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Coronavirus in Deutschland

Die Schulen um jeden Preis offen halten? Lehrerverband mit klarer Meinung

Aktualisiert 20.10.2020 - 14:52 Uhr

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Der Deutsche Lehrerverband drängt auf halbierte Schulklassen in Corona-Hotspots. Verbandspräsident Meidinger warf Ländern und Kommunen einen widersprüchlichen Umgang mit den Corona-Regeln für Schulen vor.

Die Schulen um jeden Preis offen halten? Lehrerverband mit klarer Meinung

© Foto: shutterstock

Lehrerverband pocht auf Betrieb mit halben Klassen in Hotspots

Heidelberg (dpa) – Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hat Ländern und Kommunen einen widersprüchlichen Umgang mit den Corona-Regeln für Schulen vorgeworfen.

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Inzidenz spricht vielerorts gegen Präsenzunterricht 

Der Regelbetrieb laufe vielerorts weiter, obwohl in Städten und Regionen immer häufiger der kritische Wert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten werde, sagte Meidinger. «Bei diesem Wert müsste es eigentlich eine Rückkehr zum Wechselbetrieb mit halbierten Klassen geben.» Er kenne aber kaum eine Kommune, die entsprechend handele.

«Es sorgt uns, dass diese Richtwerte für verschärfte Hygieneschutzmaßnahmen an Schulen komplett ignoriert werden, um Schulen auf Teufel komm raus offen zu halten.»

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Maskenpflicht im Unterricht

Ende vergangener Woche hatte die Kultusministerkonferenz trotz deutlich steigender Corona-Infektionszahlen nochmal bekräftigt, dass Schulen und Kitas möglichst lange offen bleiben sollen. Bei höheren Infektionszahlen könne es sinnvoll sein, die Maskenpflicht auch im Unterricht anzuordnen, hieß es.

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