Aktualisiert: 29.04.2020 - 15:24

Schüler, Eltern, Lehrer - sie alle haben sich gefragt, wie es in den coronabedingt geschlossenen Schulen weitergehen soll. Jetzt haben die Kultusminister der 16 Länder einen Plan vorgelegt.

Schulbeginn

Schüler und Schülerinnen sollen tage- oder wochenweise die Schule besuchen können. Foto: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild

Zumindest tageweise Besuche der Schule sollen möglich sein

Berlin (dpa) - An einen geordneten Schulunterricht wie vor Ausbruch der Corona-Pandemie ist weiterhin nicht zu denken. Doch die Kultusminister der Länder wollen erreichen, dass vor den Sommerferien alle Schüler in Deutschland zumindest tage- oder wochenweise in die Schulen zurückkehren.

Infektions-und Gesundheitsschutz hätten «höchste Priorität», heißt es in ihrem Beschluss vom Dienstag. Dies sei «Maßgabe für alle weiteren Schritte». Mit den vorgelegten Eckpunkten - darunter strenge Hygieneregeln und Abstandsgebote - sei aber eine allmähliche Rückkehr zu einem «geordneten Schulbetrieb» möglich. Kritik kam umgehend. Am Donnerstag wollen Bund und Länder über das Konzept beraten.

Kultusminister wollen vor den Ferien jeden Schüler in die Schule schicken

Trotz Corona-Krise sollen alle Schüler vor den Sommerferien zumindest tageweise die Schule besuchen können. Das schlagen die Kultusminister der Länder den Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in einem am Dienstag beschlossenen Konzept vor. «Jede Schülerin und jeder Schüler soll bis zu dem Beginn der Sommerferien tage- oder wochenweise die Schule besuchen können», heißt es darin.

Kein regulärer Schulbetrieb vor den Sommerferien

Einen regulären Schulbetrieb für die rund elf Millionen Schüler in Deutschland wird es vor den Sommerferien laut Kultusministerkonferenz aber nicht mehr geben. Nach dem jetzigen Stand sei dies aufgrund des Abstandsgebots von mindestens 1,50 Meter nicht möglich, hieß es in dem «Rahmenkonzept». Ein Mix aus Präsenzunterricht und Lernen daheim solle ausgebaut, digitales Lehren und Lernen weiterentwickelt werden.

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