corona-Warn-App stärke die in der aktuellen Omikron-Welle mit hohen Infektionsraten besonders wichtige Eigenverantwortung jedes Einzelnen. «Denn sie versetzt die Nutzer in die Lage, sich unverzüglich selbst wirksam zu schützen und andere zu warnen.» Er habe Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gebeten, die App für diese neue Rolle fit zu machen und mehr Details zu den jeweils infektionsrelevanten Kontakten zur Verfügung zu stellen – also konkretere Informationen zu Ort und Zeitpunkt der Risikokontakte.
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Zuletzt hatte sich der Einsatzbereich der Luca-App bereits deutlich reduziert – etwa weil die Pflicht zur Kontaktdatenerfassung in Bayern deutlich zurückgefahren wurde, unter anderem in Restaurants. Parallel dazu sei die Corona-Warn-App des Bundes stetig weiterentwickelt worden und deckte immer mehr Funktionalitäten der Luca-App mit ab.
Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) erklärte: «Die Erhebung der Kontaktdaten per App war im letzten Jahr ein wesentlicher und zu dem Zeitpunkt sehr sinnvoller Baustein im Kampf gegen die Pandemie.» In der aktuellen Lage würden nun andere Wege in der Corona-Abwehr nötig.
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